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(00267) 03.11.1999 14:11

RUB-Wissenschaftler mit zwei Ultraschallsystemen auf der Medica


Bochum, 03.11.1999
Nr. 258

Krebsfrüherkennung verbessert
Echtzeit-Ultraschall-Elastographie und Transmissionskamera
RUB-Wissenschaftler mit zwei Ultraschallsystemen auf der
Medica


Mit zwei neuartigen Ultraschallabbildungssystemen
präsentiert sich die RUB auf der ME-DICA (17.-20. November
99) in Düsseldorf. Ein System für die
"Ultraschall-Elastrographie" und eine
"Ultraschall-Transmissionskamera", beides  neuartige
Abbildungsmodalitäten für die Früherkennung von Knoten und
Verhärtungen bzw. die Diagnostik kleiner Organe, sind
Neuentwicklungen von Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert und seinen
Mitarbeitern (Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik, Fakultät
für Elektrotechnik der RUB), die auf dem Stand des
"Forschungsland NRW (Halle 4, Stand B 21) zu sehen sind.

Auswertung von Gewebeinformationen

Lokale Verhärtungen und Knoten, z.B. in der weiblichen Brust
oder in der Prostata sind im Ultraschallbild nicht in allen
Fällen sichtbar. Konventionelle Tastbefunde unterstützen die
Diagnostik. Solche Knoten kann man nun ortsaufgelöst mit der
Ultraschall-Elastrographie visualisieren. Das weltweit erste
Echtzeit-Elastographiesystem für die Urologie ist an der RUB
von Prof. Ermert in Zusammenarbeit mit Prof. Theodor Senge
(Direktor der Urologischen Universitätsklinik im
Marienhospital Herne - Klinikum der RUB) entwickelt worden.
Das zu untersuchende Organ wird mit einem Ultraschallwandler
geringfügig zusammengedrückt. Mit einem konventionellen
Ultraschallgerät wird eine Folge von Bildern aufgenommen und
es werden die verformungsbedingten Gewebeverschiebungen
ausgewertet. Dabei werden Kompressions- bzw. Dehnungsbilder
rekonstruiert und auf dem Monitor des PCs ausgegeben. 

Preiswertes Durchschallungsverfahren

Auch mit der Ultraschall-Transmissionskamera entstehen
völlig neue Abbil-dungsmöglichkeiten. Mit der Kamera wird
das Gewebe (Gliedmaßen, Hals, kleine Organe, Gelenke,
Gefäße, Sehnen, etc.) durchschallt. Dabei entstehen in
Echtzeit Bilder, die konventionellen Röntgenaufnahmen
ähneln, aber Weichteil-Details wiedergeben, die in
Röntgensystemen nicht sichtbar sind. Physikalisch ist der
Abbildungsvorgang "quasi optisch": Es werden akustische
Linsen bzw. (im Signalverarbeitungsteil)  elektronische
Nachbildungen von Linsen verwendet. Das Verfahren ist
geeignet für die Diagnostik kleiner Organe (Brust, Hoden),
die Rheu-madiagnostik, die Gefäßdiagnostik an Extremitäten,
die Kleinkind-Diagnostik und die Sportmedizin. Das Produkt
gehört zur Klasse der Niedrig-Preis-Geräte.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert, Ruhr-Universität Bochum,
Fakultät für Elektrotechnik, 44780 Bochum, Tel.
0234/32-22842, Fax: 0234/32-14167; E-Mail:
helmut.ermert@ruhr-uni-bochum.de;
http://www.hf.ruhr-uni-bochum.de/



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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