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(00377) 06.12.2001 12:58

RUBIN 2/2001: Eigene Forschungsprojekte für Erstsemester


Bochum, 06.12.2001
Nr. 374

Eigene Forschungsprojekte für Erstsemester
Weg von der grauen Theorie der Chemie
RUBIN 2/2001: Anleitung zum Selbermachen

Mit Herzblut waren die Chemie-Studienanfänger Anna Gutberlet 
und Daniel Käfer bei der Sache: Sie und ihre Kommilitonen 
hatten schon im ersten Semester ihr eigenes 
Forschungsprojekt. Ihr Thema "Silber und Gold in CD-R's" 
bekamen sie im Losverfahren. Binnen einer Woche bestimmten 
sie in Eigenregie den Aufbau und den Metallgehalt der CD-R's 
und entwickelten ein Verfahren, die wertvollen Metalle 
daraus zurückzugewinnen. Die Anleitung dazu geben sie im 
neuen RUBIN - nachmachen!

RUBIN im Internet

RUBIN mit Bildern zum Herunterladen finden Sie im Internet:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin

Eigener Versuch macht klug

Seit Generationen fängt das Chemiestudium mit dem 
"Ionen-Lotto" an, den Elementnachweisen. Dieses Arbeiten 
nach Kochrezept soll das Laborhandwerk und den Umgang mit 
gefährlichen Stoffen trainieren - allerdings ist es recht 
angestaubt und reißt nur die wenigsten Anfänger mit. Daher 
beschritten die RUB-Chemiker um Prof. Dr. Roland A. Fischer 
im Wintersemester 2000/2001 erstmals ganz neue Wege: 
Eigeninitiative stand im Mittelpunkt. Je zwei Studierende 
zogen einen geheimnisvollen Umschlag, der ihr erstes eigenes 
Forschungsprojekt enthielt, etwa "Metall in aller Munde" 
(Amalgamfüllungen), "Farben aus dem Baumarkt" oder eben bei 
Anna und Daniel "Silber und Gold in CD-R's". Eine Woche lang 
bearbeiteten sie ihr Thema per Internet- und 
Literaturrecherche und Laborexperimenten. Und das mit 
Erfolg: Der Versuch machte tatsächlich klug und förderte 
neben den Mengenangaben der enthaltenen Metalle auch ein 
Verfahren zu ihrer Rückgewinnung zutage. "Solche 
herausfordernden Projektaufgaben sollten grundsätzlich in 
Praktika enthalten sein", ziehen sie begeistert Bilanz, "und 
sie könnten auch schon in der Schule die Begeisterung für 
naturwissenschaftliche Fächer wecken."

Begeisterung wecken

Genau diese Idee verfolgt Prof. Fischer: "Der Pfiff an der 
Sache ist nicht, das Problem möglichst schnell mit modernen 
Methoden zu lösen", erläutert er. "Der Denkweg ist das Ziel 
- das macht Forschung aus." Erst eigenständige Arbeit mache 
die Wissenschaft lebendig und wecke Interesse. Dieser 
Philosophie folgt auch das neuartige Schülerlabor, das er 
mit anderen Professoren gemeinsam initiiert hat, und an 
dessen Aufbau die RUB gegenwärtig auf Hochtouren arbeitet. 
Lehrer, die das Erstsemester-Projekt in ihren 
Oberstufenkursen aufgreifen wollen, finden den "chemischen 
Waschzettel" mit Formeln und Literaturangaben in der 
aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins RUBIN.

RUBIN 2/2001 erschienen

In RUBIN 2/2001, finden Sie auch folgende Themen: Magnetes 
Geheimnis; Partnerwahl mit (r)evolutionärem Trick; Vom 
Fremdkörper zum biologisch aktiven Implantat; "Kurz 
eingenickt" - die Folgen für Mensch und Gesellschaft; 
"Eigenlob stinkt, Herr Schröder"; Kunstsprache optimiert: 
Weil der Zweck die Sprache formt; in der Rubrik "Forschung 
für den Transfer": Keep it simple: Kosmak und iLiros. RUBIN 
ist in der Pressestelle der RUB für 5 DM erhältlich.
Prof. Dr. Roland A. Fischer, Fakultät für Chemie der 
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24174, 
Fax: 0234/32-14174, Email: rfischer@aci.ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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