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(00017) 20.01.1999 10:26

RUB-Bauingenieur kombiniert Bioabfall und Kläranlagen


Bochum, 20.01.1999
Nr. 18

Bioabfall ökologisch weiter verwertbar
Umwelt und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen
Bochumer Bauingenieur kombiniert Bioabfall und Kläranlagen


Die Lagerung und Weiterbehandlung von Bioabfall braucht trotz der
immer weitergehenden Mülltrennung kein Problem mehr für Städte und
Gemeinden zu sein. Verfügt die lokale Kläranlage über einen
Faulbehälter, so steht einer gemeinsamen Gärung von Bioabfällen und
Klärschlamm nichts im Wege. In seiner von der RUB preisgekrönten
Diplomarbeit über die "Co-Vergärung von Bioab-fällen aus Haushalten im
Faulbehälter" geht Thomas Schneider die Weiterver-wertung von Biomüll
von einer neuen Seite an. Die Arbeit ist bei Prof. Dr. Hermann Orth
(Siedlungswasserwirtschaft, Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB)
entstanden.

Neue Methode senkt Kosten ...

Müllfahrzeuge liefern den Bioabfall direkt in die Kläranlagen, wo der
Müll von großen und metallischen Störstoffen befreit, zerfasert und
zusammen mit dem Umwälzschlamm in den Faulbehälter transportiert wird.
Vom wirtschaftlichen Standpunkt sprechen viele Vorteile für die
Co-Vergärung. Durch die Nutzung bereits vorhandener Kläranlagen werden
die Kosten für Transport, Personal und Wiederaufbereitung gesenkt. Der
Aufwand beträgt nur noch 94 DM/Mg im Vergleich zu 170-250 DM/Mg bei
Kompostierung und 200-260 DM/Mg bei Mono-Vergärung. Das Endprodukt
Faulschlamm ist durch den Bioanteil qualitativ besser und vielseitiger
einsetzbar, auch in der Landwirtschaft.

... und hilft der Umwelt

Die Umwelt profitiert ebenfalls vom Zusammenschluß Bioabfall -
Kläranlage. Die Erschließung von Flächen für Kompostieranlagen
entfällt weitgehend, da vorhandene Strukturen genutzt werden können.
Das anfallende Biogas kann für die Betreibung der gesamten Anlage
genutzt werden und die geschlossenen Gärtürme reduzieren die
Geruchsemission. Die Belastung des Wassers durch die zusätzlichen
Biostoffe bleibt innerhalb des gesetzlichen Rahmens.

Die Vergärung von Bioabfällen im Faulbehälter ist aus ökologischer
Sicht die angemessene Weiterentwicklung der Mülltrennung, die auch auf
der wirtschaftlichen Seite Vorteile mit sich bringt.

Weitere Informationen

Dipl-Ing. Thomas Schneider, Tel. 0201/24549-23
Prof. Dr.-Ing. Hermann Orth, Fakultät für Bauingenieurwesen, Lehrstuhl
für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik, Ruhr-Universität
Bochum 44780 Bochum, Tel. 0234/700-5891, Fax 0234/7094 503.





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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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