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(00098) 11.04.2002 14:30

Gestatten: CoRA - autonomer Assistenzroboter der RUB auf der Hannover Messe


Bochum, 11.04.2002
Nr. 98


Gestatten: CoRA, autonomer Assistenzroboter
RUB-Neuroinformatiker auf der Hannover Messe
CoRA greift Objekte und erkennt Hindernisse


CoRA (Cooperative Robot Assistant) heißt der neue, autonome
und lernfähige Assistenzroboter, den das Institut für
Neuroinformatik der RUB entwickelt hat. Mit seinen
Fähigkeiten, Hindernisse und Sprachbefehle zu erkennen,
Objekte zu greifen und mit einer künstlichen Haut sogar
Kontakte wahrzunehmen, könnte er in Zukunft eine nützliche
Haushaltshilfe sein. Die Bochumer Neuroinformatiker stellen
CoRA vom 15. bis 20. April auf der Hannover Messe vor (Halle
017, Stand E34).

CoRA zum Download

Fotos von CoRA stehen am Ende dieser Presseinformation zum
Herunterladen bereit, s. u.

Menschenähnliches Design

CoRAs Design folgt dem menschlichen Vorbild: Der Roboter ist
mit einem schwenk- und neigbaren Stereo-Kamerakopf
ausgestattet. So kann er seinen Arbeitsbereich überblicken
und, falls notwendig, den Menschen und dessen Aktionen
verfolgen. CoRA verfügt über einen Arm mit sieben
Freiheitsgraden, die Anordnung der Gelenke gleicht der des
menschlichen Arms. Hierdurch ist CoRA in der Lage, Objekte
zu greifen. Der Arm befindet sich an einem drehbaren Rumpf.
Dieser
erweitert den Greifraum des Assistenten erheblich und
ermöglicht eine einfache Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Multitalent CoRA

CoRA kann z. B. die Objekte einer komplexen Tischszene
unterscheiden, gelernte Objekte wiedererkennen und greifen.
Der Roboter findet zudem die menschliche Hand und detektiert
die Richtung, in die der Mensch zeigt. Zur Kommunikation
verfügt CoRA über einen Einzelworterkenner und eine
Sprachausgabe. Mithilfe einer Blickrichtungsanalyse kann
sich CoRA erschließen, auf welchen Bereich der Mensch gerade
seine Aufmerksamkeit richtet. Ein besonderer Clou ist die
künstliche Haut: Sie ermöglicht Kontakte wahrzunehmen, so
dass CoRA Hindernissen außerhalb des Sichtbereichs
ausweichen kann. Durch die Haut lässt sich auch die Bewegung
des Arms verbessern.

Lernender Roboter

Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine beinhaltet
neben dem kommunikativen Informationsaustausch auch die
Notwendigkeit, Bewegungs- und Verhaltenssequenzen zu planen,
zu koordinieren sowie diese an veränderliche Randbedingungen
anzupassen. Bei CoRA geschieht dies mithilfe eines
neuronalen dynamischen Systems, das bestimmte
Verhaltensweisen erzeugen kann. Nicht erwünschte
Verhaltensweisen sind durch Regeln kodiert und somit
ausgeschlossen. Diese Struktur ermöglicht zudem, Sprache
bzw. Sprachbefehle in das System mit einzubinden. Die
neuronale Struktur kann kausale Relationen
(Grund-Folge-Beziehungen und Ursache-Wirkung-Prinzipien)
lernen und in die Verhaltensplanung aufnehmen.

Mensch-Maschine-Interaktion

Mit CoRA präsentieren die RUB-Neuroinformatiker erste
Ergebnisse des Forschungsbereichs „intelligente
Mensch-Maschine-Interaktion in der Wissensgesellschaft“.
CoRA ist Bestandteil des BMBF-Leitprojektes Morpha:
Intelligente anthropomorphe Assistenzsysteme, Kommunikation,
Interaktion und Kooperation zwischen Mensch und
intelligenten anthropomorphen Assistenzsystemen.

Weitere Informationen

Ioannis Iossifidis, Institut für Neuroinformatik der RUB, ND
04/593, Tel. 0234/32-25567, Mobil: 0173/9858085, Fax:
0234/32-14209, E-Mail:
Ioannis.Iossifidis@neuroinformatik.ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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