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(00055) 01.03.2000 14:17

Zu Hause oder in der Klinik: Risiken von Geburten


Bochum, 01.03.2000
Nr. 54

"Man muss viel wissen, um wenig zu tun"
Zu Hause oder in der Klinik: Risiken von Geburten
"Geburtshilfe - sanft und sicher" - Kongress in Bochum


Zu Hause zu gebären, diesen Wunsch äußern immer mehr Eltern,
und unterschätzen dabei die Risiken. Um ihnen einen
Mittelweg zwischen einer Hausgeburt und der Sicherheit einer
klinischen Betreuung aufzuzeigen, lädt Prof. Dr. Arne Jensen
(Direktor der Universitätsfrauenklinik Bochum, Knappschafts-
Krankenhaus, RUB) zum 3. interdisziplinären Kongress
"Geburtshilfe - sanft und sicher" (Samstag, 18. März,
Gastronomie am Stadtpark, Klinikstr. 41-45, 44791 Bochum)
ein. In Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der
Frauenärzte, der kassenärztlichen Vereinigung und dem
Ärzteverein Bochum finden nach der Fachtagung Eltern-Arzt-
Seminare statt. In ihnen können sich Laien und werdende
Eltern über die neuen Ergebnisse des Kongresses informieren
und mit Ärzten und Hebammen ihre Fragen klären.

Enorme Kosten nach Risikogeburten

Oft wird den Eltern eingeredet, die Geburt sei ein
risikoarmer, natürlicher Vorgang, der dem Wesen nach kaum
vereinbar mit der Betreuung in einer Klinik sei, beklagt
Prof. Jensen. Diese falsche Einsicht berge nicht nur
unkalkulierte Risiken für Mutter und Kind, sondern steigere
darüber hinaus die Kosten im Gesundheitswesen enorm. Derzeit
betrügen allein die Kosten zur Behandlung von Kindern mit
prä-/perinatalen Hirnschäden etwa 1 Mrd. DM jährlich. Die
Gefahren für das kindliche Gehirn und das Risiko einer
Frühgeburt durch Infektionen in der Schwangerschaft werden
deshalb eines der Schwerpunktthemen des Kongresses sein. 

Risikominderung durch Ultraschall

Weiterhin berichten Experten aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum über die Möglichkeiten einer sanften
Diagnostik mittels Ultraschall zur Risikominderung während
der Schwangerschaft. Zudem stellen sie Konzepte einer
ambulanten Betreuung von Schwangeren sowohl aus der Sicht
der Ärzte als auch aus der Sicht der Hebammen vor. Die
Bedeutung der vorgeburtlichen Eltern-Kind-Beziehung ist
ebenfalls Thema des Kongresses.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Arne Jensen (Direktor der
Universitätsfrauenklinik) und PD Dr. Richard Berger (Ltd.
Oberarzt ), Knappschafts-Krankenhaus Bochum-Langen-dreer,
44892 Bochum, Telefon: 0234/299-3300, Fax: 0234/299-3309,
E-Mail: Arne.Jensen@ruhr-uni-bochum.de und
Richard.Berger@ruhr-uni-bochum.de

Programm

09:00-09:30 Uhr, Eröffnung der Tagung - Begrüßung

A. Jensen, Direktor der Universitätsfrauenklinik am
Knappschaftskrankenhaus, Bochum

G. Muhr, Dekan der Medizinischen Fakultät der
Ruhr-Universität, Bochum

D. Berg, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe, Amberg

A. Josten, Landesvorsitzende NRW des Bundes Deutscher
Hebammen, Meckenheim

L. Loch, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der
Frauenärzte Westfalen-Lippe und Mitglied des
Bundesvorstandes, Bochum


09:30-10:45 Uhr, Frühgeburtlichkeit und Gefahr für das
kindliche Gehirn bei Infektionen in der Schwangerschaft

Frühgeburtlichkeit durch aufsteigende Infektion: Vermeidung
durch Früherkennung, U.B. Hoyme, Erfurt

Intrauterine Infektion: Ursache oder Wegbereiter fetaler
Hirnschäden?, R. Berger, Bochum

Zerebrale Infektionen in der Neonatologie, V. von Loewenich,
Frankfurt


11:15-13:00 Uhr, Förderung der frühen Eltern-Kind-Beziehung

Urvertrauen und frühe Eltern-Kind-Beziehung: Bedeutung für
den weiteren Lebensweg, V. Frick-Bruder, Hamburg

Stärkung der frühen Eltern-Kind-Beziehung durch liebevolle
Berührung, U. Zacher-Laves, Laatzen

Ambulante Betreuung von Schwangeren durch Ärzte und Hebammen

Kooperatives Konzept zur Schwangerenvorsorge aus der Sicht
des Arztes, L. Loch, Bochum

Kooperatives Konzept zur Schwangerenvorsorge aus der Sicht
der Hebamme, A. Josten, Meckenheim


13:45-15:00 Uhr, Ultraschall in der Schwangerschaft: sanfte
Diagnostik mit großer Bedeutung

Sonographie in der Schwangerschaft: Weichenstellung für eine
risikoadaptierte Geburtshilfe, W. Holzgreve, Basel

Sonographie unter der Geburt: Ist eine Risikominderung
möglich?, R. Bald, Köln

Schädelsonographie des Neugeborenen, H. Hahn, München


15:30-17:00	ELTERN - ARZT - SEMINAR

RUNDTISCHGESPRÄCH: Eltern fragen - Experten antworten,
Moderation: A. Jensen, Bochum


15:30-17:00	SEMINARE

Seminar I: Notfallmanagement in der Geburtshilfe, D. Berg,
Amberg

Seminar II: Ultraschall-Seminar

A   Basisscreening, C. Lehment, Bochum (DEGUM II)

B   Feindiagnostik-Spätschwangerschaft, R. Bald, Köln (DEGUM
II)

C   Feindiagnostik-Frühschwangerschaft, W. Holzgreve, Basel
(DEGUM III)

Seminar III: Frühe Eltern-Kind-Beziehung, P. Rott, Berlin;
U. Zacher-Laves, Laatzen

Seminar IV: CTG-Seminar, R. Berger,  A. Jensen, Bochum



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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