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(00400) 21.12.2001 12:42

Danke, frohe Festtage und alles Gute für 2002


Bochum, 21.12.2001
Nr. 396

Danke,
frohe Festtage und
alles Gute für 2002

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Ihnen ein
frohes Fest und ein glückliches neues Jahr 2002. Zugleich danke ich
Ihnen für Ihre publizistische Begleitung im Jahr 2001. In einer Zeit, in
der die Hochschulpolitik sich so deutlich weiter beschleunigt, die
Hochschulen das Zepter stärker in die Hand nehmen, sie fast wöchentlich
neue Studiengänge und Reformen verkünden und somit die Hoffnung auf eine
echte Autonomie realer wird, ist uns Ihre wohlwollende publizistische
Aufmerksamkeit eine große Hilfe.

Nach dem Spruch des Expertenrats

War das Jahr 2000 in NRW noch zunächst durch den so genannten
„Qualitätspakt“ geprägt, kam mit dem Spruch des Expertenrats Bewegung in
die Hochschulpolitik. Die Hochschulen müssen sich seitdem deutlicher als
bislang als reformfreudig erweisen – sie müssen die Streichungen von
Studiengängen verdauen, Kooperationen anbahnen, ihre Profile schärfen.
Sie müssen allerdings auch die Streichung von Stellen hinnehmen,
erhalten dafür finanziellen Spielraum für Investitionen. Noch nicht
ausgegoren erscheinen dagegen die Reform der Liegenschaftsverwaltung und
die mit ihr aufgebauten bürokratischen Hürden.

RUB optimistisch für die Zukunft

Die RUB begrüßt diese Bewegung in der Hochschulpolitik; optimistisch und
selbstbewusst schaut sie in eine Zukunft mit ihrem Profil als eine
moderne Volluniversität; auf manchem Feld marschiert sie sogar selbst an
der Spitze der Reform. Das zeigt die Entwicklung im Jahr 2001: Mutig hat
sie die Reform ihrer Studiengänge nach dem konsekutiven
Bachelor/Mastermodell vorangetrieben – angefangen von den
Geowissenschaften über die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer
bis hin zu Chemie, Ostasienwissenschaften und Geographie. Die Bochumer
BA/MA-Reform: die Studiengänge werden voll modularisiert und neu
strukturiert, es gibt studienbegleitende Prüfungen nach Kreditsystem und
der Clou – ein gemeinsamer Optionalbereich in der BA-Phase, in dem die
Studierenden Schlüsselqualifikationen nach den Erfordernissen des
Arbeitsmarktes erwerben. Diese Reform ist Voraussetzung für die Reform
der Lehrerausbildung nach einem konsekutiven BA/MA-Modell wie sie der
Wissenschaftsrat empfiehlt; der Antrag der RUB ist beim
NRW-Wissenschaftsministerium und wir rechnen fest damit, dass wir diese
Reform 2002 umsetzen werden können.

Meilensteine im Jahr 2001

Meilensteine in diesem Jahr waren für RUB-Forscher u.a. die Gründung der
International Graduate School for Neuroscience und der gemeinsamen
Max-Planck Research School in Chemical Biology. Drei weitere
Graduiertenkollegs wurden der RUB genehmigt – und mit sehr großzügiger
Unterstützung der Krupp-Stiftung wurde ein einmaliges Schülerlabor
gegründet, das bei Schülerinnen und Schüler das Interesse für Natur- und
Ingenieurwissenschaften in Kooperation mit Schulen wecken will. Auf der
„denk 2001“ haben RUB-Wissenschaftler zusammen mit Kollegen der anderen
drei Bochumer Hochschulen professionell ihre Forschungen einer breiten
Öffentlichkeit präsentiert. Und sogar Exportschlager bringt die RUB
hervor: So wurde ein kompletter Studiengang nach Südafrika exportiert.

Neue Studiengänge und Kooperationen

Gestärkt geht die RUB ins neue Jahr 2002 auch mit neuen
Studienangeboten. So wurden erst vor wenigen Tagen zukunftsträchtige
Studiengänge beschlossen: Medienwissenschaft, Angewandte Informatik und
– erstmals als BA/MA-Studiengänge: Psychologie und
Wirtschaftspsychologie. Auch neue Kooperationen stärken das Profil der
RUB, darunter die Medizintechnik mit der Gründung des BioMedTec-Ruhr
gemeinsam mit den Universitäten Essen und Witten und gefördert durch die
Projekt Ruhr GmbH, die Maschinenbauer in Kooperation mit der Dortmunder
Universität.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Die RUB erweist sich seit Jahren alles in allem als innovativ und
reformbereit, und sie wird immer für realisierbare, vernünftige
Reformideen auch in der Zukunft kämpfen. Allerdings müssen dafür die
Rahmenbedingungen noch weiter verbessert werden und Planungssicherheit
gewährleistet sein. Als ein probates Mittel könnten sich
Zielvereinbarungen erweisen. 2001 hat die RUB mit dem
Wissenschaftsministerium Zielvereinbarungen zur Verbesserung der
Qualität der Lehre und zur Stärkung der Chancengleichheit von Frauen
geschlossen; auch intern wurde das Mittel Zielvereinbarungen eingesetzt
– mit Zentralen Wissenschaftlichen Instituten und erstmals auch mit
einer kompletten Fakultät – der für Sozialwissenschaften. Im kommenden
Jahr stehen weitere Zielvereinbarungen mit dem Ministerium an. Dies ist
der Weg zu weitgehender Autonomie mit dem wir – die Mitglieder der RUB –
unsere Leistungen in angemessener Weise für das Wohl des Landes und
unserer Gesellschaft erbringen.

idw – und in eigener Sache

Noch ein Satz in eigener Sache: Für Sie, unsere Ansprechpartner in den
Medien, haben wir – die Ruhr-Universität Bochum, die Universität
Bayreuth und die TU Clausthal – in den letzten Jahren den
„Informationsdienst Wissenschaft“ (idw) aufgebaut und betrieben. Die
Journalisten haben diese Wissenschaftsnachrichtenagentur sehr gut
angenommen und nutzen siemit zunehmender Tendenz. Im abgelaufenen Jahr
konnten wir Dank der Förderung durch das BMBF und des Stifterverbands
für die deutsche Wissenschaft einen neuen, leistungsstarken Server
installieren, damit den Service weiter verbessern und durch die
Zusammenarbeit mit der Wissenschaft im Dialog eGmbH den weiteren Ausbau
des idw kräftig vorantreiben. Außerdem bieten wir Ihnen ebenfalls seit
2001 die www-Adressen <idw-online. de> und <idw.info>. Mittlerweile
nutzen über 460 Hochschulen und Forschungseinrichtungen den
Informationsdienst Wissenschaft für ihre Öffentlichkeitsarbeit, fast
16.400 Abonnenten lassen sich Ihre Pressemitteilungen per Email
zusenden. (Mindestens 4.300 davon sind Journalisten.) Über 12.000
Pressemitteilungen versandten sie in diesem Jahr über den idw, rund
2.000 Expertenmakler-Anfragen wurden gestellt und ebenso viele Termine
in den Wissenschaftskalender eingetragen. Wir hoffen, den idw als
Institution des Dialogs zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft auch
2002 weiter stabilisieren zu können. Ihnen danken wir für Ihre Hilfe,
und wir erwarten und freuen uns auf Ihre Wünsche und Anregungen im
kommenden Jahr.

Auf gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr

Für die RUB hoffe ich mit meinen Mitarbeitern auf Ihre weitere
publizistische Aufmerksamkeit auch im nächsten Jahr, und wir freuen uns
auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Mit kollegialen Grüßen

Dr. Josef König
für das Team der Pressestelle


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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