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(00041) 04.02.2002 14:02

RuBio-Ethik-Forum zur Stammzellforschung


Bochum, 04.02.2002
Nr. 41

Kompromiss gefunden ...
... und kein Ende der Diskussion in Sicht
RuBio-Ethik-Forum zur Stammzellforschung

Auch in Deutschland dürfen Wissenschaftler zukünftig an menschlichen
embryonalen Stammzellen forschen. Die  Entscheidung ist gefallen - und
die ethischen Probleme bleiben. Die einen sehen den Kompromiss als
ersten Schritt hin zu einer verbrauchenden Embryonenforschung, die
anderen fürchten, dass die beantragten Projekte im Dickicht der
Regularien stecken bleiben könnten. Und die nächsten Themen stehen an:
therapeutisches Klonen und Präimplantationsdiagnostik. Mit dem FORUM
„NACH DER ENTSCHEIDUNG: STAMMZELLEN – THERAPEUTISCHE MÖGLICHKEITEN UND
ETHISCHE BEDENKEN“ lädt die RuBio-Ethik am 14. Februar 2002, 14.00 –
20.00 Uhr (Audi max, Seminarraum 6) eine breite Öffentlichkeit ein, sich
zu informieren und selbst mit den Experten ins Gespräch zu kommen. Die
Veranstaltung wird gefördert durch die Gesellschaft für Biochemie und
Molekularbiologie (GBM) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Speziell für die Medien

Die Medien sind herzlich eingeladen. In der Vortragspause (15.30 – 16.00
Uhr) und vor der Podiumsdiskussion (17.30 – 18.00 Uhr) besteht die
Möglichkeit zum Interview mit den Experten.

Programm: Vorträge, Podium und öffentliche Diskussion

14.00 Uhr: Prof. Dr. J. Hescheler: Einführung in die Stammzellforschung
14.40 Uhr: Prof. Dr. I. Nippert: Forschung mit menschlichen embryonalen
Stammzellen: Das Für und Wider im internationalen Vergleich
15.20 Uhr: Pause
16.00 Uhr: Prof. Dr. Chr. Frey: Anmerkungen zur ethischen Diskussion
über die Forschung mit Stammzellen
16.40 Uhr: Prof. Dr. R. Merkel: Der normative Status früher Embryonen:
Lebensgrundrecht – Würdeschutz – Forschungsverbot?
18.00 bis 20 Uhr: Podium und öffentliche Diskussion (Moderation Dr. B.
Kruse, Pressestelle der RUB)

Experten: Interdisziplinär betrachtet

Frau Prof. Dr. Irmgard Nippert (Medizinische Fakultät der Universität
Münster) ist Humangenetikerin und arbeitet im Rahmen der
Frauengesundheitsforschung. Sie ist Mitglied der Ethikkommission der
Bundesärztekammer, Arbeitsgruppe Stammzellforschung. Prof. Dr. Jürgen
Hescheler (Medizinische Fakultät Köln) ist Neurophysiologe und
Herzspezialist. Er arbeitet an tierischen embryonalen und adulten
Stammzellen und hat die Forschung mit menschlichen embryonalen
Stammzellen beantragt. Prof. Dr. Christopher Frey gehört der
Evangelisch-Theologischen Fakultät an und ist seit langem aktiv im
Zentrum für Medizinische Ethik der RUB. Prof. Dr. Reinhard Merkel lehrt
Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und hat sich
immer wieder zum Status früher Embryonen auch öffentlich zu Wort
gemeldet.

RuBio-Ethik: Weitblick gefragt

Die modernen Biowissenschaften entwickeln völlig neue Möglichkeiten in
Lebensprozesse dauerhaft einzugreifen. Die Anwendung gentechnologischer
Methoden ist in ihren Folgen oft nicht abschätzbar. Das
interdisziplinäre Forum „RuBio-Ethik“ wurde 1998 von Prof. Dr. Rolf
Heumann (Molekulare Neurobiochemie) und Dr. Klemens Störtkuhl
(Molekulare Zellbiochemie) mit dem Ziel gegründet, Entwicklungen der
Biowissenschaften vorherzusagen und vorausschauend zu diskutieren.
RuBio-Ethik bringt stets Kritiker und Befürworter an einen Tisch.
Nachdem elf Foren bislang vor allem die verschiedenen Gruppen der
Universität (Studierende, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche
Angestellte) ins Gespräch gebracht haben, wendet sich RuBio-Ethik nun
verstärkt auch an eine breite Öffentlichkeit. Das aktuelle Forum wird
gemeinsam von RuBio-Ethik und dem Zentrum für Medizinische Ethik der RUB
organisiert.

Weitere Informationen

RuBio-Ethik: Dr. Klemens Störtkuhl, Tel.: 0234/32-26246, Fax:
0234/32-06246, Email: Klemens.Stoertkuhl@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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