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(00005) 05.01.2000 14:35

"Promo-Viren" vermehren sich unaufhaltsam


Bochum, 05.01.2000
Nr. 6

Wenn Doktoranden sich Luft verschaffen 
"Promo-Viren" vermehren sich unaufhaltsam
Mit Humor und Kalauer gegen tückische Krankheit


Ein Menschheitsrätsel ist gelöst: der Drang vieler Menschen,
einen Doktortitel zu erlangen und dafür selbst größte Mühen
sich aufzuladen. Die Bedauernswerten sind Opfer einer bisher
unbekannten Virusspezies, der "Promo-Viren". Persönliche
Erfahrungen sowie langjährige Beobachtung haben
Promotionsexperten veranlasst, umfassende Feldforschungen zu
betreiben. Soeben ist die zweite, völlig infizierte Auflage
des gleichnamigen Sammelbandes erschienen: "Promo-Viren -
Zur Behandlung promotionaler Infekte und chronischer
Doktoritis", Hrsg. von Dr. Thomas Meuser . Der Herausgeber
und acht der 16 Autoren sind an der RUB, zumeist in der
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, angesteckt worden: Sie
decken nun die neuesten Erkenntnisse der
Promotionswissenschaft schonungslos offen auf. 

Von plötzlichen Nervenzusammenbrüchen und neueren
Freikauftheorien

Endlich können bisherige Theorien über unfassbare Phänomene
auf dem Weg zum Doktortitel, wie plötzliche
Nervenzusammenbrüche, anhaltende Schlaflosigkeit,
potentielle Suchtgefahren und ähnlich beunruhigende
Erscheinungsbilder wissenschaftlich fundiert verifiziert
werden. Daneben stellen einige Koryphäen der
Promotionswissenschaft ihre neuesten Theorien vor. Dabei
werden gewagte Hypothesen formuliert, z. B. dass sich
Infizierte von der Krankheit freikaufen können, oder dass
der Virus mit einer richtig organisierten Festveranstaltung
an nur einem Tag bekämpft werden kann.

Über den Herausgeber

Der Herausgeber, Professor Dr. Thomas Meuser, ist geprüfter
Fachmann im Umgang mit Promo-Viren. Der Bochumer infizierte
sich während seines Studiums an der Ruhr-Universität Bochum
und schlug sich fünf aufreibende Jahre mit diesen
kräftezehrenden Erregern herum. Unter dem nachhaltigen
Eindruck der erlebten Anfälle analysierte er in der
Genesungsphase alle erlittenen Qualen und entdeckte eine
Krankheit, die insbesondere in akademischen Kreisen
zunehmend um sich greift: die chronische Doktoritis. Unter
den Autoren - allesamt ausgewiesene Promotionsexperten -
sind:
o unerfahrene, besonders betroffene
Nachwuchswissenschaftler,
o erfahrene, immer noch benommene Titelträger und
o zerfahrene, nie genug bekommende Prof(i)s.

Doktoranden - nicht Fisch, nicht Fleisch

In "Promo-Viren" macht sich auf sehr humorvolle, manchmal
auch die Grenzen des Kalauers überschreitende Weise gerade
jene Gruppe in der Hochschule Luft, die zu den am meisten
'Geschundenen' gehört. Doktoranden sind die 'dazwischen',
'nicht Fisch und nicht Fleisch': Von Studierenden oft
bewundert, weil sie selbst dahin streben, von den Prof(i)s
noch nicht akzeptiert bzw. auch ausgenutzt, weil sie längst
ihre Assistentenzeit hinter sich gelassen und vergessen
haben, fristen Doktoranden das Dasein zwischen "Niederlagen,
Auslagen, Zwangslagen und ähnlichen unangenehmen Lagen".
Diese beschreibt das Buch sehr genau.

Wie man sich vor Promo-Viren schützt

Leser dieses Buches erfahren nicht nur, wie sie sich selbst
vor den tückischen "Promo-Viren" schützen können, sondern
auch wie sie, einmal von ihnen befallen, Heilung finden. Das
Buch ist darüber hinaus eine sehr humorvolle Reise durch den
unbekannten Planeten "Hochschule". Man erfährt was über die
herausragende Stellung von Prof(i)s, Sekretärinnen und
Hausmeistern (in dieser aufsteigenden Linie!), lernt etwas
über die Nebentätigkeiten von wissenschaftlichen
Mitarbeitern (von Wagen waschen bis Gartenarbeiten) und
bekommt Kunde von den Hürden auf dem Weg zum Doktortitel. Zu
guter Letzt wird man belohnt mit dem erfreulichen Ausblick:
das Leben als Titelträger.

Behandlungshinweis

Wer sich nicht rechtzeitig vor einer Infektion durch
Promo-Viren zu schützen gewusst hat, für den gilt: Soweit
nicht anders verordnet, schlucken Erwachsene einen Beitrag,
in schwer wiegenden Fällen auch zwei Beiträge pro Tag. Ein
Muss für jeden Infizierten und seine Umgebung!

Kontakt zum Herausgeber

E-Mail: thomas.meuser@ruhr-uni-bochum.de

Titelaufnahme

Thomas Meuser (Hrsg.) Promo-Viren, 2., völlig infizierte
Auflage 2000, Gabler Verlag Wiesbaden, 258 Seiten,
Hardcover, ISBN 3-409-23685-6, DM 49,80

Rezensionsexemplare

Th. Gabler Verlag, Abraham-Lincoln-Str. 46, 65189 Wiesbaden,
Tel. 0611/7878-230, oder -231, Fax: 0611/7878-411



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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