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(00323) 26.10.2001 14:05

Zwei neue DFG-Graduiertenkollegs an der RUB


Bochum, 26.10.2001
Nr. 321

Zwei neue DFG-Graduiertenkollegs an der RUB
International: Erforschung von Regelkreisen in Zellsystemen
Astronomen beobachten Galaxiengruppen

Zwei der 25 neu eingerichteten Graduiertenkollegs der 
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sollen Anfang 2002 an 
der RUB starten: Eines der sieben neuen europäischen 
Kollegs, "Regulatory circiuts in cellular systems: 
fundamentals and biotechnological applications" (Sprecher: 
Prof. Dr. Matthias Rögner) wird an der Fakultät für Biologie 
der RUB und an der Fakultät für Chemie der Rijksuniversiteit 
Groningen (RUG, Niederlande) angesiedelt sein. Hier ist 
allerdings noch die Bewilligung durch die holländische 
Partnerorganisation NWO (Nederlandse Organisatie voor 
Wetenschappelijk Onderzoek) erforderlich, die für Ende 
November erwartet wird. Das zweite, "Galaxiengruppen als 
Laboratorien für baryonische und dunkle Materie" (Sprecher: 
Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar) startet an der Fakultät für 
Physik und Astronomie der RUB, in Zusammenarbeit mit den 
Astronomischen Instituten der Universität Bonn.

Lücke zwischen Grundlagen und Anwendung schließen

Ziel des europäischen Graduiertenkollegs - eines von nur 
zweien in NRW - ist es, die Lücke zwischen dem Verständnis 
grundlegender biologischer Prinzipien und ihrer Anwendung in 
biotechnologischen Prozessen zu schließen. Es wird zum einen 
die Rahmenbedingungen schaffen, in denen junge 
Wissenschaftler die grundlegenden Regelkreise erforschen 
können, die die Zellfunktion von Organismen bestimmen. Im 
Mittelpunkt sollen dabei jene Organismen stehen, die für die 
Biotechnologie von Interesse sind, z. B. höhere und niedere 
Pflanzen sowie Bakterien. Die Studierenden werden mindestens 
sechs Monate ihres dreijährigen Forschungsprojekts an der 
jeweiligen ausländischen Hochschule verbringen. Zweimal 
jährlich werden sich alle beteiligten Forscher treffen, um 
Ergebnisse zu dokumentieren und das weitere Vorgehen zu 
planen. Einzelne Arbeitsgruppen der beiden Universitäten in 
Bochum und Groningen arbeiten bereits seit einigen Jahren 
zusammen.

Physikalische Prozesse im Universum

Das Graduiertenkolleg der Astrophysiker befasst sich mit 
Details der physikalischen Prozesse, die dazu führen, dass 
sich die Materie im expandierenden Universum seit dem 
Urknall immer mehr zusammenklumpt. Trotz großer technischer 
und theoretischer Fortschritte können Forscher solche 
Abläufe noch immer nicht vollständig erklären. Neben einer 
Erklärung für die Bildung der vielfältigen Erscheinungsform 
der Galaxien interessiert die Wissenschaftler besonders die 
Natur der so genannten dunklen Materie. Eine besondere Rolle 
bei der Konzentrierung von Materie im Weltall spielen dabei 
Galaxiengruppen. Viele physikalische Prozesse lassen sich an 
ihnen besonders gut beobachten. Galaxiengruppen befinden 
sich häufig am Rand von Galaxienhaufen, in die sie 
irgendwann selbst einstürzen. Auch unsere Milchstraße ist 
Mitglied einer solchen Gruppe. Das Graduiertenkolleg will 
der Vielfalt an physikalischen Prozessen mit einem 
methodenübergreifenden Ansatz begegnen, den die 
Zusammenarbeit der Universitäten Bochum und Bonn ermöglicht.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Matthias Rögner, Fakultät für Biologie der 
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23634, 
Fax: 0234/32-14322, Email: 
matthias.roegner@ruhr-uni-bochum.de, Internet: 
http://www.bpf.ruhr-uni-bochum.de/eindex.htm
Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Fakultät für Physik und 
Astronomie der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 
0234/32-23454, Fax: 0234/32-14169, Email: 
dettmar@astro.ruhr-uni-bochum.de, Internet: 
http://www.astro.ruhr-uni-bochum.de

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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