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(00084) 31.03.2000 14:32

RUB bekommt "Kompetenzzentrum Medizintechnik Ruhr"


Bochum, 31.03.2000
Nr. 83 

BMBF bewilligt 7,5 Mio. DM für Bochum
Mit Ultraschall Früherkennung und Diagnostik verbessern
RUB bekommt "Kompetenzzentrum Medizintechnik Ruhr"


An der Ruhr-Universität Bochum entsteht in Kooperation mit
dem Technologiezentrum Ruhr Bochum (TZR) das
"Kompetenzzentrum Medizintechnik Ruhr" (KMR). Ein Antrag von
einer Gruppe von Wissenschaftlern unter Federführung von
Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert (Institut für
Hochfrequenztechnik, Fakultät für Elektrotechnik) und Prof.
Dr. Peter Altmeyer  (Direktor der Dermatologi-schen
Universitätsklinik im St. Josef-Hospital - Klinikum der RUB)
ist soeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) positiv beschieden worden, das heute die acht Sieger
(aus 56 Skizzen und zuletzt 14 Anträgen) des Wettbewerbs
"Kompetenzzentren für Medizintechnik" bekannt gegeben hat.
Für die Einrichtung des KMR in Bochum bewilligte das BMBF
7,5 Millionen DM. Weitere Fördermittel wird die Industrie
beisteuern. Das KMR hat sich zum Ziel gesetzt, neue
bildgebende Verfahren zu entwickeln, um Krebs sowie andere
Erkrankungen früher zu erkennen und besser diagnostizieren
zu können.

Zusammenarbeit mit medizintechnischen Unternehmen verstärken

Das Zentrum geht hervor aus dem interdisziplinären
Arbeitskreis Biomedizinische Technik (AK-BMT), der seit
Jahren Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Medizintechnik
in Bochum eng verzahnt hat. Diesem Arbeitskreis gehören
zahlreiche Wissenschaftler aus den
ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und der Medizinischen
Fakultät der RUB an. Mit eingebunden an das KMR werden die
Kliniken der RUB, das auf dem Universitätscampus
angesiedelte TZR, sowie die in ihm und im weiteren Umfeld
der RUB existierenden medizintechnischen Unternehmen,
Institute, Dienstleister und Kostenträger.

International anerkannte Forschung in der Ultraschalltechnik

Bereits seit Jahren haben sich Bochumer Wissenschaftler in
enger Kooperation mit der Industrie eine große international
anerkannte Kompetenz in der Medizintechnik, speziell in
bildgebenden Verfahren der Diagnostik und Früherkennung von
Hautkrebs erworben. Daher ist die Aufbauphase des KMR vom
thematischen Schwerpunkt der medizinischen
Ultraschalltechnik bestimmt. Dabei betrifft der erste von
drei Projektschwerpunkten die bildbasierte, nichtinvasive
Gewebedia-gnostik, bei der spezielle Signalverarbeitungs-
und Mustererkennungsverfahren genutzt und zum Teil auch mit
anderen und neuartigen, nichtionisierenden
Bildgebungsmodalitäten kombiniert werden. Mit
der Anwendung von Verfahren und der Entwicklung von Geräten
zur verbesserten, nichtinvasiyen Früherkennung von
Krebserkrankungen (z.B. Hautkrebs, Prostatakrebs) werden
Themen mit eminenter medizinischer Brisanz und großer
sozioökonomischer Bedeutung aufgegriffen. Ähn-liches gilt
für den zweiten Projektschwerpunkt, der verbesserten
Verfahren der Gefäßdiagnostik; hier sollen u.a.
prognostische Aussagen zur Arteriosklerose erreicht werden.
Im dritten Teilgebiet soll der Ultraschall für die
Navigation weiter erschlossen werden. Hier werden die
vorgesehenen Konzepte das Maß an Inva-sivität und an
intraoperativer Strahlenbelastung für Patient und Arzt
weiter verringern. 

Mit Echtzeit-Elastographie und "Computer-Vision"

In allen Bereichen wird neben der Hochfrequenzsonographie
die in Bochum entwickelte Echtzeit-Elastographie eine
besondere Rolle spielen, die Gewebeverhärtungen (,,Knoten",
,,Plaques" etc.) ergänzend zum ,,normalen" Ultraschall in
Bildern visualisiert und bei ersten klinischen Erprobungen
bereits zu ermutigenden Ergebnissen geführt hat. Außerdem
soll die vorhandene Kompetenz auf dem Gebiet der ,,Computer
Vision" (Bildanalyse, Neuronale Netze) für neuartige
Konzepte bei der Ultraschallabbildung genutzt werden.

Zahlreiche Partner im Umfeld vorhanden

Die Partner des geplanten Zentrums aus angewandter
Forschung, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Gründungsberatung
und -finanzierung sind bereits vorhanden und kooperieren
miteinander. Das einzurichtende Zentrum wird diese
Kooperation verstärken und so bewirken, dass unter
Wahrnehmung von Möglichkeiten des Qualitätsmanagements den
Besonderheiten des Fachgebietes, des Marktes und der
Gesetzgebung Rechnung getragen und damit die gesamte
Wertschöpfungkette von Lehre und Forschung bis zur
Vermarktung und Anwendung auf dem Gebiet der Medizintechnik
besonders wirkungsvoll genutzt wird.  Das BMBF hat damit
be-wusst Bochum zum zentralen Deutschen
Forschungsschwerpunkt für die Entwicklung moderner
Ultraschalltechnik gemacht.

Weitere Informationen

Für die Technik

Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert (Sprecher des Zentrums),
Ruhr-Universität Bochum, Institut für Hochfrequenztechnik,
Fakultät für Elektrotechnik, D-44780 Bochum, Telefon: 0234
3222842, Telefax: 0234 3214167, E-Mail:
helmut.ermert@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
http://www.hf.ruhr-uni-bochum.de

Und die Medizin 

Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, (Steilvertretender Sprecher
des Zentrums), Direktor der Dermatologische
Universitätsklinik im St. Josef-Hospital - Klinikum der RUB
-, Gudrunstr. 56 D-44791 Bochum, Telefon: 0234 /509-3411,
Telefax: 0234 509-3445, E-Mail: Bochum@derma.de, Internet:
http://www.derma.de/~Bochum


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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