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(00219) 16.08.2000 14:29

RUB-Tagung zur Aerodynamik im Bau- und Fahrzeugwesen


Bochum, 16.08.2000
Nr. 217

Der Wind, der Wind....
Wie Strömungen auf Bauwerke wirken 
Tagung zur Aerodynamik im Bau- und Fahrzeugwesen 


Windschnittig sollen Pkws sein, damit Autofahrer Benzin und
somit Geld sparen. Bauwerke dagegen sollen Windkräften bis
zur Orkanstärke strotzen können - zwei Herausforderungen,
denen Ingenieure mit Erfindergeist und dem Blick für
wirtschaftliche Lösungen sich stellen müssen. Diese und
ähnliche Themen stehen im Mittelpunkt der internationalen
Tagung "Bluff Body Aerodynamics and Applications (4. BBAA)",
die erstmals in Europa stattfindet: 11.-14. September, Audi
max der RUB. Auf Einladung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen
Niemann (Aerodynamik im Bauwesen, Fakultät für
Bauingenieurwesen der RUB) diskutieren Bau- und
Maschinenbauingenieure, Meteorologen, Physiker und
Mathematiker über neue Forschungen in der numerischen und
experimentellen Strömungsmechanik und im Windingenieurwesen.
Ein Workshop behandelt auch offene Fragen der
Bauwerks-Normung in internationalem Kontext.

Grundlagenforschung und deren Anwendung

Die 4. BBAA-Tagung will Theorie und Praxis verknüpfen. Sie
versteht sich als Brückenschlag zwischen den Fachgebieten
der theoretischen und experimentellen Strömungsmechanik und
des Windingenieurwesens. Neben Normierungsfragen, modernen
Versuchstechniken und der Problematik sich ausbreitender
Schadstoffe konzentrieren sich die Wissenschaftler auf vier
Elemente: Mathematische Modelle liefern die Grundlage, um
verschiedenste Zustände berechnen zu können. Die ideale Form
der Körper bestimmen die  Forscher mit Hilfe von
Experimenten im Windkanal und numerischen
Computersimulationen. In "full scale"-Versuchen, bei denen
die Körper in Originalgröße verschiedenen Strömungen
ausgesetzt werden, versuchen die Wissenschaftler schließlich
ihre Ergebnisse zu verifizieren. 

Sicherheit und Sparsamkeit

Das Windingenieurwesen ist ein Schwerpunkt der Tagung. Dabei
untersuchen Wissenschaftler das Verhalten stumpfer Körper
(bluff bodies) wie z.B. Gebäude, Brücken oder Kühltürme im
Wind. Die so gewonnenen, grundlegenden Ergebnisse können von
der Theorie auf die Praxis des Bauwesens übertragen werden.
Hier arbeiten Meteorologen, Mathematiker, Maschinenbauer und
Bauingenieure dann Hand in Hand. Zwischen Entwurf und Bau
bilden Windingenieure auch eine Schnittstelle zwischen
Sicherheit und Ökonomie. So viel Sicherheit wie nötig, so
wenig Beton wie möglich -  diese einfache Formel fordert von
den Windingenieuren auch einzuschätzen, mit wie starken
Stürmen sie rechnen müssen. Eine große Hilfe sind dabei die
statistischen Daten von Wetterdiensten.

Vielfalt des Tagungsprogramms

Das Kolloquium ist ein internationales Zusammentreffen der
bekanntesten Forscher im Bereich des Windingenieurwesens und
der Strömungsmechanik. Die etwa 170 Teilnehmer der Konferenz
aus dem In- und Ausland werden ein vielfältiges Programm
erleben: Vormittags stehen so genannte Invited Lectures auf
dem Programm, renommierte Wissenschaftler reden über den
Stand der Forschung und historische Entwicklungen. In den
Sitzungen am Nachmittag wird es dann spezieller: Hier sollen
die Teilnehmer sich in ihren individuellen Fachgebieten
austauschen. Zusätzlich können die Besucher zwischen den
einzelnen Sitzungen über die ausgestellten Poster
diskutieren.

Flachsbarth-Medaille

Erstmalig verleiht die Windtechnologische Gesellschaft e.V.
im Rahmen der Tagung auch die Flachsbarth-Medaille. Prof.
Alan G. Davenport erhält die Auszeichnung, die nach einem
der Pioniere der Strömungsmechanik in Deutschland benannt
ist, in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die
Forschung.

Unterstützung durch die DFG

Unter vier Bewerbern wurde die RUB als Tagungsort ausgewählt
- auch ein Hinweis auf die lange Forschungstradition, die
das Windingenieurwesen in Deutschland hat. Als Sponsor
konnten die Organisatoren die Deutsche
Forschungsgemeinschaft gewinnen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Niemann, Ruhr-Universität Bochum,
Fakultät für Bauingenieurwesen, Aerodynamik im Bauwesen,
Tel. 0234/32-25757, Fax 0234/32-14631,
h.niemann@aib.ruhr-uni-bochum.de

Dipl.-Ing. Jörg Sahlmen, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät
für Bauingenieurwesen, Aerodynamik im Bauwesen, Tel.
0234/32-22473, Fax 0234/32-14631,
Sahlmen@aib.ruhr-uni-bochum.de

Programm

http://www.aib.ruhr-uni-bochum.de/bbaa4/


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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