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(00281) 12.11.1999 16:16

PK: RUB-Tagung zur Diaspora- und Genozidforschung


Bochum, 12.11.1999
Nr. 272

Das Reden von Gewalt 
NRW-Ministerpräsident Clement eröffnet Festakt
PK: RUB-Tagung zur Diaspora- und Genozidforschung 


Sehr geehrte Damen und Herren,

haben sich die Wissenschaften den Herausforderungen wirklich
gestellt, die von den Ausbrüchen kollektiver Gewalt, von
Krieg und Genozid ausgehen? Was wissen wir tatsächlich von
den Entscheidungsprozessen ganze Bevölkerungsgruppen
vernichte(te)n? Wie schreibt man die Geschichte eines
Völkermords? Welche Konzepte und Perspektiven muss eine
interdisziplinäre Ge-waltforschung entwickeln, um einen
Zugang zu anderen Tätergesellschaften zu finden, ohne die
Singularität der einzelnen Opfer zu relativieren? Diese
Fragen diskutieren renommierte Wissenschaftler  aus dem In-
und Ausland auf der Tagung "Das Reden von Gewalt" (26. bis
28.11.1999 im Museum Bochum, Kortumstr. 147, 44777 Bochum),
auf der das Institut für Diaspora- und Genozidforschung
(IDG) sein fünfjähriges Bestehen und die Anerkennung als
wissenschaftliche Einrichtung an der RUB begeht. Den Festakt
am 27.11. wird Ministerpräsident Wolfgang Clement eröffnen .
Nach Grußworten vom OB der Stadt Bochum, Ernst-Otto Stüber,
und Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina,  wird  Prof. Dr.
Zygmunt Bauman (Leeds, Großbritannien) den Festvortrag über
"Verfolgung und Gewalt im 20. Jahrhundert. Gemeinsam
geteilte Erfahrungen?" halten.

"Ethnische Säuberungen" auch noch am Ende des 20. Jhdts.

Die Hoffnung, durch Erinnerung an die Opfer der
Vergangenheit künftigen Ge-waltereignissen vorbeugen zu
können, scheint sich nicht erfüllt zu haben. Auch das 20.
Jahrhundert endet mit kollektiver Verfolgung und Gewalt und
spricht von "ethnischer Säuberung" oder von "noch nicht
erreichten modernen Zivilgesell-schaften". Können aus der
Diskussion, die den Primat der Politik mit einem Primat der
Menschlichkeit konfrontiert, Konzeptionen erwachsen, die
unsere Wachsamkeit gegenüber Menschenrechtsverletzungen
erhöhen und dazu beitragen, der Gewalt vorzubeugen, Gewalt
gegen große Menschengruppen zu verhindern? 

TERMIN 

Um Sie bereits im Vorfeld ausführlich über die Themen der
Tagung und die Arbeiten des IDG in den letzten Jahren
informieren zu können, lade ich sehr herzlich ein zu einer 

Pressekonferenz, 
Donnerstag, 25.11.1999, 13:30 Uhr, in die RUB, 
Senatssitzungssaal (Universitätsverwaltung, 3. Etage, Raum
310).

Gesprächspartner

Als Gesprächspartner erwarten Sie Dr. Mihran Dabag (Direktor
des IDG) und der Neuhistoriker Prof. Dr. Lucian Hölscher
(RUB, Vorsitzender des Kuratoriums des IDG). 
Bitte anmelden

Ich würde mich sehr freuen, Sie bei dieser Gelegenheit
wieder in der RUB begrüßen zu können. Bitte melden Sie sich
per E-Mail oder Fax an.  

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Josef König

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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