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(00223) 28.09.1999 14:43

Fachtagung an der RUB zum Down-Syndrom will Vorurteile beseitigen


Bitte beachten Sie ab 1. Oktober 1999 unsere
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Bochum, 28.09.1999
Nr. 217

Vorurteile gegen Betroffene beseitigen
Menschen mit Down-Syndrom sind nicht "mongoloid"
Fachtagung an der RUB eröffnet Perspektiven


Selbstbestimmte Lebensformen und Förderungsmöglichkeiten für
Menschen mit Down-Syndrom stehen im Mittelpunkt der
"Fachtagung Down-Syndrom", die die RUB zusammen mit dem
Down-Syndrom Netzwerk Deutschland e.V. von 1.-3. Oktober
1999 veranstaltet. (Ort: RUB-Audimax, HZO, Gebäude GB).
Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland zeigen
Perspektiven und räumen mit Vorurteilen auf, mit denen die
Gesellschaft Betroffenen in der Vergangenheit immer wieder
Unrecht getan hat.

Außergewöhnliche Talente und völlig normale Probleme

Menschen mit dem Down-Syndrom werden oft als "mongoloid"
abgestempelt und bemitleidet. Dabei leiden sie nicht unter
der Behinderung an sich. Was ihnen zu schaffen macht, sind
dieselben Probleme, die "normale" Menschen auch haben: Sie
fühlen sich zu groß oder zu klein, zu dick oder zu dünn,
oder sie sind traurig, weil ihre Liebe nicht erwidert wird.
Sie sind so verschieden wie alle anderen Menschen, jeder hat
seine besonderen Talente und Fähigkeiten. Viele von ihnen
sind sogar überdurchschnittlich begabt im kreativen,
künstlerischen und im emotionalen und sozialen Bereich. Die
meisten können sprechen und lernen lesen und schreiben.
Damit sie von der Gesellschaft auch als die individuellen
und begabten Personen wahrgenommen werden, die sie sind,
setzen sich Experten für eine optimale Förderung ihrer
kommunikativen Fähigkeiten ein. Ein Ziel der Tagung ist es
z. B., das frühe Lesen-Lernen zur Unterstützung der
Sprachanbahnung von Kindern mit Down-Syndrom bekannter zu
machen. Im Ausland ist diese Methode bereits weit verbreitet
und trägt zur Integration der Betroffenen bei. 

Elterngruppen dabei

Auf der Tagung können sich Elterngruppen und andere
Institutionen austauschen und einander vorstellen. So soll
der Informationsfluss zwischen Betroffenen, Angehörigen,
Selbsthilfegruppen und Fachleuten verbessert werden. 

Programm

Fachvorträge          

· Prof. Sue Buckley (England): Lesenlernen zur Verbesserung
der Sprachentwicklung 

· Erik de Graaf (Niederlande): Erste Schritte zum
Grundrechnen, Fallstudie eines holländischen Jungen 

· Michaela Koenig (Österreich): Mein Leben mit Down-Syndrom 

· Prof. Dr. Dr. Theodor Hellbrügge:
Entwicklungsrehabilitation statt Behindertenhilfe 

· Prof. Dr. Heinrich Lenzen: Verhinderung von
Lebensbehinderung 

· Prof. Dr. Hellgard Rauh und Dr. Clemens Trudewind:
Kognitive Entwicklung und Motivation 

· Prof. Dr. Sabine Stengel-Rutkowski: Die Bedeutung der
Eltern-Kind-Beziehung 

· Prof. Dr. Etta Wilken: Förderung des Spracherwerbs durch
lautsprachbegleitende Gebärden 

· Prof. Dr. Werner Dittmann: Reintegration von Eltern von
Kindern mit Down- Syndrom in das soziale Umfeld - eine
Aufgabe der Frühförderung?

- Prof. Dr. Andreas Hinz: Emanzipation der Menschen mit
Down-Syndrom

· Dr. Wolfgang Storm: Psychosoziale und medizinische
Betreuung von Menschen mit Down-Syndrom 

· Ilse Achilles: Partnerschaft und Sexualität 

· Ines Boban und Friederike Körner u.a.: Integrierte
Lebenswege - Integrative Lebenswege 

An der Organisation beteiligen sich foglende Aktiven der
Mitgliedsvereine des Down-Syndrom-Netzwerkes:

Dr. Barbara Oberwalleney, Arbeitsgruppe Down-Syndrom
Iserlohn, Wilfried Liebetruth, Arbeitskreis Doen-Syndrom e.
V. Kirchlinteln, Richard A. Ash, Down-Kind e. V. München,
Andreas Strunze, Down-Kind Mittelsachsen und Freunde e. V. 
Chemnitz, Angela Fuchs, Elterninitiative Down-Syndrom
Braunschweig e. V., Michael Bader, Europäische Down-Syndrom
Assoziation Deutschland e. V. Köln

Weitere Informationen

Michael Bader, Down-Syndrom Netzwerk Deutschland e.V.,
Eifgenweg 1a, 51061 Köln, Tel. 0221/6002030 Fax:
0221/6002361, Inter-net: http://www.down-syndrom-netzwerk.de 





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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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