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(00019) 21.01.2002 16:57

Ein dicker Schnitt: In Bochum entsteht eine der leistungsfähigsten Pathologien Deutschlands


Bochum, 21.01.2002
Nr. 18

Ein dicker Schnitt
In Bochum entsteht eine der leistungsfähigsten Pathologien
Erstmals zieht ein Institut vom Campus ins Klinikum


Die Weichen sind gestellt, in Bochum entsteht eines der größten und
leistungsfähigsten Institute für Pathologie in Deutschland. Die
Abteilung für Pathologie der Medizinischen Fakultät wird mit dem
Institut für Pathologie an den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken
Bergmannsheil fusioniert. Erstmals zieht damit ein theoretisches
Institut vom Campus der RUB in das Universitätsklinikum. Die Vorteile:
mehr Platz, ein größerer Personalbestand und eine leistungsfähigere
Diagnostik. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben Prof. Dr.
Dietmar Petzina, Rektor der RUB, für das  Land NRW und Dr. Joachim
Breuer, Hauptgeschäftsführer der Bergbau-Berufsgenossenschaft (BBG)
heute im Internationalen Begegnungszentrum der RUB unterzeichnet.

Foto im Internet

Fotos der Vertragsunterzeichnung finden sich am Ende dieser
Presseinformation, s. u. Bildunterzeilen, Bild 1: Unterzeichneten heute
den Kooperationsvertrag: Prof. Dr. Dietmar Petzina, Rektor der RUB, und
Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der BBG.
Bild 2: Feierstunde im IBZ der RUB (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Gert Muhr
(Dekan der Medizinischen Fakultät der RUB), Prof. Dr. med. Klaus-Michael
Müller (Leiter der Pathologie an den BG-Kliniken Bergmannsheil), Prof.
Dr. Dietmar Petzina, Birgit Haneklaus (MSWF), Dr. Joachim Breuer, Prof.
Dr. Konrad Morgenroth (Leiter des Instituts für Pathologie, Medizinische
Fakultät der RUB).

Konsolidierung des Klinikums

Die beiden Institute für Pathologie der RUB und der BG Kliniken
Bergmannsheil zusammenzulegen, sei eine weitere Konsolidierung des
Universitätsklinikums, sagt Manfred Nettekoven, stellvertretender
Kanzler und zuständiger Dezernent für die medizinischen Einrichtungen
der RUB. „Wir können davon ausgehen, dass wir auf dem umkämpften Markt
der pathologischen Diagnostik einer der leistungsfähigsten Anbieter sein
werden.“ Das neue Institut wird eine Kapazität von 15 ½ Stellen haben,
[ Richtungstellung vom 6.8.2002: Kapazität von 42 1/2 Stellen ]
darunter eine C 4-Professur, eine C 2-Dozentur und die Stelle eines
Akademischen Rats auf Lebenszeit.

Mehr Platz, bessere Ausstattung, kürzere Wege

Mit Landesmitteln in Höhe von ca. 12 Millionen Euro entsteht ein Neubau
[ Richtungstellung vom 6.8.2002: Mit Mitteln der Bergbau BG in Höhe ]
im Bereich des früheren Klinkeingangs Hunscheidtstraße, der erste
Spatenstich war am 6. Dezember 2001. Bis Ende 2003 soll das neue Gebäude
fertig gestellt sein. Es wird der Pathologie eine Nutzfläche von 3.200
Quadratmetern auf fünf Geschossen bieten mit Labor-, Büroräumen und
einem Hörsaal mit 150 Plätzen. Entscheidend für eine schnelle Diagnostik
seien ausreichend Mikroskop- und Schnittplätze, so Nettekoven. „Hinzu
kommt die Nähe zu den Patienten im Klinikum: Durch die kurzen Wege
gewinnen wir Zeit.“

Schwerpunkte

Schwerpunkte der Arbeiten sind tägliche fachpathologische Begutachtungen
für Patienten der  Bochumer Universitätskliniken in der
Krankenversorgung. Bei den wissenschaftlichen Schwerpunkten stehen
entzündliche Lungenerkrankungen,  u. a. in der klinischen Forschergruppe
„Virusinfektion und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen“ (gefördert
vom BMBF) ebenso im Vordergrund wie berufsbedingte Lungenerkrankungen
als Basis für fachpathologische Begutachtungen für
Berufsgenossenschaften. Auch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zu
erforschen, bildet einen Schwerpunkt des neuen Instituts.

600 Obduktionen, weit über 50.000 Begutachtungen

Die Leistungsfähigkeit des neuen Instituts zeigt sich anhand der
Prognosen: Jährlich wird die Pathologie ca. 600 Obduktionen vornehmen.
Unter diagnostischen und wissenschaftlichen Fragestellungen werden
Gewebsproben von über 50.000 Patienten mit modernsten licht- und
elektronenmikroskopischen sowie molekularpathologischen
Untersuchungsverfahren begutachtet. Daneben wird das neue Institut mit
dem angegliederten Deutschen Mesotheliomregister weit über 2.000
fachpathologische Gutachten für Unfallversicherungsträger erstellen –
vornehmlich unter der Fragestellung beruflich bedingter
Lungenerkrankungen.

Ein Profit-Center im Markt der Pathologie

Das neue Institut wird sich am Markt orientieren und den Status eines
Profit-Centers haben: Wirtschaftliche Erfolge kommen allein ihm selbst
zugute und fließen nicht in den Haushalt der RUB oder der BBG. Die
Pathologie – und insbesondere ihr Leiter – sollen unternehmerisch
agieren und selbstständig Forschungs- und Gutachteraufträge akquirieren.
Eine Lenkungsgruppe, die aus Vertretern der beiden Träger (Land NRW und
BBG) sowie aus Mitarbeitern des Instituts besteht, wird entscheiden, wie
etwaige Überschüsse in das Institut reinvestiert werden.

Weitere Informationen

Manfred Nettekoven, LRD, Allgemeiner Vertreter des Kanzlers der RUB, UV
3/350, Tel. 0234/32-23163, Fax: 0234/32-14459, E-Mail:
Manfred.Nettekoven@uv.ruhr-uni-bochum.de
Prof. Dr. med. Gert Muhr, Dekan der Medizinischen Fakultät der RUB, MA
1/57, Tel. 0234/32-24960, -24961, Fax: 0234/32-14190, E-Mail:
medizin@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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