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(00298) 29.11.1999 14:21

Erklärung zum Welt-AIDS-Tag 1999 von Prof. Norbert Brockmeyer


1999: Mehr als 2,6 Mio. gestorben - 33,6 Mio. infiziert
"Eine der großen Herausforderungen im neuen Jahrtausend"
Erklärung zum Welt-AIDS-Tag 1999 von Prof. Norbert
Brockmeyer 


"AIDS wird uns in das neue Jahrtausend begleiten und für die
medizinische Forschung weiterhin eine der großen
Herausforderungen sein", sagte der Bochumer Mediziner und
Vorsitzender der Deutschen AIDS-Gesellschaft Prof. Dr.
Norbert Brockmeyer anläßlich des Welt-AIDS-Tags am 1.12.1999
. AIDS ist zwar eine noch "junge" Krankheit dieses
Jahrhunderts, sie hat aber bereits große Verunsicherung
ausgelöst und dezimiert in manchen Regionen der Erde die
"geschlechtsreife" Bevölkerung. 
Trauriger Rekord

In diesem Jahr sind 2,6 Millionen Menschen an AIDS gestorben
und 33,6 Millionen sind mit dem HI-Virus infiziert - ein
neuer trauriger Rekord. Am schnellsten breitet sich AIDS zur
Zeit in den Staaten, der ehemaligen Sowjetunion aus, aber
auch in Westeuropa steigt in einigen Ländern schon wieder
die Zahl der Infizierten. 

HIV-Infektion in den Entwicklungsländern stoppen

Oberstes Ziel muss sein, die enorme Ausbreitung der
HIV-Infektion in den Entwicklungsländern - 19 von 20
Ansteckungen auf der Welt - finden dort statt, zu bremsen.
Einige pharmazeutische Unternehmen unterstützen diese
Aktivitäten durch Aufklärungskampagnen und den kostenlosen
Einsatz antiretroviral wirksamer Medikamente. 

Brockmeyer: "Mein Dank gilt den Engagierten"

"Der Welt-AIDS-Tag ist auch und gerade ein Tag, an dem ich
jenen danken will, die sich mit großem Idealismus für die
HIV-infizierten Menschen und die an AIDS-erkrankten
Patienten einsetzen", so Brockmeyer. Dieses Engagement
spiegelt sich wider auf dem von ihm und weiteren Bochumer
Kollegen organisierten Deutschen AIDS-Kongresses 1999, der
Anfang Juni 99 mit internationaler Beteiligung in Essen
stattgefunden hat. "Auf diesem Kongress kamen 2000
Teilnehmer nicht um ihrer selbst willen, sie kamen, um
Erfahrungen auszutauschen, sich fortzubilden, für
Patientenrechte zu kämpfen, Angehörigen zu helfen, Lebens-
und Sterbehilfe zu geben, Kontakte zu knüpfen und
Möglichkeiten optimaler Versorgung der Patienten
weiterzugeben oder mitzunehmen. Daneben wurden mit dem
Kulturprä-ventionsprogramm viele Bürger erreicht und somit
der Kongress aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft
hinausgetragen". Übrigens: Das Programm wurde mit dem
Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung ausgezeichnet. 

Aufklärung tut not

Für die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG e.V.) ist der
Kongress ein Meilenstein in das neue Millenium, weil dort
die Wege zu enger Kooperation und intensiver Kommunikation
aller mit der HIV-Problematik befassten Gruppen auch über
die nationalen Grenzen hinaus geebnet wurden. "Die Bedeutung
des bereits Erreichten und die Notwendigkeit des noch zu
Erreichenden zu betonen, ist unser Anliegen am heutigen
Tag", so Prof. Brockmeyer für die Deutsche
AIDS-Gesellschaft.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Leiter der Interdisziplinären
Immunologischen Ambulanz, Klinik für Dermatologie und
Allergologie im St. Josef Hospital Bochum - Klinikum der
Ruhr-Universität Bochum. Gudrunstr. 56, 
44791 Bochum, Tel. 0234/509-3471, -3474, Fax: 0234/509-3472, 
E-Mail: N.Brockmeyer@derma.de




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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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