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(00182) 28.06.2001 13:38

LearNet: Lernen und experimentieren im Internet


Bochum, 28.06.2001
Nr. 183


Mit „LearNet“ ins virtuelle Labor
Studierende forschen via Internet
Zugriff auf einzigartige Laborexperimente


Das Lernen ist nicht mehr das, was es früher einmal war:
Längst haben die Neuen Medien angefangen, das
Schulbankdrücken zu ersetzen. Auf diese neuen Verhältnisse
müssen sich auch die Hochschulen einrichten, und dabei soll
LearNet („Lernen und Experimentieren an realen technischen
Anlagen im Netz“) helfen. Aus dem vom BMBF geförderten
dreijährigen Projekt, an dem unter Federführung von Prof.
Dr.-Ing. Christian Schmid (Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik der RUB) acht deutsche Hochschulen
beteiligt sind, sollen neben einem Konzept für eine
sinnvolle mediendidaktische Stoffaufbereitung auch
innovative Software-Produkte für vernetztes Lernen
hervorgehen.

Einmalige Experimente bundesweit steuren

Acht Hochschulinstitute aus verschiedenen Bundesländern
(neben der RUB die TU München, die TU Dresden, die Fernuni
Hagen, die Uni Siegen, die TU Cottbus, die FH und die PH
Weingarten) haben sich zu dem Projekt zusammengeschlossen.
Sie realisieren in ihren Labors je ein innovatives
Experiment aus den Bereichen Regelungs- und
Steuerungstechnik, Automatisierungstechnik und Mechatronik.
Jedes Experiment erhält einen Internetzugang, so dass es
sich von jedem Standard-PC, unabhängig von Ort und Zeit
steuern lässt. Per Video- und Audiorückkopplung können
Studierende den Ablauf dann von ihrem Bildschirm aus
beobachten und beeinflussen. Neue Mittel der virtuellen
Realität – neben räumlichen und akustischen 3D-Modellen etwa
haptische oder sogar olfaktorische Erweiterungen – sollen in
Zukunft die Nähe zum Versuch noch verbessern.

Welches Bild entsteht im Kopf?

Besonderes Gewicht liegt bei LearNet auf der didaktischen
Aufbereitung und Evaluation. Bisher noch kaum erforschte
Fragen der virtuellen Arbeit sind etwa: „Wie viel sinnliche
Wahrnehmung braucht jemand für die Durchführung eines
Experiments über Internet? Welches Abbild des technischen
Systems hat er im Kopf, und wie erzeugt man das?“ Pädagogen
und Psychologen werden sich diesen Aspekten widmen. Die
virtuellen Experimente sollen nicht nur zur Bereicherung von
Präsenzveranstaltungen dienen, sie sollen auch für
Fernstudien oder die Weiterbildung von Ingenieuren und
Ingenieurinnen eingesetzt werden können. Die Teilnehmer
sollen sich so schon früh an die Anwendung moderner Medien
im Beruf gewöhnen.

Spielerische Werbung für Ingenieurstudien

Als Zielgruppe kommen neben Studierenden auch Schülergruppen
in Frage: Bei Projektgruppen können sie schon auf niedrigem
Niveau Technik ausprobieren und sich so dafür begeistern
lernen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Christian Schmid, Lehrstuhl für
Automatisierungstechnik und Prozessinformatik, Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität
Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24093, Fax:
0234/32-04093, Email: cs@esr.ruhr-uni-bochum.de, Web:
http://www.esr.ruhr-uni-bochum.de/LearNet


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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