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(00392) 17.12.2001 15:19

Zielvereinbarung unterzeichnet: Chancengleichheit prägt RUB-Profil


Bochum, 17.12.2001
Nr. 388


Chancengleichheit prägt RUB-Profil
Förderung von Frauen in der Wissenschaft
RUB und NRW-Wissenschaftsministerium unterzeichnen 
Zielvereinbarung


Seit heute ist es besiegelte Sache: Die Ruhr-Universität 
wird Frauen in der Wissenschaft noch gezielter fördern. 
Dieses Ziel fördert das NRW-Bildungsministerium mit 
zusätzlichen finanziellen Mitteln. Eine entsprechend 
Zielvereinbarung zur Chancengleichheit unterzeichneten heute 
MD Heiner Kleffner für das Ministerium für Schule, 
Wissenschaft und Forschung (MSWF) des Landes NRW und Rektor 
Professor Dr. Dietmar Petzina  für die Ruhr-Universität 
Bochum. "Sie ist Ausdruck der besonderen Aktivitäten an der 
RUB", sagte MD Kleffner, "und damit zugleich ein Kompliment 
für die RUB". Die Ruhr-Universität ist damit bundesweit eine 
Vorreiterin, in NRW ist sie eine von drei Universitäten, die 
eine solche Vereinbarung mit dem Ministerium formuliert.
Fotos im Netz

Fotos der Unterzeichnung befinden sich am Ende dieser 
Presseinformation, s. u.
Bildunterzeilen: RUB-Rektor Professor Dietmar Petzina, 
Andrea Kaus, Gleichstellungsbeauftragte der RUB, und MD 
Heiner Kleffner, MSWF.

600.000 Euro für die RUB

Die RUB erhält in den nächsten beiden Jahren jeweils 300.000 
Euro vom MSWF, um bereits laufende Aktivitäten der 
Frauenförderung auszubauen und neue Maßnahmen zu ergreifen. 
Die hochgesteckten Ziele der Vereinbarung sind, Frauen 
umfassend in allen Bereichen der Wissenschaft zu fördern und 
den Männern gleichzustellen. Das bedeutet, dass 
Frauenförderung nicht erst bei den Graduierten ansetzt, 
sondern schon frühzeitig beim Kontakt zu Schülerinnen. "Die 
Zielvereinbarung ist eine weitere Etappe auf dem sehr langen 
Weg, mit der Gleichstellung der Geschlechter an der 
Universität ernst zu machen", sagte RUB-Rektor Petzina.

Hochgesteckte Ziele

Ziel: Förderung des weiblichen wissenschaftlichen 
Nachwuchses. Die RUB wird die Position von 
Nachwuchswissenschaftlerinnen strukturell stärken und ihnen 
den Zugang zu Planstellen erleichtern. Sie wird ein 
Anreizsystem entwickeln, damit die Fakultäten Stellen 
bevorzugt mit Frauen besetzen. Darüber hinaus wird die RUB 
eine Junior-Professur einrichten, um Frauen besonders zu 
fördern, die sich in der Frauen- und Geschlechterforschung 
qualifizieren wollen.
Ziel: Chancengleichheit durch Personalentwicklung. Die RUB 
wird eine Koordinierungsstelle einrichten, die die Umsetzung 
von Frauenförderplänen begleitet. Sie soll voraussichtlich 
bei der neu eingerichteten Stabsstelle Personalentwicklung 
"ProPersonal" angesiedelt werden und die Fakultäten fachlich 
und organisatorisch unterstützen, um speziell auf Frauen 
ausgerichtete Maßnahmen der Personalentwicklung durchzuführen.
Ziel: Förderung von Studentinnen / Schule - Studium - Beruf. 
Ein Schwerpunkt der Zielvereinbarung ist, dass die RUB 
Kontakte zu umliegenden Schulen ausbauen wird. Mit gezielten 
Beratungs- und Praxisangeboten wird sie Schülerinnen 
Studien- und Karriereperspektiven eröffnen - auch in den 
ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern. Die 
Aktivitäten sollen in einer "Sommeruniversität" münden, 
einem einwöchigen Präsenzangebot für Schülerinnen aus dem 
ganzen Bundesgebiet. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der 
gezielten Unterstützung von Absolventinnen beim Berufseinstieg.
Ziel: Stärkung der Frauen- und Geschlechterforschung. Mit 
der Junior-Professur, die die RUB einrichten wird, will die 
Ruhr-Universität ihr Profil in der Frauen- und 
Geschlechterforschung speziell im Bereich 
"Kultur-Kommunikation-Gesellschaft" schärfen. Die Professur 
wird zentral bereitgestellt und je nach Ausrichtung der 
Besetzungsperiode einer Fakultät zugeordnet. Damit will die 
RUB die Chance nutzen, jeweils flexibel hochaktuelle 
Forschungsfelder zu erschließen. Ein zweiter Schwerpunkt 
wird sein, Studienmodule zu erproben bis hin zur Entwicklung 
eines Master-Studiengangs in der Frauen- und 
Geschlechterforschung. Das mit der Junior-Professur 
verbundene Lehrdeputat wird diesem Master-Studiengang 
zugerechnet.

Anknüpfen an Bewährtes

Die Ruhr-Universität knüpft mit der Zielvereinbarung und den 
geplanten Maßnahmen an bisherige Aktivitäten an. Das 
Rektorat hat z. B. das Projekt "ProFiL" mit rund 135.000 
Mark gefördert: ProFiL hat die Fakultäten unterstützt, 
Frauenförderpläne zu erstellen und konkrete 
Personalentwicklungs-Maßnahmen durchzuführen. In der 
Wissenschaft hat die RUB bislang fünf Professuren 
eingerichtet, die sich der Frauen- und Geschlechterforschung 
widmen. Hinzu kommen weitere Schwerpunkte, u. a. durch die 
Marie-Jahoda-Gastprofessur, die Arbeitsstelle theologische 
Frauenforschung sowie studentische Aktivitäten wie die 
feministische Winteruniversität. Darüber hinaus kann die RUB 
auf weitreichende Erfahrungen zurückgreifen in der Beratung 
und Betreuung von Schülern, Studierenden und Absolventen, 
etwa durch die flächendeckenden Tutorien, durch 
Mentorenprogramme und das Programm "Uni-Kompass". Diese 
Aktivitäten sollen nun gezielt auf die Frauenförderung 
übertragen werden.

Kompletter Text und weitere Informationen

Der vollständige Text der "Zielvereinbarung zur Förderung 
der Chancengleichheit" findet sich auch im Internet unter 
http://www.uv.ruhr-uni-bochum.de/rektorat/zielvereinbarungen/ 
Weitere Informationen bei: Susanne Schult, Tel.: 
0234/32-24128, susanne.schult@uv.ruhr-uni-bochum.de

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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