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(00051) 02.03.1999 14:35

Minikreisverkehre: Leistungsergebnissen auf Tagung präsentiert


Bochum, 02.03.1999
Nr. 49

Minikreisverkehre im Leistungstest
Von Erfahrungen im Ausland lernen
RUB-Tagung zu platzsparenden Lösungen für Kreuzungen


Über Erfolg oder Mißerfolg von Minikreisverkehren in NRW entscheiden
die Forschungsergebnisse eines Projektes der
RUB-Verkehrswissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Werner
Brilon (Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB). Für das
Verkehrsministerium NRW nahmen sie 18 der neuen Minikreisel und ihre
Benutzer unter die Lupe. Ihr Urteil präsentieren sie auf der
"Informationsveranstaltung Minikreisverkehrsplätze" am 18. März 1999
von 10-13 Uhr im Audi max der RUB.

Herzlich willkommen

Die Medien sind herzlich willkommen. Die Teilnahme, der
Forschungsbericht und die Broschüre des Verkehrsministeriums sind
kostenlos.

Im Kreisverkehr fährt man rücksichtsvoller

Kreisverkehre haben sich in der Vergangenheit als äußerst vorteilhafte
Verkehrslösung erwiesen: Die Autofahrer müssen weniger lange warten
als an Ampelkreuzungen, so daß mehr Verkehr bewältigt werden kann.
Außerdem fahren sie langsamer und rücksichtsvoller als zuvor, weil sie
an den Eingängen die Vorfahrt gewähren müssen. An Kreisverkehren
passieren weniger Unfälle, und wenn es doch einen gibt, entstehen
meistens nur Blechschäden. Auch Fußgänger und Radfahrer profitieren
von dieser Rücksichtnahme.

In Deutschland bislang zu groß gebaut

Das klingt zu schön um wahr zu sein, und tatsächlich hat die Sache
ihren Haken: Kreisverkehre sind außerordentlich raumgreifend.
Mindestens 26 Meter Durchmesser müssen sie haben, damit jedes
zugelassene Fahrzeug hindurchfahren kann. So viel Platz kann man nicht
überall erübrigen.

Gute Erfahrungen mit Minikreisel im Ausland

Vor diesem Problem haben die Deutschen lange kapituliert; doch jetzt
läßt man sich vom europäischen Ausland inspirieren: Der Minikreisel
ist da. Vom herkömmlichen Kreisverkehr unterscheidet ihn, daß man auf
die Blumenrabatte in der Mitte verzichtet und die Mittelinsel nur noch
durch eine leichte Erhöhung und eine besondere Farbgebung andeutet.
Der ganze Kreis wird bis zur Hälfte kleiner; der kleinste hat im
Durchmesser nur 13 Meter. PKW passen trotzdem problemlos durch, Busse
und LKW dürfen notfalls die Insel überfahren.

Neue Ergebnisse zu Unfällen und Geschwindigkeiten

Dennoch fragen sich Verkehrsingenieure, ob die Rechnung aufgeht:
Fahren die Autofahrer tatsächlich vorsichtig und langsam oder nehmen
sie rüpelhaft die Insel mit? Ist der Minikreisel als solcher
erkennbar? Wie muß die Beschilderung aussehen und wie die Mittelinsel?
Um diese Fragen haben sich die RUB-Verkehrsexperten gekümmert. Sie
haben Geschwindigkeiten gemessen und Unfälle gezählt und bewertet.
Ihre Ergebnisse können einen neuen Trend in der deutschen
Verkehrstechnik bedeuten.

Weitere Informationen

Dr.-Ing. Lothar Bondzio, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für
Bauingenieurwesen, 44780 Bochum, Tel. 0234/700-7384, Fax:
0234/7094-151, e-mail: Lothar.Bondzio@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
www.verkehr.bi.ruhr-uni-bochum.de

Programm


10.00 bis 10.10 Uhr, Einführung, MR Udo Ziegler, Ministerium für
Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr (MWMTV)

10.10 bis 10.25 Uhr Wissenschaftliche Einführung, Prof. Dr.-Ing.
Werner Brilon (RUB)

10.25 bis 11.30 Uhr, Einzelergebnisse,

LLBD Helmut Nikolaus, Rheinisches Straßenbauamt Euskirchen

Dipl.-Ing. Paul Röver. Röver Ingenieur GmbH Gütersloh

Dipl.-Ing. Angela Stolte-Neumann, Stadt Köln,

LOBR Thomas Oehler, Westfälisches Straßenbauamt Paderborn

11.30 bis 12.00 Uhr, Kaffeepause

12.00 bis 12.30 Uhr, Zusammenfassung der Ergebnisse,  Prof. Dr.-Ing.
Werner Brilon (RUB), Dr.-Ing. Lothar Bondzio (RUB)

12.30 bis 13.00 Uhr, Erläuterung der Empfehlungen zum Einsatz von
Minikreis-verkehrsplätzen, Prof. Dr.-Ing. Werner Brilon (RUB)

13.00 Uhr Schlußwort (MWMTV)





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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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