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(00108) 22.04.2002 14:57

Zielvereinbarung zwischen RUB und MSWF: Bochumer Profilschärfe


Bochum, 22.04.2002
Nr. 108


Zielvereinbarung zwischen RUB und MSWF: Bochumer Profilschärfe
Schwerpunkte: Life Sciences, Nanostrukturen sowie ...
... Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen


Schwerpunkte bilden, um das eigene Profil zu schärfen: Mit dieser
Maßgabe wird die Ruhr-Universität Bochum in den nächsten Jahren ihre
Strukturreformen forcieren, insbesondere auf den Gebieten Life Sciences,
Nanostrukturen sowie Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen im
Systemwettbewerb. Heute haben die RUB und das Ministerium für Schule,
Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MSWF) eine Zielvereinbarung
unterzeichnet, die bis zum 31.12.2004 läuft und ein finanzielles
Gesamtvolumen von ca. 5,1 Mio Euro umfasst. Zusätzlich erhält die RUB
mindestens 200.000 Euro pro Jahr, um die Life Sciences auszubauen.
Integriert ist eine Zielvereinbarung zwischen der Medizinischen Fakultät
und dem MSWF mit einer Laufzeit bis Ende 2006 (Finanzvolumen ca. 5,2
Mio. Euro).

Messlatte: landesweiter Spitzenplatz

Die Universität und die Landesregierung, die als gleichberechtigte
Vertragspartner zeichneten, verstehen die Zielvereinbarung als Leitbild
für das gesamte Lehr- und Forschungspotenzial der RUB. „Wir empfinden
die Zielvereinbarung als große Herausforderung, unsere Stärken dynamisch
weiter zu entwickeln. Die Messlatte ist ein landesweiter Spitzenplatz“,
sagte Prof. Dr. Dietmar Petzina, Rektor der RUB. Hartmut Krebs vom MSWF
setzte die Zielvereinbarung unter die Überschrift: „Reformuni im
Volldampf voraus!“

Fotos

Zwei Fotos der Zielvereinbarung stehen am Ende der Presseinfo zum
Herunterladen bereit. Ein Foto zeigt die Vertragsunterzeichnung zwischen
RUB-Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina und Staatssekretär Hartmut Krebs,
das andere Foto zeigt RUB-Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina,
Staatssekretär Hartmut Krebs und Prof. Dr.-Ing Reiner Dudziak, den
Rektor der FH Bochum, die heute ebenfalls eine Zielvereinbarung mit dem
MSWF unterzeichnet hat.

Volluniversität mit Profil

Bestehende Vernetzungen auszubauen und zu vertiefen, ist das zentrale
Ziel der RUB, um ihr Profil zu schärfen. Als einzige Volluniversität in
NRW, die das gesamte Fächerspektrum von den Kultur- über die Natur- und
Ingenieurwissenschaften bis hin zur Medizin anbietet, ist die RUB
eingebunden in ein Netzwerk mit Nachbarhochschulen, Partnerhochschulen
in Europa und Übersee. Die gewachsenen fachübergreifenden Schwerpunkte
in Lehre und Forschung sind: Life Sciences (Proteinforschung,
Neurowissenschaften, Medizintechnik), Materialwissenschaften,
IT-Sicherheit / angewandte Informatik, Plasmaforschung, Gesellschaften
im Kulturvergleich, Ballungsraumforschung, Entwicklungsforschung und
Medienwissenschaft.

Forschung: Konzentration und Vernetzung

Ein unverwechselbares Profil in der Forschung gibt sich die RUB in den
nächsten Jahren u. a., indem sie drei Forschungsschwerpunkte zu „Centers
of Excellence“ ausbauen wird: in den Life Sciences das „Proteinzentrum“,
das die Medizinische Fakultät mit den Naturwissenschaften vernetzt; in
den Materialwissenschaften den Schwerpunkt „Nanostrukturen und
Nanomaterialien“ (Natur- und Ingenieurwissenschaften) sowie
„Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen im Systemwettbewerb –
Herausforderungen der islamischen Welt“. Center of Excellence heißt,
dass die beteiligten Fachbereiche je einen Master- oder
Promotionsstudiengang bzw. eine DFG-Forschergruppe, ein
Graduiertenkolleg oder eine andere, vergleichbare Struktur schaffen
müssen. Drei weitere Forschungsschwerpunkte wird die RUB zudem
verstärken: Sicherheit in der Informationstechnik, Plasmatechnik und
Gesellschaften im Kulturvergleich.

Studium: Stufung und Modularisierung

Ein unverwechselbares Profil in der Lehre gibt sich die RUB, indem sie
die Studienreform konsequent umsetzen wird. Sie ist bundesweit
Vorreiterin bei der Einführung gestufter Studiengänge in den Geistes-
und Naturwissenschaften. Das MSWF unterstreicht mit der
Zielvereinbarung, dass es die RUB auf ihrem bisher eingeschlagenen Weg
unterstützen wird. So erprobt die RUB als eine von zwei Universitäten in
NRW ab dem kommenden Wintersemester für fünf Jahre die gestufte
Lehrerausbildung. Bis zum Wintersemester 2002/03 wird die
Ruhr-Universität drei neue, modularisierte Bachelor-/Masterstudiengänge
einführen: „Medienwissenschaft“ (als Zusammenschluss der Studiengänge
Film- und Fernsehwissenschaft sowie Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft), „Angewandte Informatik“
(fakultätsübergreifend) und „Psychologie“.

Außerdem: Kooperation ...

Die RUB wird verstärkt Kooperationen mit benachbarten Hochschulen und
Forschungseinrichtungen suchen. Ihre Anstrengungen konzentriert sie auf
die Ingenieurwissenschaften (Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektro-
und Energietechnik) sowie auf die evangelische und katholische
Theologie, um im Ruhrgebiet ein abgestimmtes Konzept einer
breitgefächerten und profilierten Forschungs- und Lehrlandschaft zu
erreichen. So wird die RUB z. B. mit der Universität Dortmund
vereinbaren, ein vollständig angeglichenes Grundstudium im Maschinenbau
an beiden Standorten zum kommenden Wintersemester einzuführen – und
dieses Angebot um ein aufeinander abgestimmtes Hauptstudium mit
unterschiedlichen Schwerpunkten in Bochum und Dortmund zu ergänzen. Zum
Wintersemester 2003/04 strebt die RUB an, mit der Universität Dortmund
in mindestens einem ingenieurwissenschaftlichen Fach abgestimmte
Masterprogramme einzurichten.

... und Internationalisierung

Als weitere Voraussetzung für gute Forschung und Lehre sehen die
Vertragspartner eine noch stärkere Internationalisierung der Hochschule.
Die RUB will in den nächsten Jahren ihre erfolgreichen
auslandsorientierten Studiengänge stärken, z. B. indem sie Ressourcen
umschichtet. Sie wird zudem während des Vereinbarungszeitraums
mindestens ein neues internationales Studienangebot einrichten.

Bestandteile: Studienreform und Chancengleichheit

Zwei Teil-Zielvereinbarungen hatte die RUB bereits mit dem MSWF
geschlossen: Die Zielvereinbarung zur Studienreform (15.08.2001) sowie
zur Chancengleichheit von Frauen in der Wissenschaft (17.12.2001). Beide
sind zugleich Bestandteil der Zielvereinbarung, die heute unterzeichnet
wurde. Die RUB bekräftigt darin ausdrücklich, dass sie eine
Junior-Professur bereitstellen wird, um die Frauen- und
Geschlechterforschung in Bochum weiter zu profilieren. Sie ergänzt damit
die MSWF-finanzierte „Marie-Jahoda-Professur“, die für je ein Semester
an der Fakultät für Sozialwissenschaft mit einer internationalen
Gastwissenschaftlerin besetzt wird.

Finanzen

Insgesamt bedeutet das finanziell: Für Berufungs- und
Bleibeverhandlungen bei Professuren erhält die RUB aus dem
Innovationsfonds des MSWF ca. 3 Mio. Euro, um die Ausstattung der
Lehrstühle zu verbessern. Für Strukturvorhaben, die in der
Zielvereinbarung verankert sind, stellt das MSWF zudem insgesamt ca. 2,7
Mio. Euro zur Verfügung. Mit diesen Ressourcen wird die RUB vor allem
die Einrichtung der Centers of Excellence unterstützen.

Weitere Informationen

Susanne Schult, Dezernat 1, Tel.: 0234/32-24128, E-Mail:
susanne.schult@uv.ruhr-uni-bochum.de
Der komplette Text der Zielvereinbarung steht im Internet:
http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/rektorat/zielvereinbarungen/Index.htm


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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