[ vorherige ] [ nächste ] [ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]

(00380) 07.12.2001 15:08

Folgen des Terrors für die globale Rechtskultur


Bochum, 07.12.2001
Nr. 377

Folgen des Terrors für die globale Rechtskultur
Beängstigend: Folterforderung für Terroristen
RUBIN 2/01: Zweifel am Vorgehen der Staatengemeinschaft

Ist Gegengewalt tatsächlich das einzige und womöglich richtige Mittel im
Kampf gegen die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus? Oder
wird die globale Rechtskultur im Räderwerk der nationalen Politik und
der internationalen Diplomatie zermahlen? Diesen Fragen stellt sich
Prof. Dr. Horst Fischer (Institut für Friedenssicherungsrecht und
Humanitäres Völkerrecht der RUB) in der neuen Ausgabe des
Wissenschaftsmagazins RUBIN.

RUBIN im Internet

RUBIN mit Fotos zum Herunterladen finden Sie im Internet unter:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin

Unklare Rechtslage

Nach Monaten des Krieges in Afghanistan ist klar: Unschuldige sind
dadurch gestorben, den Terror gibt es immer noch – ob in Form von
Anthraxbriefen möglicher Trittbrettfahrer im eigenen Land oder von
Terroristenstatements auf den Satellitenkanälen. „Im 21. Jahrhundert
setzt die Internationale des Terrorismus dem Krieg eine neue Maske auf“,
stellt Prof. Fischer fest. Aber wie mit dem Terror umgehen? Die
Rechtslage ist an vielen Stellen unklar: Zwar dürfen Staaten laut einer
Resolution des UN-Sicherheitsrats vom 28. September 2001 Terroristen
weder unterstützen noch decken; was aber sind terroristische Akte genau?
Ist der Sicherheitsrat als Ermittler, Richter und Vollstrecker bei
grenzüberschreitenden Terrorakten nicht überfordert? Die
Biowaffenkonvention von 1972 verbietet zwar die Entwicklung von
biologischen Waffen, jedoch überwacht niemand die Vertragseinhaltung –
eine Verbesserung der Konvention ist längst überfällig.

Schonungsloser Offenbarungseid

Mit Sorge hört Prof. Fischer die Rufe nach der Zulassung der Folter von
Terroristen und muss sich fragen: Ist die Globale Rechtskultur das
heimliche Opfer des Terrors? Um dem Terror den Nährboden zu entziehen,
fordert er zuerst den schonungslosen Offenbarungseid der
Staatengemeinschaft: „Er ist der erste Schritt, um in der globalen
Ordnung des Völkerrechts Inseln der Kulturen zu vermeiden, die wir uns
angesichts des internationalen Terrorismus nicht leisten können.“

RUBIN 2/2001 erschienen

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 2/2001, wo Sie auch
folgende Themen finden: Magnetes Geheimnis; Partnerwahl mit
(r)evolutionärem Trick; Vom Fremdkörper zum biologisch aktiven
Implantat; „Kurz eingenickt“ – die Folgen für Mensch und Gesellschaft;
„Eigenlob stinkt, Herr Schröder“; Kunstsprache optimiert: Weil der Zweck
die Sprache formt; In der Rubrik „Forschung für den Transfer“: Keep it
simple: Kosmak und iLiros, in der Rubrik „Studieren und forschen“: Gold
und Silber scheibchenweise. RUBIN ist in der Pressestelle der RUB für 5
DM erhältlich.



--
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB



zurück zur Übersicht nach Zeit | alphabetisch