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(00245) 08.09.2000 14:43

Bleiben und Schreiben - im Schreibzentrum der RUB


Bochum, 08.09.2000
Nr. 242

Bleiben und Schreiben
Leuchtturmprojekt seit 1. September feste Institution der
RUB
"Schreibzentrum" mit großem Anklang und Erfolg


Beim Versuch, die hohe Kunst des wissenschaftlichen
Schreibens zu erlernen, hat schon so manche(r) die Flucht
ergriffen. Glück haben da die Studierenden der RUB: Seit
1997 hilft ihnen das Schreibzentrum am Germanistischen
Institut (Fakultät für Philologie) mit Training und Beratung
beim Bleiben und Schreiben. Als so genanntes
Leuchtturmprojekt wurde es drei Jahre vom
NRW-Wissenschaftsministerium gefördert, nun finanziert die
RUB es dauerhaft weiter. Aufgrund des großen Anklangs bei
Studierenden und Lehrenden ist das Schreibzentrum damit eine
feste Institution in der RUB.

RUB setzt Maßstab

Mit der Dauereinrichtung des Schreibzentrums setzt die RUB
ein bildungspolitisches Signal und übernimmt eine
Vorreiterrolle in der deutschen Hochschullandschaft.
Schreibzentren werden zukünftig zum Profil einer modernen
Universität gehören - so wie in den USA und Skandinavien, wo
universitäre Schreibzentren seit langem eine
Selbstverständlichkeit sind. Demgegenüber taten sich
deutsche Hochschulen bisher schwer mit einer
institutionalisierten Schreibunterstützung. Etwa ein Dutzend
universitärer Schreibprojekte werden bisher nur befristet
unterstützt und ringen noch um eine dauerhafte Finanzierung. 

Tatort Schreibzentrum

Im Bochumer Schreibzentrum finden Anfänger und Profis eine
breite Palette von Angeboten. In Trainingsveranstaltungen,
Arbeitsgruppen und Einzelberatungen lernen Studierende das
Handwerk des wissenschaftlichen Schreibens. Lehrende und
Studienberater nutzen Arbeitskreise,
Weiterbildungsveranstaltungen und Lehrberatungen, um
Studierende beim Schreiben zu unterstützen. In Workshops für
Profis können angehende und arrivierte Wissenschaftler ihre
Schreibmuskeln trainieren. Zukünftige und praktizierende
Lehrer können sich demnächst im Schreibzentrum fortbilden,
um bereits in der Schule die Grundlagen des
wissenschaftlichen Schreibens zu vermitteln. Weitere Formen
der Schreibunterstützung werden derzeit entwickelt, etwa
Veranstaltungen zum berufsbezogenen Schreiben und
Online-Schreibcoaching.

Multiplikationspatent

Zum Markenzeichen des Bochumer Schreibzentrums avancierte
sein besonderes Multiplikationspatent: Fortgeschrittene
Studierende und Doktoranden erhalten eine kostenlose
qualifizierte Ausbildung zum akademischen Schreibtrainer.
Als Gegenleistung für diese berufliche Weiterbildung bieten
die Jungtrainer Schreibworkshops für Studierende an und
sorgen so für eine Breitenwirkung in der RUB.

Schreiben auf Rädern

Als Leuchtturmprojekt erzielte das Schreibzentrum mit dieser
Ausbildungskonzeption auch bundesweit Breitenwirkung. Auf
Nachfrage anderer Hochschulen wurden mit Hilfe des
Schreibzentrums etwa 30  akademische Schreibtrainer
ausgebildet und zertifiziert. Sie schwirren derzeit aus, um
an anderen Hochschulen Schreibtraining anzubieten und
Schreibzentren aufzubauen. 

Auf Eurokurs

Im Jahr 1999 war das Bochumer Schreibzentrum Gründungsort
einer europaweiten Schreibbewegung. Auf Einladung des
Schreibzentrums trafen sich etwa 100 europäische
Schreibexperten, um sich über den Stand von Forschung und
Praxis auszutauschen. Sie gründeten die europäische
Gesellschaft für akademisches Schreiben (EATAW), eine
Expertenverbindung, die sich für Qualität, Verbreitung und
Institutionalisierung der universitären Schreibausbildung
einsetzt. Das Schreibzentrum ist Gründungsmitglied der
Vereinigung.

Täter, Paten, Daten

Die Wiege des Schreibzentrums steht im Germanistischen
Institut der Fakultät für Philologie. Die Idee und
Initiative zu diesem Unternehmen stammen von Prof. Dr.
Wolfgang Boettcher, der das Projekt im Hintergrund führte
und das Profil des Schreibzentrums maßgeblich mitformte. Auf
der Linie seines Projektantrags gestaltete M.A. Gabriela
Ruhmann das erfolgreiche Programm und die Praxis des
Schreibzentrums. Die Institutionalisierung resultiert vor
allem aus dem Engagement der beiden Prorektoren für Lehre,
Studium und Studienreform, Prof. Dr. Harro Müller-Michaels
(Germanistisches Institut) und seinem Nachfolger, Prof. Dr.
Roland A. Fischer (Fakultät für Chemie). Das Schreibzentrum
wird zukünftig an der Fakultät für Philologie angesiedelt
sein, um von dort aus seine Dienstleistungen
universitätsweit auszubauen. Die Leiterin Gabriela Ruhmann
wird dabei von einer wissenschaftlichen und einer
studentischen Hilfskraft unterstützt.

Weitere Informationen

Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum. Fakultät für
Philologie. GB 3/31. 44780 Bochum. Tel. 0234-3225104, eMail:
schreibzentrum@ruhr-uni-bochum.de. Demnächst online unter:
http://www.schreibzentrum.de. Informationen über die EATAW
unter http://www.hum.ku.dk/formidling/eataw


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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