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(00346) 04.12.2000 15:22

RUBIN 2/00: Sozialwissenschaften und IT-Sicherheit


Bochum, 04.12.2000
Nr. 342

(Un-)Sicherheit und Vertrauen im Cyberspace
Die Verletzlichkeit der Netzwerke ist die der Gesellschaft
RUBIN 2/00: Sozialwissenschaften und IT-Sicherheit


Fragen der Netzwerksicherheit werden die Zukunft der
modernen Gesellschaft mehr beeinflussen, als so manche
Entscheidung von Kabinetten und Parlamenten. Da sich
informationstechnische Neuerungen auf die Kommunikation
einer Gesellschaft auswirken, betreffen sie die Gesellschaft
selbst. Den Konflikten um die Netzwerksicherheit widmen sich
daher RUB-Sozialwissenschaftler (PD Dr. Olaf Winkel,
EURUBITS, Europäisches Institut für IT-Sicherheit,
Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit). Sie stellen fest,
dass diese Konflikte häufig quer zu den überkommenen
gesellschaftlichen Konfrontationslinien liegen und die
Gesellschaft mit ihren tradierten Formen der
Problembewältigung in vielerlei Hinsicht überfordern. Dieser
Beitrag ist soeben erschienen in RUBIN -
Wissenschaftsmagazin der RUB.

Die Kehrseite der Medaille ...

Eine Menge Gutes hat die Informationstechnologie gebracht:
Geschäfte von Ferne zu erledigen, schnell und einfach zu
kommunizieren. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich darin,
dass immer neue Hackerangriffe Techniker und Ingenieure auf
Trab halten: Neue Unsicherheiten erfordern stetig neue
Sicherheitskonzepte. Damit jeder nur das lesen kann, was für
ihn bestimmt ist, Informationen aber trotzdem eindeutig
zuzuordnen sind, entwickeln sie sog. Firewalls,
Zugangskontrollen, Verschüsselungssysteme und digitale
Signaturen. Aber mit technischen Finessen allein ist es
nicht getan: Das leistungsfähige Verschlüsselungssystem
„Pretty Good Privacy“, das seit Jahren kostenlos im Internet
angeboten wird, wird z. B. kaum genutzt. Um die Sicherheit
nachhaltig zu erhöhen, braucht es Maßnahmen zur
Sensibilisierung, Aufklärung und Schulung der Anwender in
IT-Sicherheitsfragen.

... ist das Sicherheitsrisiko

Die Sozialwissenschaftler, die das Phänomen der
IT-Sicherheit erforschen, setzen den Anfangspunkt für die
Förderung der Sicherheit in den Bereich der sozialen
Organisation. Eine rationale Gestaltung von
Sicherheitsprozessen ist nur durch ein effektives
Sicherheitsmanagement zu erreichen, das in einer tragfähigen
Sicherheitskultur wurzelt. Die Schulung der Anwender müsste
eine Förderung der Problemwahrnehmung und –kommunikation
ebenso beinhalten wie eine Schulung in der Organisation der
Problembearbeitung und dem rationalen Umgang mit dem
verbleibenden Restrisiko. Außerdem hinterfragen die Forscher
die Interessenkonflikte zwischen einzelnen Teilnehmern in
Netzwerken: Wo die einen durch eine Verschlüsselung vor dem
„Aushorchen“ geschützt sein wollen, z. B. vor der Erstellung
von Kundenprofilen, brauchen die anderen genaue Daten zu
Abrechnungszwecken.

RUBIN 2/00 erschienen

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 2/00, wo Sie
außerdem folgende Themen finden: Wenn der Whisky ins Glas
rieselt – na dann prost!; Sich selbst vis-à-vis – was
Elstern wahrnehmen; Geographie des Protestantismus: Zahlen
versus Mythen; Den alten Hüttenleuten auf die Finger
geschaut; Antibiotikaresistenz: „Fünf vor zwölf“ für neue
Strategien. RUBIN ist bei der Pressestelle (UV 3/368) für 5
DM erhältlich und steht im Internet:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rubin.htm.

Weitere Informationen

PD Dr. Olaf Winkel, Europäisches Institut für IT-Sicherheit
(EURUBITS), Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit,
Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28034, Fax:
0234/32-14-684, http://www.eurubits.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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