[ vorherige ] [ nächste ] [ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]

(00057) 02.03.2000 14:11

Ultraschall-Transmissionskamera gewinnt Innovationswettbewerb


Bochum, 02.03.2000
Nr. 56

RUB-Elektrotechniker ausgezeichnet
Kostengünstig und schonend diagnostizieren
Ultraschall-Transmissionskamera gewinnt
Innovationswettbewerb


Mit der innovativen Idee einer
Ultraschall-Transmissionskamera hat ein Team von Bochumer
Elektrotechnikern um Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert den
Wettbewerb "Innomedt - Innovation in der Medizintechnik" des
Bundesbil-dungs-minis-teriums (BMBF) gewonnen. Mit dem Preis
werden Projekte gefördert, die zugleich die Medizin
entscheidend voranbringen, verlässlich und ökonomisch
sinnvoll sind. Das neuartige Abbildungssystem, das ohne
ionisierende Strahlung auskommt, ermöglicht bei geringem
technischem Aufwand die Darstellung von Weichteil-Details,
die auf Röntgenaufnahmen nicht sichtbar sind.

Detailgenaue Bilder ohne Strahlen

Mit der Transmissionskamera können Ärzte das Gewebe auch
kleiner Körperteile wie etwa Hals, Gelenke oder Gefäße
durchschallen. Anders als bei herkömmlichen
Ultraschallgeräten, die nach dem Prinzip der Echosonographie
arbeiten, entstehen dabei in der Kamera Schattenbilder der
Objekte, die durch akustische Linsen bzw. elektronische
Nachbildungen von Linsen scharfgestellt werden. So erstellt
das Gerät in Echtzeit Bilder, die zwar normalen
Röntgenbildern ähneln, aber im Vergleich dazu wesentlich
mehr Details wiedergeben. 

Tumoren, Rheuma, Verletzungen besser darstellen

Diese Methode bietet sich für zahlreiche medizinische
Diagnoseverfahren an: Durch seine Detailgenauigkeit eignet
es sich besonders für die Hand- und Fußchirurgie, etwa für
die Diagnose von Weichgewebstumoren und
Kapselbandverlet-zungen. Ebenso ermöglicht es eine genaue
Abbildung der kleinen Gliedmaßen von Neugeborenen in der
Kleinkindorthopädie. Die Darstellung von Weichteilen ist z.
B. hilfreich für die Rheumatologie, und auch kleine Organe
wie Hoden oder Brust können genau abgebildet werden.
Außerdem ermöglicht die Methode die Darstellung der
Knochendichte bei Osteoporose. Auch in der Sportmedizin,
etwa bei Knochenbrüchen oder Sehnen- und Bänderverletzungen
ist sie hilfreich. Neben dieser medizinischen Verwendung
könnte das Verfahren auch für die zerstörungsfreie
Werkstoffprüfung eingesetzt werden.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert, Ruhr-Universtität Bochum,
Fakultät für Elektrotechnik, 44780 Bochum, Tel.
0234/32-22842, Fax: 0234/32-14-167, Email:
helmut.ermert@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
http://hf.ruhr-uni-bochum.de/


-- 
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

zurück zur Übersicht nach Zeit | alphabetisch