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(00048) 16.02.2001 12:58

RUB plant grundlegende Reform der Lehrerbildung


Bochum, 16.02.2001
Nr. 49

„Nägel mit Köpfen“ in der Lehrerbildung
Gestufte Studiengänge für Lehrämtler
RUB plant Pilotprojekt - Experimentierklausel angefragt


Mehr Kompatibilität zwischen dem Berufsziel Lehramt und
anderen Berufszielen gestufter Studiengänge soll ein
Reformvorhaben der RUB erzielen. Nachdem zahlreiche Fächer
die Umwandlung zum gestuften Bachelor- und
Master-Studiengang schon erfolgreich hinter sich haben, soll
nun auch die Lehramtsausbildung folgen. Lehramtskandidaten
sollen nach sechs Semestern einen ersten Abschluss in zwei
Fächern und einem Optionalbereich erwerben und sich erst
dann weiter spezialisieren. Das ebnet nicht nur
Quereinsteigern den Weg, sondern ermöglicht auch die
Doppelqualifikation. Ein entsprechendes Konzept hat das
Rektorat der Ruhr-Universität nun dem Ministerium für
Schule, Wissenschaft und Forschung (MSWF) NRW vorgelegt und
eine Experimentierklausel angefragt.

Alle Möglichkeiten offen

Die größere Durchlässigkeit zwischen gestuften Bachelor- und
Master-Studiengängen und der Lehramtsausbildung bedeutet für
Studierende eine große Flexibilität: Bis zum ersten
Abschluss können sie sich mehrere Optionen offen halten, da
sie sich erst mit dem Bachelor nach sechs Semestern für
einen Abschluss entscheiden müssen. Außerdem können sie so
ohne großen Mehraufwand zwei Abschlüsse erwerben. Die
Einführung von Credit Points zur Bewertung von
Studienleistungen garantiert die europaweite
Vergleichbarkeit von Noten. Die geplante Modularisierung von
Studienangeboten eröffnet außerdem vielfältige Möglichkeiten
für die dringend notwendige Fort- und Weiterbildung der
Lehrer an Schulen.

Zwei Abschlüsse im Y-Modell

Das Konzept des Pilotprojekts sieht zwei Studienphasen vor:
In der Bachelor-Phase sollen die Studierenden zwei
schulrelevante Fächer und einen Optionalbereich mit
berufsqualifizierenden Angeboten belegen. Nach dem ersten
Abschluss im sechsten Semester folgt die Entscheidung für
die lehramts- oder nicht lehramtsbezogene Variante des
Master-Studiums. Lehramtskandidaten besuchen in dieser Phase
fachdidaktische Studien ihrer beiden Fächer, pädagogische
und schulpraktische Angebote. Inhalte, Studienvolumen und
Prüfungsanforderungen werden weiterhin bundeseinheitlichen
Standards genügen, so dass die bundesweite Vergleichbarkeit
und Anerkennung des Studiums gewährleistet bleibt.

RUB bietet beste Voraussetzungen

Mit der Einführung gestufter Studiengänge hat die RUB als
Vorreiterin auf diesem Gebiet bereits umfangreiche
Erfahrung. Viele lehramtsrelevante Fächer haben die
Umwandlung bereits vollzogen, so dass sie schon jetzt ein
Bachelor-Konzept anbieten, das von zwei Hauptfächern und
einem Optionalbereich bestimmt ist. Die Grundsteine der
Ausbildung für das Kombilehramt für die Sekundarstufen I und
II, das weiterhin Lehrer mit zwei Unterrichtsfächern
vorsieht, sind also bereits gelegt. Für die organisatorische
Absicherung eines neuen Konzepts der Lehrerausbildung und
dessen wissenschaftliche Begleitung steht das Zentrum für
Lehrerbildung der RUB zur Verfügung.

Weitere Informationen

Dr. Luzia Vorspel, Zentrum für Lehrerbildung der
Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-11942, Fax:
0234/32-14-647, Email: luzia.vorspel@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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