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(00304) 01.12.1999 15:41

Physikalisches am Wochenende


Bochum, 01.12.1999
Nr. 295

Physikalisches am Wochenende
Saturday Morning Physics im Museum Bochum
Ringvorlesung zu Wasserstoff im Mikro- und Makrokosmos


Wer sich an den vorweihnachtlichen Samstagvormittagen durch
die überfüllte Innenstadt quält um Geschenke einzukaufen,
der verpasst was: Einsichten in das, was die Welt im
Innersten zusammenhält verspricht die Ringvorlesung
"Wasserstoff - von der Quarkstruktur bis zur
Energieversorgung der Zukunft", die die Fakultät für Physik
und Astronomie der RUB im Museum Bochum veranstaltet (4.
Dezember 1999 bis 29. Januar 2000 jeweils Samstag 11-13 Uhr,
Kortumstr. 147). Die Vorträge richten sich nicht nur an
Vollblutphysiker, sondern möchten alle Interessierten, ganz
besonders Schüler und Schülerinnen der Oberstufe,
naturwissenschaftlich faszinieren.

Wasserstoff: Einfaches Element mit großer Bedeutung

Als Thema ihrer "Saturday Morning Physics" haben sich die
Bochumer Physiker den Wasserstoff ausgesucht, weil er das
einfachste und häufigste Element im Universum ist. Seine
Eigenschaften bestimmen die grundlegenden Prozesse im Kosmos
vom Urknall bis zur Entstehung der Sonne, ohne ihn wäre kein
Leben möglich. Zahlreiche Forschungsansätze basieren daher
auf dem Wasserstoff - einen kleinen Ausschnitt daraus greift
die Vortragsreihe auf. Die Referenten erläutern z. B., wie
Wissenschaftler Beobachtungen aus dem Mikrokosmos, d. h. der
Physik kleinster Teilchen, auf den Makrokosmos übertragen
und umgekehrt. Untersuchungen zum Aufbau des Protons, das
den Kern des Wasserstoff-Atoms bildet und zusammen mit dem
Neutron der wichtigste Baustein der Materie ist, geben so
nicht nur Aufschluss über die Struktur des Mikrokosmos,
sondern bedeuten für die Forscher einen großen Schritt zum
Verständnis des gesamten Universums. Auch im Makrokosmos
spielt der Wasserstoff eine große Rolle: Er verursacht z. B.
das Licht der Sonne. So betrachtet könnte das Element
möglicherweise eine Energiequelle für die Zukunft
darstellen. Während der Vorlesung stellen die Physiker neben
ihren Theorien auch ihre Werkzeuge vor: Für die Erforschung
kleinster Teilchen haben sie große und komplexe
Experimentieranlagen entwickelt. 

Besseren Durchblick in Grundlagenphysik

Im Anschluss an die Vorträge gibt es für alle Interessierten
die Gelegenheit, in der Cafeteria des Museums mit den
Experten zu diskutieren und Fragen zu stellen.  Die
Vorlesung soll unterstreichen, dass die Physik als
fundamentale Naturwissenschaft seit Jahrhunderten unsere
Kultur prägt und den technischen Fortschritt erst ermöglicht
hat. Die Zuhörer sollen physikalische Grundprinzipien besser
verstehen und einen Einblick in die Fragestellungen
erhalten, die sich die Forschung und die Studierenden des
Fachs stellen.

Programm

04. 12. 1999: Das Proton: ein weites Feld aus Quark und Leim
- Prof. Dr. Klaus Goeke

18. 12. 1999: Große Maschinen für kleine Teilchen - Prof.
Dr. Walter Oelert

08. 01. 2000: Vom Urknall zu den Sternen - Interstellarer
Wasserstoff - Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar

15. 01. 2000: Wie gut verstehen wir unsere Sonne? - Prof.
Dr. Claus Rolfs

29. 01. 2000: Die Sonne auf die Erde holen -
Energieversorgung durch Kernfusion? - Prof. Dr. Hans-Joachim
Kunze

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hartmut Zabel, Fakultät für Physik und Astronomie
der RUB, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23649 oder -23445, Fax:
0234/32-14-447


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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