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(00192) 06.07.2001 13:06

RUB im neuen Forschungsverbund: Chronische Schmerzen


Bochum, 06.07.2001
Nr. 193

Studie: Chronische Kopf- und Rückenschmerzen
Ursachen und Behandlung von Nervenschmerzen
RUB im neuen Forschungsverbund

Ein großer Batzen der BMBF-Förderung des neuen Forschungsverbundes
„Chronischer Schmerz“ geht an Forscher der Universitätsklinik der
Ruhr-Universität Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil.
Gefördert werden Forschungsprojekte über Kopf- und Rückenschmerzen.
Erstmalig und mit der größten Summe (5,2 Mio. DM) wird jedoch auch die
Ursachen- und Behandlungsforschung bei Nervenschmerzen, den sogenannten
neuropathischen Schmerzen, unterstützt. Edelgard Bulmahn, Ministerin für
Bildung und Forschung (BMBF) hat den Verbund kürzlich in Berlin
vorgestellt.

Bilder im Netz

Zu dieser Presseinformation finden Sie Bilder zum Herunterladen im Netz:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2001/

Verletzte Nerven verursachen Schmerzen

Schmerzforscher sprechen von neuropathischen Schmerzen, wenn
Erkrankungen oder Verletzungen von Nerven sie verursachen. Neben
Amputation (Phantomschmerz), Schlaganfall und Rückenmarksverletzung
zählen dazu am häufigsten Verletzungen von Nerven an Armen und Beinen.
Aber auch Entzündungen wie die Gürtelrose können zu lebenslangen,
quälenden Beschwerden führen.

Viele Betroffene, wenig Erkenntnisse

Obgleich die Zahl der betroffenen Patienten sehr hoch ist, gibt es bis
heute keine einheitlichen Untersuchungsmethoden und daher auch kaum
gemeinsame Therapievorstellungen. Die vom BMBF geplanten Projekte
basieren deshalb vor allem auf einer Idee: In allen wichtigen deutschen
Spezialeinrichtungen, insgesamt 23 Zentren, sollen Patienten mit
Nervenschmerzen mit den gleichen Testinstrumenten untersucht werden und
anschließend an den gleichen Untersuchungen zur Wirksamkeit neuartiger
und herkömmlicher Medikamente teilnehmen. Die Bochumer Forschergruppe
(Leitung Prof. Dr. Christoph Maier) wird dieses Zentralprojekt innerhalb
des Forschungsverbundes leiten und die Arbeit aller Zentren
koordinieren.

Schmerzen hemmen die Gesundung

Grünes Licht gaben die internationalen Gutachter auch für ein weiteres
Projekt einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Bochumer Neurologen,
Anästhesisten, Radiologen und Chirurgen. Sie wird prüfen, inwieweit sich
nach Nervenverletzungen über den Schaden am betroffenen Körperteil
hinaus die Netzwerkfunktion des Gehirns ungünstig verändert. Nach einer
Verletzung muss das Gehirn sich umstellen, damit der Mensch ungestört
weiterleben kann. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Anpassung des
Gehirns bei Patienten mit schweren dauerhaften Schmerzen weniger gut
funktioniert. Moderne bildverarbeitende Untersuchungstechniken und
Spezialuntersuchungen der elektrischen Ströme im Gehirn sind die
Grundlage des Bochumer Projektes. Sie sollen zeigen, worin sich
Patienten mit Nervenschäden und Schmerzen von denen unterscheiden, die
den gleichen Unfall ohne Schmerzen überstanden haben. Die Leitung dieser
Gruppe hat PD Dr. Martin Tegenthoff, dessen Arbeitsgruppe seit Jahren
erfolgreich die Veränderungen des Gehirns nach Verletzungen und bei
Nervenschmerzen untersucht hat. Auch neuartige Therapieansätze wie
Nerven- und Gehirnstimulation z.B. über Magnetimpulse werden zusammen
mit den anästhesiologischen Arbeitsgruppen um Prof. Zenz und Prof. Maier
entwickelt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christoph Maier, Leitender Arzt der Abteilung für
Schmerztherapie, Bergmannsheil Bochum, Bürkle-de-la-Camp Platz 1, 44789
Bochum, Tel. 0234/302-6366, Fax: 0234/302-6367, Email:
christoph.maier@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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