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(00070) 22.03.1999 15:26

Tunneltechnologie für die Zukunftsaufgaben in Europa


Bochum, 22.03.1999
Nr. 66

Ob durch Sand und Gestein oder unter Wasser
Abdichten oder Entwässern: Neuer Katalog hilft entscheiden
Tagung: Tunneltechnologie für die Zukunftsaufgaben in Europa


Tunnelbauer, die vor der Entscheidung  für ein Abdichtungs- und ein
Entwässerungssystem stehen, finden nun einen neuen Katalog, den der
Bochumer Dip.-Ing.  Bernd Schockemöhle im Auftrag des
Bundesministeriums für Verkehr und der Deutschen Bahn AG erstellt hat.
Er präsentiert ihn erstmals auf dem X. Kolloquium für
Bauverfahrenstechnik über "Tunneltechnologie für die Zukunftsaufgaben
in Europa"  (25. 03.1999, 9.00 bis 17.30 Uhr, Audi max der RUB).  Auf
diesem zum 25. Bestehen des Lehrstuhls für Bauverfahrenstechnik,
Tunnelbau und Baubetrieb (Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB,
Inhaber: Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernhard Maidl) organisiertem
Kolloquium erläutern u. a. Projektleiter laufender Bauvorhaben in
Europa neuen Entwicklungen beim Maschinenvortrieb und beim
Spritzbetonverfahren. Eine Industrieausstellung im Foyer ergänzt das
Kolloquium . Das komplette Tagungsprogramm ist im Internet der RUB:
http://www.btb.ruhr-uni-bochum.de/Seiten/programm.htm

Neuer Katalog für die wirtschaftlichste Methode

Eine Neuheit ist der Bochumer Katalog von Entscheidungskriterien zur
Wahl von Abdich-tungs- und Entwässerungssystemen. Um das Eindringen
von Wasser in den Tunnel zu verhindern, kann man ihn entweder
vollständig nach außen abdichten, was sehr teuer ist, oder ein
Abflußsystem im Tunnel einsetzen, das regelmäßig und aufwendig von
Kalkablagerungen befreit werden muß. Wegen hoher Baukosten griff man
meistens auf die Tunneldränage zurück, aber Ökologie und die hohen
Wartungskosten fordern das Umdenken. Durch Vergleiche von Projekten im
Tunnelbau haben die Bochumer Ingenieure einen Katalog entwickelt, der
konkrete Empfehlungen zur Wahl von wirtschaftlichen Abdichtungs- und
Entwässerungssystemen geben kann. Hier können schon beim Bau bis zu
25.000 DM pro laufenden Meter Tunnel eingespart werden.

Deutschland führend

Deutschland ist noch immer führend im Tunnelbau. Hier werden die
schweren Maschinen für den Maschinenvortrieb hergestellt. Außerdem
sind  mehrere Hundert Kilometer Tunnel im Bau. Allein die
Rhein-Main-Strecke übertrifft den Tunnel unter dem Ärmelkanal um ein
Vielfaches.

Von Schildmaschinen und Spritzbeton

Zwei Themenkomplexe dominieren die RUB-Tagung: Der Maschinenvortrieb
die Spritzbetontechnik. Schildmaschinen sind "Fabriken im kleinen":
Vorne wird gefräst, hinten bereits mit Betonfertigteilen abgestützt.
Ein eigenes Kraftwerk liefert die benötigte Energie. Das preiswertere
"Spritzbetonver-fahren" wird dann eingesetzt, wenn man keine
besonderen Schwierigkeiten bei der Wasserführung oder Gesteinswechsel
erwartet. Hierbei wird der Querschnitt in einzelnen Segmenten
abgefahren. Der schnelltrocknende Spritzbeton trägt innerhalb
kürzester Zeit das umliegende Gebirge.

Weitere Informationen und Terminabsprachen

Heinz-Bernd Einck, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für
Bauingenieurwesen, Lehrstuhl für Bauverfahrenstechnik, Tunnelbau und
Baubetrieb, 44780 Bochum, Tel 0234-700 6096, Fax 0234-7094-310.
Dipl.-Ing. Einck ist bereit, nach Absprache, Projektbesichtigungen
sowie Aufnahmen in Versuchshallen und auf Baustellen zu  vermitteln.



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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