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(00296) 25.11.1999 15:47

RUB-Tagung: Berufskulturen im Ruhrgebiet


Bochum, 25.11.1999
Nr. 287


Region Ruhrgebiet - eine wie keine
Strukturwandel als Herausforderung
RUB-Tagung: Berufskulturen im Ruhrgebiet


Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen auch die
Wirtschaftswelt - im Ruhrgebiet ist die Schwerindustrie
schon lange Vergangenheit, die Region macht einen
Sruk-tur--wandel durch. Doch ganz ohne Nebenwirkungen ist so
eine Verwandlung nicht: Die jahrelang andauernde hohe
Arbeitslosigkeit erfordert eine Reform des beruflichen
Ausbildungssystems. Aufklärung und Denkanstöße zu diesem
Thema soll die Tagung "Berufskulturen im Ruhrgebiet -
Ausbildung, Ausbildungs-polititk und struktureller Wandel"
(2.-3. Dezember 1999, Stiftung Bibliothek d. Ruhrgebiets,
Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum) geben, die die
Landeszentrale für politische Bildung NRW, die
Ruhr-Universität, das Forschungsinstitut für Arbeiterbildung
Recklinghausen an der RUB und die Stiftung Bibliothek des
Ruhrgebiets gemeinsam organisiert haben.

Regionale Besonderheiten bestimmen Bildungsniveau

Das Problem ist bekannt: Mit der Wandlung einer Region
verändern sich auch die Anforderungen an die dort
Beschäftigten, so dass besonders die Berufsausbildung sich
anpassen muss. Ein Patentrezept gibt es hierfür aber nicht:
Die Verantwortlichen müssen stets die traditionellen,
geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten der
jeweiligen Region im Auge behalten. Für das Ruhrgebiet heißt
das z. B., dass über Jahrzehnte hinweg ein Großteil der
Bevölkerung in den Großbetrieben der Schwerindustrie
ausgebildet wurde, da es im Vergleich zu anderen Regionen
mit der Branchenvielfalt nicht weit her war. Solche
Eigenheiten prägen zwangsläufig das Bildungsprofil der
Bevölkerung, was bei der Planung einer Ausbil-dungs-reform
berücksichtigt werden muss. Auch die Hochschultradition des
Ruhrgebiets unterscheidet sich grundlegend von der anderer
Landesteile: Sie ist zwar kurz, wurde dafür aber umso
stärker ausgebaut.

Denkanstöße für die Zukunft

Die Tagung bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Gelegenheit, zur gemeinsamen Diskussion und will ein Forum
für den intensiven Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis
und Politik sein. Ziel ist die Aufklärung über die regionale
Ausbildungstradition und eine Anregung für die Erarbeitung
neuer Wege der Berufsbildung.

Programm

11.00 Uhr: Prof. Dr. B. Faulenbach - Begrüßung

11.10 Uhr: Prof. Dr. Dietmar Petzina, Rektor der
Ruhr-Universität - "Anmerkungen zum Wandel der
Arbeitsverhältnisse im Ruhrgebiet aus Sicht eines
Hoch-schulrektors".

11.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement
(angefragt) - "Ausbildung und Bildungspolitik in einer
europäischen Kernregion"

12.15 Uhr: Prof. Dr. Klaus Tenfelde - "Arbeiterkultur und
Berufskulturen - Traditionen im Ruhrgebiet"

14.30 Uhr: Prof. Dr. Klaus Harney - "Die institutionelle und
kulturelle Herkunft der beruflichen Ausbildung in ihrer
Bedeutung für den Wandel des Ruhrgebiets"

15.15: Diskussion: Bildungspolitik im Ruhrgebiet in
historischer Perspektive

Moderation: Dr. M. Schuler, Forschungsinstitut für
Arbeiterbildung

15.45Uhr: PD Dr. Anne Schlüter, Uni Dortmund - "Die
Ausbildungs- und Berufschancen von Frauen im Ruhrgebiet"

16.30 Uhr: Diskussion: Frauen und Bildung im Ruhrgebiet

Moderation: Dr. Karin Derichs-Kunstmann, Forschungsinstitut
für Arbeiterbildung

17.30 Uhr: Podiumsdiskussion (auf Grundlage von Statements):
"Moderne Kompetenzentwicklung im Bergbau und in der
Stahlindustrie"

Teilnehmer: Dipl.-Ing Norbert Kokert, DSK, Leiter des RAG -
Trainigszentrums Bergbau; Heinz Pafferath, Arbeitsdirektor
der EBG, Thyssen-Krupp-Stahl Gruppe; Jean-Luc Malvache,
Forschungsinstitut für Arbeiterbildung Recklinghausen; Prof.
Dr. Klaus Tenfelde, Haus der Geschichte des Ruhrgebiets

Moderation: Prof. Dr. Klaus Harney

9.00 Uhr: Dr. Heinz Schrumpf, RWI - "Arbeit und Ausbildung
im Dienstleistungssektor des Ruhrgebietes"

9.45 Uhr: Diskussion: Dienstleistungsgesellschaft im
Ruhrgebiet - Herausforderung für die Bildungspolitik?

Moderation: Dr. Kurt Johannson, Forschungsinstitut für
Arbeiterbildung

11.00 Uhr: Podiumsdiskussion (auf Grundlage von Statements):
"Staat, Korporationen und Betriebe als Steuerungsinstanzen
in der Berufs-bil-dungspolitik im Ruhrgebiet."

Teilnehmer: Prof. Dr. Ulrich v. Alemann, Köln; Prof. Dr.
Rolf Dobischat, Duisburg; Walter Haas, DGB NRW; Rudolf
Tillmann, IHK Düsseldorf; Hans-Jürgen Steffens, OStD, Vors.
des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen

Moderation: Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Bochum

Weitere Informationen

Prof. Dr. Klaus Harney, Fakultät für Philosophie, Pädagogik
und Publizistik der RUB, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-28565,
Fax: 0234/32-14-252, email: Klaus.Harney@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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