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(00145) 15.06.1999 14:54

Gebrüder-Eickhoff-Preis 1999


Bochum, 15.06.1999
Nr. 138

Sparen helfen und Straßenbahnregelung verbessern
Gebrüder-Eickhoff-Preis 1999
Würdigung hervorragender RUB- Promotionen


Der diesjährige Gebr.-Eickhoff-Preis geht an Dr.-Ing. Uta
Ursula Müller (Fakultät für Maschinenbau) sowie an Dr.-Ing.
Stefan Koch (Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik). Der insgesamt mit 10.000 DM dotierte
Preis wird am 18. Juni 1999, um 10.15 Uhr im Hause von Gebr.
Eickhoff, Hunscheidstr. 176, feierlich von den Dekanen Prof.
Dr. tech. Gustav Schweiger (Maschinenbau) und Prof. Dr.-Ing.
York Tüchelmann (Elektrotechnik und Informationstechnik) den
erfolgreichen RUB-Forschern überreicht. Betreut wurden die
Promotionsarbeiten von Prof. em. Dr.-Ing. M. Fiebig und
Prof. Dr. N. K. Mitra sowie von Prof. em. Dr.-Ing. Manfred
Depenbrock. Die Bochumer Maschinenfabrik und Eisengießerei
mbH der Gebrüder Eickhoff stiftet jährlich seit ihrem
125-jährigen Bestehen den Gebr.-Eickhoff-Preis für
hervorragende wissenschaftliche Leistungen im
Promotionsverfahren an die Fakultät für Maschinenbau und die
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.
Vertreter der Medien sind bei der Preisverleihung herzlich
willkommen.

Effizientere Wärmeübertragung

Dr.-Ing. Uta Ursula Müller wird für ihre DFG-geförderte
Dissertation zum Thema "Dreidimensionale numerische
Untersuchung der Wärmeübergangssteigerung mittels
ausgestanzter Wirbelerzeuger in laminaren Spaltströ-mun-gen"
ausgezeichnet. Darin zeigte sie, wie man durch die
Verwirbelung der Strömung effizientere Wärmeüberträger
entwerfen kann. Dazu müssen in der Strömung zwischen den
Wärmeübertragerplatten Längswirbel erzeugt werden, die
eigens dafür in Form von drei- oder viereckigen Flügeln aus
einer Platte ausgestanzt werden. Ein anderes
Ausstanzungsverfahren, dessen sich  Dr.-Ing. Uta Ursula
Müller bediente, ist das Ausschneiden sogen. Hutzen zur
Erzeugung der Längswirbel mit dem Ziel, den Wärmeübergang zu
erhöhen. Die daran anschließende numerische Simulation der
Hutzen-Geometrie ist wegen ihrer Komplexität nicht einfach.
Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten konnte Frau Müller jedoch
einen Computer-Code entwickeln, der die Strömungsfelder
nachahmt und mit dessen Hilfe sie die Wirbelentstehung und
-strukturen detalliert untersuchte. 

Hutzen sparen Geld und Ressourcen

Darüber hinaus erforschte Dr.-Ing. Uta Ursula Müller bei den
Hutzen die Einflüsse ihrer geometrischen Parameter und fand
heraus, daß bei optimaler Hutzenanordnung ein
Plattenwärmeüberträger 61 % weniger Übertragungsfläche
benötigt als ohne Hutzeneinsatz. Der Einsatz von Hutzen
reduziert demnach die Größe und den Materialbedarf eines
Wärmeüberträgers beträchtlich und ist deshalb ökonomisch und
ökologisch bedeutsam. Dr.-Ing. Uta Ursula Müller setzt ihre
Kenntnisse mittlerweile bei der Essener Firma
LVE-Verfahrenselektronik ein, wo sie vor Ort die Bedingungen
der industriellen Öfen simuliert und die Belegschaft zur
Selbstanwendungs schult.

Kürzere Inbetriebenahmezeit durch verbesserte
Straßenbahnregelung

Die Ergebnisse der Promotion von Dr.-Ing. Stefan Koch über
"Beiträge zur Regelung von Induktionsmaschinen ohne
Drehgeber" sind relevant für Straßenbahnen. Denn sie
versprechen eine Steigerung der Robustheit und eine deutlich
verkürzte Inbetriebnahmezeit. Bislang wird die
Zuverlässigkeit moderner umrichtergespeister
Schienentriebfahrzeuge noch durch teure und zudem
störanfällige Drehzahlgeber eingeschränkt. Dr.-Ing. Stefan
Koch optimierte jedoch das Verfahren, die Drehzahl aus den
Strömungen und Spannungen der Motorklemmen zu ermitteln,
indem er das Modell des Asyn-chron-fahrmotors zu Hilfe nahm.
Sein Verfahren funktioniert auch bei reduzierter Drehzahl.
Die neue Methode von Dr.-Ing. Koch wurde schon im letzten
Sommer auf einer modernen Niederflurstraßenbahn erfolgreich
getestet. 

Weitere Informationen

Ruhr-Universität Bochum, Dekanat der Fakultät für
Maschinenbau, Tel. 0234/700-6191; Dekanat der Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik, 0234/700-5666


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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