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(00306) 30.10.2000 15:04

Feierliche Vertragsunterzeichnung für FFW-Stiftungsprofessur


Bochum, 30.10.2000
Nr. 304

Stiftungsprofessur für Film- und Fernsehwissenschaftler
Feierliche Vertragsunterzeichnung am 2. November
Krupp-Stiftung machte das schönste Geburtstagsgeschenk


Zum zehnjährigen Geburtstag im letzten Jahr erhielt das
Institut für Film- und Fernsehwissenschaft (FFW) der RUB
(Fakultät für Philologie) das schönste Geschenk von der
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung: die
Stiftungsprofessur „Visuelle Kultur“ für rund 1,8 Millionen
DM. Am Donnerstag, 2. November 2000, findet in Essen, Hügel
15, um 10.00 Uhr die feierliche Unterzeichnung des Vertrages
statt zwischen Ministerin Gabriele Behler (Ministerium für
Schule, Wissenschaft und Forschung, MSWF), Prof. Dr. h.c.
mult. Berthold Beitz (Vorsitzender des Kuratoriums der
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung), dem Rektor
der RUB, Prof. Dr. Dietmar Petzina. Anwesend sind zudem
Prof. Dr. Manfred Beyer (Dekan der Fakultät für Philologie),
der Geschäftsführende Direktor des Instituts für FFW, Prof.
Dr. Wolfgang Beilenhoff, sowie der Kanzler der RUB, Gerhard
Möller. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Fünfjährige Förderung

Die Stiftungsprofessur (Besoldungsgruppe C 4) trägt die
Widmung „Visuelle Kultur. Wissensvermittlung durch
Bildmedien unter besonderer Berücksichtigung des
Industriefilms“, die Krupp-Stiftung finanziert die
Einrichtung des Lehrstuhls mit Personal- und Sachmitteln für
insgesamt fünf Jahre. Im Mittelpunkt des neuen Arbeitsfelds
sollen sowohl theoretische als auch praxisorientierte Fragen
rund um den Industriefilm stehen. Die Professur wird als
Planstelle nach Ablauf der Förderzeit am Institut
fortbestehen.

Wie Bilder schlau machen

Die abendländische Kultur ist eine Kultur des Sehens, und im
Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich die Bildtechnologien
vervielfältigt, so dass nicht nur die Kunst und
Unterhaltung, sondern immer mehr auch die Vermittlung von
Wissen über Bilder funktioniert. Aufgabe des neuen
Lehrstuhls wird sein, die verschiedenen Formen der
Visualisierung von Wissen zu erforschen. Die theoretische
Betrachtung des Bildes als Wissensträger, eingebunden in die
Bild- und Medientheorie, ist dabei genauso wichtig wie die
konkrete Untersuchung von Bildtypen, die bisher von der
Wissenschaft noch nicht berücksichtigt worden sind, etwa der
Industriefilm. Fragen nach seiner historischen Bedeutung als
Speicher von Industriegeschichte, nach seiner Beteiligung an
regionaler Identitätsbildung und Vergleiche mit anderen
nicht-fiktionalen Filmgattungen werden die Forscher und
Studierenden zukünftig beschäftigen.

Archive durchforsten und Fächergrenzen überschreiten

Im Rahmen der Alfried Krupp-Stiftungsprofessur ist auch
vorgesehen, dass die Film- und Fernsehwissenschaftler
Archivbestände der Region wissenschaftlich erschließen und
so auch Studierende die Möglichkeit erhalten, sich mit der
Archivarbeit vertraut zu machen. Durch diese geplante
Praxisnähe erweitern sich für sie potenzielle Berufsfelder.
Die Einbindung des neuen Arbeitsfelds in den
Forschungsbereich „Visuelle Kultur“ soll
filmwissenschaftliche Fragestellungen ergänzen und
perspektivieren helfen: Die Professur ist interdisziplinär
angelegt und verbindet Medien- mit Kultur- und
Geisteswissenschaft. Damit auch die Öffentlichkeit von den
Erkenntnissen der FFWler profitiert, planen die
Verantwortlichen Publikationen, Ausstellungen und
Konferenzen in Zusammenarbeit mit außeruniversitären
Institutionen wie z. B. dem Filmmuseum Düsseldorf. Außerdem
sollen die Forschungsergebnisse im Internet jedem zugänglich
sein.

Idealer Standort: Industriegeprägtes Ruhrgebiet

Durch seinen Standort mitten im Ruhrgebiet bietet sich das
Institut FFW - das einzige seiner Art in NRW - für Projekte
rund um den Industriefilm besonders an: Die regionale
Aufmerksamkeit und Wirksamkeit ist ihnen in der früheren
Heimat der Schwerindustrie gewiss, und es gibt zahlreiche
Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern,
z. B. dem Institut für  Deutschlandforschung der RUB, dem
Institut für soziale Bewegungen mit seinem Haus der
Geschichte im Ruhrgebiet in Bochum und mit der Kinemathek im
Ruhrgebiet in Duisburg.

Entlastung im NC-Studiengang FFW

Der Studiengang FFW sieht sich seit Jahren einer hohen und
nach wie vor steigenden Nachfrage gegenüber. Trotz Numerus
Clausus lag der Auslastungsgrad zuletzt bei ca. 140 Prozent,
auch bei der letzten Einschreibung zum Wintersemester
gehörte FFW wiederum zu den Studiengängen, die eine enorme
Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr aufweisen konnten.
Die C 4-Stiftungsprofessur wird hier für Entlastung sorgen,
sie ergänzt das vorhandene Potenzial des Instituts auf
nunmehr vier Lehrstühle.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wolfgang Beilenhoff, Fakultät für Philologie,
Institut für Film- und Fernsehwissenschaft, 44780 Bochum,
Tel. 0234/32-25070, Fax: 0234/32-14268, eMail:
wolfgang.beilenhoff@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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