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(00268) 04.11.1999 16:40

Zwischenbilanz nach 10 Monaten Schnupperprogramm


Bochum, 04.11.1999
Nr. 259

Fundierte Studienwahl ist oberstes Ziel
Unikompass weist in die richtige Richtung
Zwischenbilanz nach 10 Monaten Schnupperprogramm


Seit Anfang diesen Jahres koordiniert das Uni-Kompass-Team
an der RUB Schnupperprogramme für Schülerinnen und Schüler.
Vor wenigen Tagen haben die Koordinatoren zu einer
Zwischenbilanz eingeladen: Etwa 40 Schüler, Lehrer, Fach-
und Studienberater nahmen die Gelegenheit wahr, ihre
Erfahrungen auszutauschen und das Angebot kritisch zu
bewerten - Ergebnis: bei den meisten ist die Idee gut
angekommen und hat die Kommunikation zwischen den einzelnen
Bildungsetappen erheblich verbessert. Persönliche Kontakte
motivieren und ermutigen alle Beteiligten.

Persönlich beraten statt mit Broschüren überfluten

Das Hauptanliegen der Uni-Kompass-Idee ist, Schülern und
Schülerinnen als den Studierenden von morgen bei einer
fundierten Studienentscheidung behilflich zu sein. Immer
noch gehen Schulabgänger ziemlich unbedarft ins Studium, und
das hat Konsequenzen: Die Abbrecherquote in den ersten
Semestern spricht für sich. Die Schulen werden zwar
überschwemmt von einer Flut Informationsmaterial, aber
dieses Überangebot ruft eher eine Abwehrhaltung hervor als
zu informieren. Hier setzt das Kompassprogramm an: Das Team
erarbeitet maßgeschneiderte Angebote für interessierte
Schulklassen. Das Programm ist dementsprechend umfangreich:
Es gibt Campusführungen, Vorlesungen, Tutorenberatungen, UB-
und Laborführungen, Internetstudienberatung und Workshops
zur individuellen Entscheidungsfindung.

Schon 555 Schüler motiviert

Inzwischen haben 555 Schülerinnen und Schüler von 14
regionalen Schulen, mit ihren Lehrern am Programm
teilgenommen. Sowohl sie als auch die Unimitarbeiter zogen
eine positive Bilanz: Lehrer und Schüler empfinden die
Orientierungswochen als "Türöffner" in die Uni; der
persönliche Kontakt mit Kundigen aus der Hochschule ist weit
hilfreicher als vorgefertigte Broschüren. Auch die Vertreter
der Fachbereiche schätzen diese Chance zum Gespräch, da sie
so ihre Bereiche besser präsentieren und auf Fragen eingehen
können. Aus dem Kontakt ergibt sich mitunter eine bleibende
Zusammenarbeit und fachlicher Austausch. Schüler und
Schülerinnen gehen oft motivierter wieder nach Hause: Viele
nehmen sich vor, in den verbleibenden Schuljahren "richtig
studierfähig" zu werden, etwa Referate zu üben und Mathe-
und Englischunterricht als wichtige Grundlagenfächer zu
schätzen. Viele fühlen sich ermutigt durch die Erfahrung,
dass sie sich nach Anleitung schon nach wenigen Tagen auf
dem großen und unübersichtlichen Campus zurechtfinden
können. 

Ingenieure vernachlässigt

Die einzige Enttäuschung, die bei der Bilanz zutage trat,
war die schlechte Annahme des Angebots der
naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen
Fächer. Zum Informationsvormittag der Elektrotechnik z. B.
kamen von 555 Schülern nur 13. Gerade in diesen Fächern sind
die Arbeitsmarktprognosen aber sehr gut.

Viele Wege führen in die RUB

Hochschultage und -wochen haben eine Vorlaufzeit von ca.
zwei Monaten. Die Mitglieder des Kompass-Teams brauchen
genaue Angaben zu Bedürfnissen und Wünschen der Schüler und
eine Vorbereitung in der Schule. Außerdem können Schüler
auch aus Eigeninitiative in die Uni kommen und sich vom Team
beraten lassen. Studieninteressierte sind überdies dazu
eingeladen, außerhalb organisierter Besuche an
Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Geeignete Veranstaltungen
sind z. B. in der Broschüre "Einblick" zu finden, die in
jedem Semester neu erscheint.

Weitere Informationen

Günter Rietbrock, ZSB Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum,
Tel. 0234/32-23865, Fax: 0234/32-14-473, Internet:
www.ruhr-uni-bochum.de/studienbuero/kompass


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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