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Samenbank fuer Pflanzenmaterial



Bochum, 12.08.1998
Nr. 162

Ein Samenbank ganz anderer Art
Genbestände und Pflanzenmaterial bald im Internet
RUB an Bord: "Bundesinformationssystem Genetischer Ressourcen"


Eine etwas andere Samenbank bietet der Botanische Garten der RUB
(Leiter: Prof. Dr. Thomas Stützel, Spezielle Botanik, Fakultät für
Biologie) bald im Internet an. Die Bochumer erschließen mit anderen
Partnern in den nächsten drei Jahren die Daten der Pflanzenbestände
des eigenen und anderer Botanischer Gärten und stellen diese zum
sogenannten "Bundesinformationssystem Genetischer Ressourcen (BIG)"
zusammen. Dieses Informationssystem soll anderen Institutionen und
Interessenten ermöglichen, gezielt nach Pflanzen zu suchen und direkt
via Internet Samenbestellungen in den jeweiligen Gärten aufzugeben.

Kooperationspartner

Mit BIG arbeiten zum ersten Mal Arbeitsgruppen aus dem Bereich der
landwirtschaftlichen Grundlagenforschung, dem Naturschutz und der
Hoch-schul-forschung zur Erfassung des nationalen Pflanzenmaterials
zusammen. So arbeiten die Bochumer mit dem Bundesamt für Naturschutz
(BfN, Bonn), dem Institut für Pflanzengenetik und
Kulturpflanzenforschung (IPK, Gaters-leben) und der Zentralstelle für
Agrardokumentation- und Information (ZADI, Bonn), die das Projekt
koordiniert. Finanziert wird das Projekt mit insgesamt rund 2. Mio.
DM, von denen knapp 500.000 auf die RUB entfallen.

Einschließlich wilder Blumen

Da der internationale Tausch von Pflanzenmaterial durch verschiedene
Vorschriften zunehmend erschwert wird, kommt einer solchen Erfassung
der national vorhandenen genetischen Ressourcen eine große Bedeutung
zu. Die Nutzer aus Forschung und Anwendung sollen daher neben den
Beständen der Botanischen Gärten auch Daten aus Nutzpflanzenbanken wie
der Gen-Bank Gatersleben abrufen können, Wildvorkommen einheimischer
Pflanzen sollen mit groben Fundortangaben ebenfalls aufgenommen
werden. Der Benutzer muß lediglich den Namen der gesuchten Pflanze
eingeben, BIG liefert dann Daten zu Herkunft und Vorkommen, Gefährdung
und Nutzung sowie zur biologischen, genetischen und ökologischen
Charakterisierung.

High-tech gegen Verwechslung und Diebstahl

Zusätzlich zu dieser Datenbank will die RUB im Bereich der
Etikettierung von Pflanzen neue Möglichkeiten erschließen. Dabei soll
ein Verfahren zur eindeutigen Kennzeichnung von Lebendmaterial der
Universität Osnabrück weiterentwickelt werden, bei dem ablesbare
Mikrochips in die Pflanzen implantiert werden. Ziel der Entwickler ist
es, ein national einheitliches System zu schaffen, durch das nicht nur
Verwechselungen ausgeschlossen werden, sondern das auch eine
Strafverfolgung bei Diebstahl möglich ist.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Thomas Stützel, Ruhr-Universität Bochum, Botanischer Garten
und Lehrstuhl Spezielle Botanik, 44780 Bochum, Tel. 0234/700-4491,
Fax: 0234/7094-284, email: Thomas.Stuetzel@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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