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(00065) 13.03.2001 14:17

Fusions-Potenzial-Analyse hilft Unternehmen


Bochum, 13.03.2001
Nr. 66


Unternehmen aufgepasst
Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...
Fusions–Potenzial–Analyse hilft


Welche angehenden Brautleute stellen sich nicht die Frage:
Habe ich die richtige Wahl getroffen? Dass sich nicht nur
Heiratslustige damit auseinander setzen müssen, sondern auch
Unternehmen, die eine Fusion anstreben, untersucht
Dipl.-Psych. Sabine Schlaeger (Institut für
Arbeitswissenschaft an der RUB). Für ihre
Fusions-Potenzial-Analyse (FPA) sucht sie Unternehmen aller
Branchen, die ein Profil ihrer Unternehmenskultur erhalten
möchten. Schlaeger beschäftigt sich mit den psychologischen
Faktoren, die dazu beitragen, dass ein Zusammenschluss
gelingt oder scheitert.

Fusion findet zwischen Menschen statt

Nur wirtschaftliche Kennzahlen bei der Fusion zu beachten,
ist kein Garant für ihr Gelingen.
Hierbei spielen auch psychologische Faktoren eine zentrale
Rolle, die Sabine Schlaeger für ihre Dissertation
„Fusions-Potenzial-Analyse: Entwicklung eines
Messinstrumentes zur psychologischen Pre-Merger Analyse“
untersucht (Betreuung: Prof. Dr. Heinrich Wottawa, Fakultät
für Psychologie, Prof. Dr. Herbert Schnauber und Dr. Joachim
Zülch, Institut für Arbeitswissenschaft). Fusion findet
zwischen den Menschen in den Unternehmen statt. Dies zeigt
sich z. B. am Zusammenschluss von Glaxo Wellcome und
SmithKline Beecham: Beide Chefs hatten eine tiefe Antipathie
gegen einander und so kam eine Verbindung der beiden
Hersteller für Arzneimittel erst nach deren Pensionierung
zustande.

Das FPA-Messinstrument

Ziel der Untersuchung ist, ein Instrument zu entwickeln, das
als Ergänzung zu wirtschaftlichen Analysen die
Fusions-Fähigkeit zweier oder mehrerer Unternehmen misst.
Das Messinstrument besteht aus drei Teilen. Ein
Persönlichkeits-Fragebogen erhebt die Kooperationsfähigkeit
von Führungskräften und befragt sie u. a. zu ihrer
Vertrauensbereitschaft, Konfliktfähigkeit und
Kommunikationskompetenz. Die anderen beiden Teile ermitteln
die Unternehmenskultur: ein Fragebogen, der an eine
Stichprobe von Mitarbeitern eines Unternehmens verteilt
wird, sowie eine Checkliste, die ein Experte aus dem
Unternehmen, am besten aus dem Personalwesen, ausfüllt.
Inhalte dieser beiden Module sind Normen, Werte und
traditionelle Verhaltensweisen eines Unternehmens.

Mit FPA hohe Kosten sparen

Wenn Unternehmen die Analyse vor (oder notfalls während)
einer Fusion durchführen, können sie feststellen, ob sie
auch in nicht-wirtschaftlicher Hinsicht zueinander passen
oder inwiefern sie sich noch anpassen müssen. Damit erhalten
sie ein Profil, anhand dessen sie Stärken und Schwachstellen
ihrer Fusionsfähigkeit erkennen können. Hohe Kosten, die bei
gescheiterten oder problembelasteten Fusionen entstehen,
lassen sich  so verhindern.

Unternehmen gesucht

Sabine Schlaeger sucht Unternehmen aller Branchen und
Größen, die gern ein Profil ihrer Unternehmenskultur
erhalten möchten. Diese Unternehmen müssen nicht
fusionieren. Der Aufwand beträgt je Fragebogen eine halbe
Stunde. Für die anschließende Befragung sind Unternehmen
relevant, die erfolgreich fusionierten oder zwischen denen
die Fusion nicht erfolgreich verlief.

Weitere Informationen
Dipl.-Psych. Sabine Schlaeger, Ruhr-Universität Bochum,
Institut für Arbeitswissenschaft, Tel. 0234/3227720, E-Mail:
sabine.schlaeger@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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