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(00238) 01.09.2000 12:53

RUB unterstützt Bundeswehr bei der Kosovo-Mission


Bochum, 01.09.2000 
Nr. 235

Einsatz mit viel Fingerspitzengefühl
RUB unterstützt Bundeswehr bei der Kosovo-Mission 
IFHV bereitet 200 Soldaten auf humanitären Einsatz vor


Bundeswehrsoldaten übernehmen im Kosovo die militärische
Absicherung und helfen einer internationalen Verwaltung, die
Menschenrechte zu sichern und eine demokratische
Selbstverwaltung aufzubauen. Dazu benötigen sie nicht nur
viel Fingerspitzengefühl, sondern auch gute Kenntnisse der
historischen und völkerrechtlichen Hintergründe des
Konflikts. Diesen Teil ihrer Vorbereitung auf den Einsatz
hat erneut ein Team des Instituts für
Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB
unter Leitung von Dr. Hans-Joachim Heintze kürzlich
übernommen. 

Krisenherd Balkan

Über Jahrhunderte herrschte im Kosovo Unterdrückung und Hass
zwischen den Bevölkerungsgruppen. Diese Geschichte und die
enorme Zuspitzung im letzten Jahrzehnt machten eine
humanitäre Intervention der NATO und die Errichtung einer
internationalen Verwaltung dieses Gebiets erforderlich. Sie
soll sicherstellen, dass die Menschenrechte aller geachtet
werden und eine demokratische Selbstverwaltung Kosovos
aufgebaut werden kann. Die militärische Absicherung dieses
Vorhabens im Namen der Menschlichkeit hat die KFOR
übernommen. Wesentlicher Bestandteil dieser Truppe ist die
Bundeswehr. 

Ausbildung für den Einsatz 

Gegenwärtig werden in Ahlen wieder 200 Soldaten auf ihren
Einsatz im Kosovo vorbereitet. Da der Auftrag wegen des
anhaltenden Hasses zwischen den Bevölkerungsgruppen
kompliziert und gefährlich ist, erfordert er eine umfassende
Ausbildung nicht nur militärischer Art. Wichtig ist auch die
Kenntnis der historischen und völkerrechtlichen Hintergründe
des Konflikts und der internationalen Intervention. Da die
Bundeswehr dieses Ausbildungsmodul nicht selbst unterrichten
konnte, bat sie das IFHV um Unterstützung. Dieses leiste
prompt Hilfe und schickte ein Team unter der Leitung von Dr.
Heintze nach Ahlen. Die Vorträge und rege Diskussion klärten
viele Fragen. Eine musste allerdings offen bleiben: bislang
kann man nicht abschätzen, wie lange der Einsatz der KFOR
dort dauern wird. Dass er notwendig ist, darüber gab es
allerdings keinen Zweifel.

Weitere Informationen

Dr. Hans-Joachim Heintze, Ruhr-Universität Bochum, Institut
für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht,
44780 Bochum, 
Tel. 0234/32-27933, Fax: 0234/32-14208, E-Mail:
hans-joachim.heintze@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
http://www.ifhv.ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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