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(00049) 20.02.2001 15:54

Kommentar zum Spruch des Expertenrats


Bochum, 20.02.2001
Nr. 50

Lehrerbildungszentrum adieu
Nach dem Spruch des Expertenrats
Rektorat kommentiert Empfehlungen


Die Karten liegen auf dem Tisch. Der Vorsitzende des
Expertenrats, Prof. Dr. Uwe Erichsen, hat heute in
Düsseldorf dem Ministerpräsidenten des Landes NRW, Wolfgang
Clement, seine Empfehlungen zur künftigen Entwicklung der
Hochschulen in NRW übergeben. Darin bescheinigt der
Expertenrat der RUB eine führende Rolle bei
Studienreformprojekten und bei der Einführung gestufter
Studiengänge. Das Konzept der Volluniversität erscheint dem
Expertenrat am Standort Bochum plausibel und sollte
ungeachtet notwendiger Konzentrationsmaßnahmen aufrecht
erhalten werden. Ein Stellenabbau infolge von
Synergieeffekten soll dabei vermieden werden. Einen
Schwerpunkt der Empfehlungen bildet die Kooperation zwischen
den Universitäten Bochum und Dortmund, insbesondere
hinsichtlich der Konzentration der Lehrerbildung und der
ingenieurwis-
senschaftlichen Fächer. Desweiteren wird mit dem Ministerium
u. a. zu diskutieren sein, ob Bochum zukünftig seine
Theologischen Fakultäten, das Fach Publizistik, und die
kleinen Fächer Allgemeine und Vergleichende
Sprachwissenschaften, Byzantinistik und Skandinavistik
behalten wird.
Lehrerbildung: Experimentierklausel statt Schließung

Expertenrat: Alternativ zur völligen Einstellung der
Lehrerbildung in Bochum wird eine Kooperation mit der
Universität Dortmund empfohlen. Die RUB sollte kein
separates Lehrerbildungszentrum aufbauen, sie sei aber
prädestiniert für die Entwicklung fachwissenschaftlicher
Bachelor-Studiengänge. RUB: Der Rektor begrüßt zwar
grundsätzlich die empfohlene Kooperation mit Dortmund, im
fachwissenschaftlichen Bereich reklamiert er jedoch entgegen
der Empfehlungen die eigenständige und selbstverantwortete
Lehrerbildung für die RUB. Ein neues Reformprojekt „Gestufte
Lehramtsstudiengänge“ an der RUB, das das Rektorat vor
einigen Tagen dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und
Forschung (MSWF) vorgelegt hat, bietet die Chance, den
Vorsprung der RUB auf dem Gebiet der gestuften Studiengänge
zu nutzen. Im Übrigen setzt die RUB auch hier auf die
Experimentierklausel und nicht auf Schließung.

Kooperation wird vertieft

Expertenrat: In den Ingenieurwissenschaften sollte eine
gegenseitige Profilierung mit komplementären Schwerpunkten
weiter gefördert werden. Im Maschinenbau wird ein gemeinsam
abgestimmtes Grundstudium und ein komplementäres
Hauptstudium empfohlen. RUB: Zwischen den
Ingenieurwissenschaftlichen Fächern in Bochum und Dortmund
besteht seit langem eine gute Kooperation. Ein enger Verbund
bietet hier besondere Vorteile hinsichtlich einer
komplementären Schwer-
punktbildung, da unterschiedliche Angebote in Bochum und
Dortmund für die Studierenden verfügbar werden. Die RUB wird
insbesondere den Vorschlag des Expertenrates zum
Kooperationsmodell Maschinenbau konstruktiv prüfen.

RUB steht zu Theologien

Expertenrat: In einem mit den Kirchen auszuhandelnden
landesweiten Konzentrationskonzept wird eine Schließung
beider Theologischen Fakultäten erwogen und damit auch die
Einstellung der Magisterstudiengänge Griechisch und Latein
in Bochum. RUB: Für die Universität steht die Existenz der
beiden Theologischen Fakultäten nicht zur Disposition. Auch
darüber wird mit dem MSWF auf der Grundlage der Empfehlungen
des Expertenrates im März zu diskutieren sein.



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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