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Graduiertenkolle zu optischen Messmethoden



Bochum, 03.07.1998
Nr. 144

Berührungslos genau messen
Optische Meßmethoden zum Standard machen
13. Graduiertenkolleg an der RUB startet im Oktober '98


Wenn man die Zuverlässigkeit und Qualität der Produkte weiter steigern
und die Produktionsverfahren sicherer, umweltschonender machen will,
muß man die Produktions- und Prozeßabläufe besser verstehen und
genauer kontrollieren können. Herkömmliche Meßmethoden sind dafür
ungeeignet. Daher steigt der Bedarf an neuen, leistungsfähigeren
Meß-methoden. Sie entwickeln will der neue Graduiertenkolleg "Optische
Meß-methoden in den Ingenieurwissenschaften" an der Ruhr-Universität
Bochum (Sprecher: Prof. Dr. Gustav Schweiger, Laseranwendungstechnik,
Fakultät für Maschinenbau), den die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) ab 1. Oktober 1998 mit fast 1,6 Mio. DM fördert. Außer der RUB
ist auch die Universität - Gesamthochschule - Essen daran beteiligt.
Für die RUB ist es der 13. Graduiertenkolleg.

Potential optischer Messung nicht ausgeschöpft

In Forschung und Entwicklung hat der Einsatz optischer, vor allem
laseroptischer Meßverfahren die enorme Leistungsfähigkeit dieser nicht
traditionellen Methoden erwiesen. Sie sind berührungslos, sehr schnell
und extrem genau, was Abmessungen und zeitliche Abläufe anbelangt. So
ist es möglich, Supertanker millimetergenau zu vermessen, die
einzelnen Phasen  der Benzinvergasung und Verbrennung im Ottomotor in
winzig kleinen Schritten zu analysieren oder während der
Spritzlackierung einer Karosserie die Lackdicke zu korrigieren.
Aufbereitet, durch inzwischen sehr leistungsfähige, preiswerte
Rechner, könnten diese Methoden in weit größerem Umfang in der
Industrie eingesetzt werden, wenn ihre Beherrschung nicht Kenntnisse
erforderte, die im allgemeinen Rahmen der Ingenieurausbildung nicht
vermittelt werden. Mit einem auf die Vorkenntnisse der Ingenieure
sorgfältig abgestimmten integrierten Ausbildungs- und
Forschungsprogramm soll nun durch das neu eingerichtete
Graduiertenkolleg der Einsatz optischer Meß-methoden in den
Ingenieurwissenschaften verstärkt und in der industriellen Praxis
gefördert werden.

DFG bewilligte 32 von 90 Kollegs

Von 90 beantragten Graduiertenkollegs bewilligte der zuständige
Ausschuß nur 32, wobei das Bochumer Kolleg das einzige neue geförderte
Projekt der  Ingenieurwissenschaften in  NRW ist. Beteiligt daran
sind: Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert, Hochfrequenztechnik, und Prof. Dr.
techn. Gerhard Schiffner, Allgemeine Elektrotechnik und Elektrooptik
(Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB), Prof.
Dr. em. Martin Fiebig und Prof. Dr. Wolfgang Leiner, Wärme- und
Stoffübertragung, Prof. Dr. techn. Gustav Schweiger,
Laseranwendungstechnik und Meßsysteme (Fakultät für Maschinenbau der
RUB), Prof. Dr. H. B. Weyer (Institut für Antriebstechnik, DLR, Köln),
Prof. Dr. rer. nat. W. Merzkirch, Strömungslehre,  und Prof. Dr. P.
Walzel, Mechanische Verfahrens- und Apparatetechnik (Fachbereich 12,
Maschinenwesen, Universität - Gesamthochschule - Essen).

Hausbesuche am Beginn

Das Konzept dieses Graduiertenkollegs baut auf die Kombination eigener
Lehrveranstaltungen, Seminaren, Kolloquien und Forschungsprojekten,
die Grundlage von Dissertationen sind, sowie einem ständigen direkten
und aktuellen Austausch über Ideen, Probleme und Fortschritte.
Einleitend werden die Kollegiaten "Hausbesuche" bei sämtlichen
beteiligten Lehrstühlen und Instituten machen, um einen komplexen
Einstieg für die nächsten drei Jahre zu bekommen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Gustav Schweiger, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für
Maschinenbau, Lehrstuhl für Laseranwendungstechnik und Meßmethoden,
44780 Bochum, Tel. 0234/700-3392, Fax: 0234/7094-259, email:
schweiger@lat2.lat.ruhr-uni-bochum.de
http://www.lat.ruhr-uni-bochum.de/



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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