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(00195) 02.09.1999 14:58

Sprachlehrforschung bleibt - Indologie und Hethitologie schliessen


Bochum, 02.09.1999
Nr. 189

RUB bleibt Volluniversität
Sprachlehrforschung bleibt erhalten
Senat schließt Indologie und Hethitologie


In seiner heutigen außerordentlichen Sitzung hat der Senat
der Ruhr-Universität Bochum dem Vorschlag des Rektorats mit
großer Mehrheit zugestimmt, im Rahmen des so genannten
"Qualitätspaktes" mit dem Land NRW in Zukunft nur die beiden
Magisterstudiengänge "Indologie" und "Hethitologie"
aufzugeben bzw. auslaufen zu lassen. Diese Studiengänge
betreffen nur eine Hand voll von Studierenden. Die
ursprüngliche Absicht, den Magisterstudiengang
"Sprachlehrfor-schung" ebenfalls zu schließen, ist dagegen
vom Rektorat nach einem Gespräch mit einer Delegation der
Fakultät für Philologie zurückgenommen worden - der
Studiengang bleibt erhalten und kann weiterhin in der RUB
studiert werden.

194 Stellen "kassiert" das Land NRW

Außerdem hat das Rektorat dem Senat seine Beschlüsse
erläutert, welche Fächer bzw. Fakultäten jeweils wie viele
Stellen im Rahmen des so genannten "Qualitätspaktes"
absetzen müssen. Die RUB hat vom Land die Vorgabe bekommen,
194 bis Ende 2009, davon 78 bis Ende 2003 abzusetzen. Alle
Stellenabsetzungen hat das Rektorat nach qualitativen und
quantitativen Kriterien vorgenommen, die zuvor mit dem Senat
der RUB einvernehmlich festgelegt worden und den Fakultäten
und Fächern bekannt waren. Die Kriterien sind: Auslastung
der Fächer in der Lehre, Arbeitsmarktperspektiven der
Absolventen, Absolventen je Stelle, Forschungsstärke
(Sonderforschungsbereiche), eingeworbene Drittmittel, den
Beitrag des Faches zur Studienreform, die Anzahl der
Graduiertenkollegs, den Beitrag des Faches zum Profil der
Hochschule (Grad der Verflechtung und Kooperation innerhalb
der Hochschule). Die meisten Stellen absetzen müssen große
Fächer mit - auch wegen der Arbeitsmarktsituation - relativ
niedriger Auslastung, darunter die Physiker/Astronomen (16),
die Maschinenbauer (15), Elektrotechniker (14) und die
Chemiker (14). Keine Absetzungen verkraften müssen z.B.
kleine Fächer wie Publizistik, Kunstgeschichte,
Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Film- und
Fernsehwissenschaft, die sonst in ihrem Bestand bedroht
gewesen wären.

27 Stellen wandern in den Stellenpool des Rektorats 

Das Rektorat hat zugleich seine Absicht erläutert und mit
dem Senat kritisch darüber diskutiert, insgesamt 27 Stellen
mehr "einzusammeln" - also insgesamt 221 -, als vom Land
vorgegeben. Notwendig und nach dem Universitätsgesetz
geboten ist die Bildung einer Rektoratsreserve, um flexibel
auf neue Anforderungen reagieren bzw. zukunftsträchtige
Entwicklungen anstoßen zu können. Mit diesem Stellenpool
will das Rektorat flexibel bei Berufungs- und
Bleibeverhandlungen bleiben - insbesondere, da sich das
NRW-Wissenschaftsministerium immer mehr aus solchen
Verhandlungen zurückzieht.

Die Volluniversität lebt weiter!

Nach diesen einvernehmlichen Entscheidungen von Senat und
Rektorat bleibt die Ruhr-Universität Bochum wird die einzige
"Volluniversität" im Ruhrgebiet bleiben. Sie wird weiterhin
den Schülerinnen und Schülern der Region ein breit
gefächertes Studienfächerangebot garantieren und
Kooperationspartnern in der Wirtschaft und Industrie
umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
anbieten. Allen öffentlichen Unkenrufen zum Trotz, dass die
"Volluniversität tot sei" bekennt sich die RUB zu ihrer weit
verzweigten, interdisziplinären Struktur. Das Rektorat folgt
damit der allgemein gültigen Erkenntnis, dass neue
Forschungs- und Entwicklungsperspektiven sich erst im
Gespräch "zwischen den Fächern" erschließen können und daher
nur Interdisziplinarität gesicherte Zukunftsperspektiven
ermöglicht. Mit ihren von mehreren Fakultäten und Fächern
getragenen acht Sonderforschungsbereichen und 12
Graduiertenkollegs beweist die RUB das täglich. Gleichzeitig
erfüllt die RUB als Volluniversität - die größte und
forschungsstärkste Universität im Ruhrgebiet - ihren
Auftrag, dem Revier ein breit differenziertes Lehr- und
Forschungspotential zu erhalten.



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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