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(00329) 17.12.1999 11:31

Neue Krupp-Stiftungsprofessur für RUB-Filmwissenschaflter: "Visuelle Kultur"


Bochum, 17.12.1999
Nr. 320

Stiftungsprofessur für Film- und Fernsehwissenschaftler
Krupp-Stiftung macht das schönste Geburtstagsgeschenk
Interdisziplinäre Forschung am Lehrstuhl "Visuelle Kultur" 


Doppelten Grund zur Freude hat das Institut für Film- und
Fernsehwissenschaft (FFW) der RUB:  Pünktlich zum
zehnjährigen Bestehen erhält es ein ganz besonderes
(Weihnachts-) Geschenk:  Die Alfried Krupp von Bohlen und
Halbach-Stiftung hat entschieden, rund 1,8 Millionen DM für
die Einrichtung der Stif-tungspro-fessur "Visuelle Kultur.
Wissensvermittlung durch Bildmedien unter besonderer
Berücksichtigung des Industriefilms"  zur Verfügung zu
stellen. Die Professur wird den Namen der Krupp-Stiftung
tragen. Im Mittelpunkt des neuen Arbeitsfelds sollen sowohl
theoretische als auch praxisorientierte Fragen rund um den
Industriefilm stehen. Das Fortbestehen der Professur als
Planstelle nach Ablauf der fünfjährigen För-derzeit ist
gesichert.

Wie Bilder schlau machen

Die abendländische Kultur ist eine Kultur des Sehens, und im
Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich die Bildtechnologien
vervielfältigt, so dass nicht nur die Kunst und
Unterhaltung, sondern immer mehr auch die Vermittlung von
Wissen über Bilder funktioniert. Aufgabe des neuen
Lehrstuhls soll es sein, die verschiedenen Formen der
Visualisierung von Wissen zu erforschen. Die theoretische
Betrachtung des Bildes als Wissensträger, eingebunden in die
Bild- und Medientheorie, ist dabei genauso wichtig wie die
konkrete Untersuchung von Bildtypen, die bisher von der
Wissenschaft noch nicht berücksichtigt worden sind, wie der
Industriefilm. Fragen nach seiner historischen Bedeutung als
Speicher von Industriege-schichte, nach seiner Beteiligung
an regionaler Identitätsbildung und Vergleiche mit anderen
nicht-fiktionalen Filmgattungen werden die Forscher und
Studierenden zukünftig beschäftigen. 

Archive durchforsten und Fächergrenzen überschreiten

Im Rahmen der Alfried Krupp-Stiftungsprofessur ist auch
vorgesehen, dass die Film- und Fernsehwissenschaftler
Archivbestände der Region wissenschaftlich erschließen und
so auch Studierende die Möglichkeit erhalten, sich mit der
Archivarbeit vertraut zu machen. Durch diese geplante
Praxisnähe erweitern sich für sie potentielle Be-rufsfelder.
Die Einbindung des neuen Arbeitsfelds in den
Forschungsbereich "Visuelle Kultur" soll
filmwissenschaftliche Fragestellungen ergänzen und
perspekti-vieren helfen: Die Professur ist interdisziplinär
angelegt und verbindet Medien- mit Kultur- und
Geisteswissenschaft. Damit auch die Öffentlichkeit von den
Erkenntnissen der FFWler profitiert, planen die
Verantwortlichen Publikationen, Ausstellungen und
Konferenzen in Zusammenarbeit mit außeruniversitären
Institutionen wie z. B. dem Filmmuseum Düsseldorf. Außerdem
sollen die Forschungsergebnisse im Internet jedem zugänglich
sein. 

Idealer Standort: Industriegeprägtes Ruhrgebiet

Durch seinen Standort mitten im Ruhrgebiet bietet sich das
Institut FFW - das einzige seiner Art in NRW - für Projekte
rund um den Industriefilm besonders an: Die regionale
Aufmerksamkeit und Wirksamkeit ist ihnen in der früheren
Heimat der Schwerindustrie gewiss, und es gibt zahlreiche
Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern,
z. B. dem Institut für Deutschlandforschung der RUB, dem
Institut für soziale Bewegungen mit seinem Haus der
Geschichte im Ruhrgebiet in Bochum und mit der Kinemathek im
Ruhrgebiet in Duisburg. 

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wolfgang Beilenhoff, Ruhr-Universität Bochum,
Fakultät für Philologie, Institut für Film- und
Fernsehwissenschaft der RUB, 44780 Bochum, Tel.
0234/32-25070, Fax: 0234/32-14-268


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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