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(00262) 10.09.2001 11:59

Vom Kunstherz bis zum OP-Roboter - AUTOMED-Workshop


Bochum, 10.09.2001
Nr. 260

Vom Kunstherz bis zum OP-Roboter
Biologische und technische Teilsysteme kooperieren
AUTOMED-Workshop: Automatisierung für die Medizin

Um die Wiederherstellung und Unterstützung von
Organfunktionen, die Neuroprothetik und die Rehabilitation
sowie die Robotik in der Medizin dreht sich alles beim 3.
Workshop „Automatisierungstechnische Methoden und Systeme
für die Medizin“ (17./18. September, Hörsaal HMA 30). Rund
70 Ingenieure und Ärzte präsentieren und diskutieren ihre
Ansätze, die auf selbstoptimierende Systeme zielen – z. B.
selbsteinstellende Herzschrittmacher und Operationsroboter,
die mit dem Chirurgen ein abgestimmtes Gesamtsystem bilden.
Sie beziehen das Verhalten der Körpersysteme von vornherein
in die Planung der Unterstützungssysteme ein. Veranstalter
des Workshops ist der Fachausschuss AUTOMED (Sprecher: Prof.
Dr.-Ing. Jürgen Werner, Medizinische Fakultät der RUB).

Organfunktion unterstützen

Schwerpunkte des Workshops liegen auf verschiedenen
Anwendungsgebieten neuer mess- und regelungstechnischer
Ansätze in der Medizin. So geht es z. B. um die
Wiederherstellung und Unterstützung von Organfunktionen, vor
allem von Herz, Niere und Lunge. Ein anderer
Anwendungsbereich ist die Neuroprothetik und Rehabilitation
insbesondere für querschnittgelähmte Patienten. Die Robotik
in der Medizin, z. B. im Operationssaal, ist ein Thema der
Veranstaltung.

Herausforderung biologische und medizinische Systeme

Nach den Herausforderungen, die bisher vor allem aus der
Produktionstechnik und der Verfahrenstechnik an die
Automatisierungstechnik gerichtet waren, sind es nun in
stärkerem Maße biologische und medizinische Systeme. Sie
müssen mit system- und automatisierungstechnischen Methoden
analysiert, unterstützt oder wiederhergestellt werden.
System- und Regelungstechniker gehen diese Aufgaben an,
indem sie das Systemverhalten der vorgegebenen Systeme, in
diesem Fall der Körpersysteme wie Herz, Kreislauf,
Nierensystem usw., in den Entwurf der technischen
Komponenten (Herzschrittmacher, Herzunterstützungssysteme,
Dialysatoren usw.) von vornherein mit einbeziehen. So
erreichen sie im Gesamtsystem eine optimale Kooperation der
biologischen und der technischen Teilsysteme.

Ziel: Selbstoptimierende Technik

Das Akronym AUTOMED steht für die Zielsetzung, weitgehend
autonome selbstoptimierende Systeme für die Medizin zu
entwickeln. Das künstliche Herz, der selbsteinstellende
Herzschrittmacher und die Neuroprothese für
Querschnittgelähmte, aber auch der Operations-Roboter, der
mit dem Chirurgen ein abgestimmtes Gesamtsystem bildet, sind
herausragende Beispiele dieser Zielsetzung. Der bundesweit
agierende Fachausschuss AUTOMED wird gemeinsam von der VDI /
VDE Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik und der
Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
getragen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Werner, Lehrstuhl für Biomedizinische
Technik, Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum,
44780 Bochum, Tel. 0234/32-25442, Fax: 0234/32-14117, Email:
werner@biomed.ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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