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(00048) 24.02.1999 16:48

Carving-Ski auf dem Simulator


Bochum, 08.02.1999
Nr. 35

Skischwünge schneidiger durch Radialskitechnik
Profitechnik durch neuen Simulator anschaulicher
Bochumer Sportwissenschaftler auf der Spur des Carvingski


Skiprofis sausen durch die Pisten schon länger mit dem kraftsparenden
und leichter steuerbaren Radial- oder Carvingski. Freizeitsportler
aber haben es  eher schwer, diese Technik zu erlernen Für die
speziellen Bewegungsabläufe mit diesem Ski fehlt noch die Lehrmethode.
Zwei Bochumer Sportwissenschaftler, Jörg Margane und Lars Trzecinski,
haben einen Skisimulator weiterentwickelt und getestet, mit dessen
Hilfe diese speziellen Bewegungsabläufe unter verschiedenen
Bedingungen veranschaulicht werden können. Für diese Pionierarbeit
verlieh die RUB den von Prof. August Neumaier
(Bewegungslehre/Biomechanik, Fakultät für Sportwissenschaft der RUB)
betreuten Diplomarbeiten je einen der "Preise an Studierende 1998"
für die besten Arbeiten aus der Fakultät für Sportwissenschaft.

"Wiener Modell" in größerem Maßstab getestet

Die taillierte Form des Radialskis sorgt dafür, daß er leichter "auf
die Kante" gebracht wird und der Sportler so Schwünge bei geringerem
Tempo und mit weniger Kraftaufwand schneiden kann. Dadurch kann sich
der Fahrer auf andere Aspekte konzentrieren. Bisher waren nur wenige
in der Lage, die neue Technik angemessen zu vermitteln, da es keine
allgemeingültigen Aussagen zu den Bewegungsabläufen gab. Dieses
Problem haben Margane und Trzecinski gelöst. Dazu haben sie den
Schwungautomaten "Wiener Modell", der seit einigen Jahren als
Unterrichtshilfe eingesetzt wird, in einem größeren Maßstab nachgebaut
und ihre Ergebnisse auf ihre allgemeingültige Anwendbarkeit getestet.

Auswirkung von Kippwinkel auf Skiverhalten

Die Versuche fanden unter Laborähnlichen Bedingungen in einer Skihalle
in den Niederlanden statt. Das große Wiener Modell ist 60 cm breit und
65 cm hoch und in der Lage, mehrere aufeinanderfolgende Schwünge zu
fahren. Die Entstehung des neuen Modells und die Testreihen beschreibt
Margane in seiner Arbeit "Entwicklung und Erprobung eines
Skisimulators (Schwungautomaten) in Verbindung mit unterschiedlichen
Anfangsgeschwindigkeiten und Skiformen". Darauf baut Trze-cinski auf:
er untersuchte die Auswirkungen unterschiedlicher Kippwinkel und
Kraftangriffspunkte auf das Fahrverhalten der Radialski in
"Untersuchung zum Einfluß von Skikantstellung und Kraftangriffspunkt
auf das Fahrverhalten eines Schwungautomaten (Skisimulators)".

Hilfen für die Anfängerschulung

Der Vorteil des großen Modells liegt darin, daß alle Fahreinstellungen
isoliert betrachtet werden können und die Einflüsse wegfallen, die auf
das individuelle Fahrkönnen von Testpersonen zurückzuführen sind. Aus
den Bewegungen des Modells können nun Skilehrer Hilfen für die
Anfängerschulung ableiten sowie aus den Erklärungen dieser Skitechnik
Übungsformen in unterschiedlichen Körperlagen auf dem Ski entwickeln.

Weitere Informationen

Jörg Margane, Tel. 0234/260899, Lars Trzecinski, Tel. 0231/692603,
Prof. Dr. August Neumaier, Fakultät für Sportwissenschaft,
RUB, 44780 Bochum, Tel. 0234/700 7905



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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