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(00167) 21.07.1999 14:10

Zusatzstudiengänge "Humanitäre Hilfe": Sonderpreis von BMBF und HRK für Prof. Dr. Horst Fischer


Bochum, 21.07.1999
Nr.: 161

Sonderpreis von BMBF und HRK für Prof. Dr. Horst
Fischer
Zusatzstudiengänge "Humanitäre Hilfe" der RUB
gewürdigt
Großes Engagement für internationale Ausbildung
von Absolventen

"Dieser Preis ehrt das persönliche Engagement für
internationale Hochschulzuzusammenarbeit" - mit
diesen Worten überreichte die Bundesministerin für
Bildung, Edelgard Bulmahn, einen Sonderpreis des
BMBF und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) an
Prof. Dr. Horst Fischer, akademischer Direktor des
Instituts für Friedenssicherungsrecht und
Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der
Ruhr-Universität Bochum. Der Preis ist Anerkennung
für die besondere Leistung Fischers beim Aufbau
von Studien- und Ausbildungsangeboten für die
internationale humanitäre Hilfe in Krisengebieten
- konkret für seine Verdienste um die Einrichtung
zweier Europäischer Postgraduierten-Studiengänge
mit Master-Abschluß sowie zahlreicher
Weiterbildungsangebote mit europäischen Partnern.
Den Sonderpreis in Höhe von 5.000 DM wird das
Rektorat der RUB verdoppeln, um Fischers großes
Engagement auf diesem Gebiet zu würdigen.

Zu jung fürs Lebenwerk

"Der Preis geht nicht an mich, sondern an den
Studiengang und alle, die mitgemacht haben -
insgesamt 20 Dozenten", relativierte Prof. Dr.
Horst Fischer am gestrigen Montag, als ihm
anläßlich eines Festaktes im Leibnizhaus der
Universität Hannover die Auszeichnung von
Ministerin Bulmahn und Prof. Dr. Klaus Landfried,
Präsident der HRK, überreicht wurde. Fischer
gehört damit zu den Trägern des "Preises für
herausragende Leistungen in der internationalen
Hochschulzusammenarbeit" - der normalerweise für
ein ganzes Lebenswerk vergeben wird. Angesichts
seines großen Engagements haben das BMBF und die
HRK daher einen Sonderpreis ausgelobt, schließlich
ist der akademische Direktor des IFHV und
"Professor for International 

International studieren

Der Studiengang Humanitäre Hilfe gehört zum
Network on Humanitarian Assistance (NOHA), einer
Zusammenarbeit von europäischen Universitäten auf
diesem Gebiet. In Bochum kann man diesen
zweisemestrigen Zusatzstudiengang mit dem
international anerkannten Titel "Master"
abschließen. Er richtet sich an Absolventen der
Fächer Geographie, Geschichte, Medizin,
Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaft,
Kommunikationswissenschaft und Psychologie, steht
aber grundsätzlich auch Absolventen anderer Fächer
offen. Das besondere daran: Das zweite Semester
können Studierende in einer der an NOHA
beteiligten Partneruniversitäten absolvieren, also
in Aix-Marseille, Deusto-Bilbao, Dublin, Louvain,
Rome-La Sapienza, Uppsala, Groningen (seit 1999)
und Bochum. Zulassungsvoraussetzung für den
NC-Zusatzstudiengang sind gute
Fremdsprachenkenntnisse. 1997 wurde ein zweiter
Master-Studiengang "Human Rights and
Democratization" eingerichtet, in dessen Vorstand
Fischer für zwei Jahre gewählt wurde, und dessen
Konzeption er entscheidend mitgestaltete.

Davon wünscht man sich mehr

Das Besondere der Studiengänge sind abgestimmte
Lehrinhalte, Lehrmaterialien und identische
Prüfungsvoraussetzungen, ein umfassender Austausch
der Studenten und Dozenten, die Verknüpfung von
universitärer Lehre und praktischer Ausbildung.
Dabei sind stets aktuelle wissenschaftliche,
politische und praktische Probleme Gegenstand von
Lehre und Ausbildung. Die Studiengänge werden
durch die relevanten Generaldirektionen der
Europäischen Kommission gefördert. 

Vita

Prof. Dr. Horst Fischer wurde 1950 in Duisburg
geboren. Er studierte von 1970 bis 1975 Jura und
Wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum, danach
wurde er Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches
Recht III/Völkerrecht bei Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Knut Ipsen. Dort promovierte er 1984 mit dem Thema
"Der Einsatz von Nuklearwaffen nach Art. 51 des I.
Zusatzprotokolls zu den Genfer Konventionen von
1949 - Völkerrecht zwischen humanitärem Anspruch
und militärpolitischer Notwendigkeit". Fischer ist
akademischer Direktor des IFHV (seit 1993) an der
Ruhr-Universität  und "Professor for International
Humanitarian Law" an der Rijksuniversität Leiden
(seit 1998). Er hat zahlreiche Ämter im In- und
Ausland inne,  darunter das des Präsidenten des
Network on Humanitarian Assistance (NOHA) sowie
den Vorsitz des Exekutivrates des Studiengangs
European Master's Degree in Human Rights and
Democratization, Padua.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Horst Fischer, Institut für
Friedenssicherungsrecht und Humanitäres
Völkerrecht, NA 02/33, Tel.: 0234/700- 7366, Fax:
0234/7094-208, eMail: ifhv@ruhr-uni-bochum.de,
Internet:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv/index.html

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