[ vorherige ][ nächste ][ Übersicht Pressemitteilungen ]

Klinikum der RUB mit neuen Vertraegen



Bochum, 23.06.1998
Nr. 135

Der König ist tot - Es lebe der König
Vom "Bochumer Modell" zum Klinikum der RUB
Land NRW und Klinikträger unterzeichneten neuen Vertrag


Das erfolgreiche "Bochumer Modell" der medizinischen Ausbildung hat
sich bewährt und ist nun auf unbefristete Zeit verlängert worden. Mit
einem heute, 24. Juni 1998, neu unterzeichneten Vertrag besiegelten
das Land NRW und die Träger der Kliniken des bisherigen "Bochumer
Modells" die auf Dauer angelegte Zusammenarbeit. Staatssekretär Dr.
Wolfgang Lieb (NRW-Ministerium für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft
und Forschung), der die Verträge für das Land unterzeichnet, hob die
"überdurchschnittliche Qualität der Bochumer Medizinausbildung"
hervor, und sprach die Hoffnung aus, daß "Sie dieser neue Vertrag
anspornt, gemeinsame Ziele zu definieren und gemeinsame Projekte in
Gang zu bringen"

O-Ton zur Vertragsunterzeichnung

Fritz Kollorz (Bundesknappschaft und Bergbauberufsgenossenschaft) hob
für die Träger bei der Unterzeichnung hervor: "Der Vertrag bedeutet,
einen Status innezuhaben, den Status einer gleichwertigen
Universitätsklinik ebenbürtig den anderen klassischen
Universitätskliniken unseres Landes mit allen Verpflichtungen und
Rechten." Prof. Ulf Eysel (Dekan der Medizinischen Fakultät der RUB)
betonte das "unglaubliche Preis-Leistungsverhältnis" dieser
Zusammenarbeit: "Nirgendwo in Deutschland bietet eine Fakultät die
gleiche Leistung an Ausbildung und Forschung zu einem annähernd
ähnlichen Preis". RUB-Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina drückte die
Hoffnung aus, daß mit der Umbenennung des Bochumer Modells in
"Klinikum der RUB" die Zusammenarbeit zwischen Vorklinik und Klinik
weiter gestärkt werde: "Sie bringt Geschlossenheit, Gemeinschaft und
innere Zusammengehörigkeit der Medizinischen Fakultät zum Ausdruck".

Neue Perspektiven für Lehre und Forschung

Anstatt mit vier Verträgen regelt ab heute nur noch ein Vertrag die
Zusammenarbeit zwischen der RUB und den Trägern des Klinikums. Der
neue Vertrag legt die Entfristung und Perspektiven für die
Verbesserung der zukünftigen Zusammenarbeit in klinischer Ausbildung
und Forschung fest. Äußeres Symbol der neuen Zusammenarbeit ist die
Umbenennung in "Klinikum der Ruhr-Universität Bochum". Gleichzeitig
unterzeichnete die RUB mit den Trägern des Klinikums einen weiteren
Vertrag, in dem die gemeinsame Berufung von Professoren als Chefärzte
geregelt wurde.

In kleinen Gruppen an "normalen" Krankheiten und "anerkannter
Hochleistungsmedizin"

Zum Kennzeichen des "Bochumer Modells" wurde die klinische Ausbildung
in Krankenhäusern der Regelversorgung: In kleinen Gruppen werden die
Medizinstudierenden der RUB schon während ihres Studiums an "normalen"
Krankheiten ausgebildet, und nicht nicht nur an Krankheiten der
"Hochleistungsmedizin". Die Spitzenergebnisse der Absolventen haben
das "Bochumer Modell" weit über die Grenzen des Landes bekannt
gemacht. Dabei haben sich die Kliniken, wie Dekan Prof. Eysel betonte,
als "Kliniken der Maximalversorgung erwiesen. Sie leisten neben der
traditionsgemäßen, nachbarschaftlichen Versorgung ihres
Einzugsgebietes längst auch anerkannte Hoch-leistungsmedizin." Fritz
Kollorz vermerkte mit Stolz : "Wer hier in Bochum, an dieser Fakultät
Medizin studiert, der wird wie in den vergangenen Jahren in unseren
Kliniken genau jene Patienten finden, mit denen er sich während seiner
Tätigkeit etwa als niedergelassener Arzt vor allem und in erster Linie
auseinandersetzen muß.".

Erfolgsstory des "Bochumer Modells"

Die Erfolgsstory des "Bochumer Modells" begann 1975 mit dem Beschluß
des Landes, aus finanziellen Gründen ein eigenes Klinikum für die RUB
aufzugeben. Am 25. Januar 1977 beschloß das Land, "ein neues,
möglicherweise zukunftsweisendes Modell zur Ausbildung von
Medizinstudierenden ab Wintersemester 1977 an der RUB" zu erproben.
Noch im selben Jahr wurden Verträge mit verschiedenen Trägern
unterzeichnet über die Nutzung der Kran-kenhäuser "Bergmannsheil",
Knappschafts-Krankenhaus, St. Josef-Hospital (alle Bochum) und
Marienhospital (Herne) für die klinische Ausbildung. Diese befristeten
Verträge wurden 1987 um weitere zehn Jahre verlängert.

Größtes Klinikum in Deutschland

Das Bochumer Klinikum ist gemessen an der Bettenzahl das größte in
Deutschland. Während üblicherweise Universitätsklinika etwa 1.800
Betten aufweisen, verfügt das Bochumer Klinikum über 2.963 Betten.
Heute studieren 2780  junge Menschen Medizin in Bochum, davon befinden
sich 1.442 in klinischen Studienabschnitt; jährlich werden 232
aufgenommen. Sie werden im Klinikum von 820 Ärzten und
Wissenschaftlern betreut, davon allein 42 Professoren/Chefärzte.
Dieses Betreuungsverhältnis ist hervorragend: Auf einen Lehrenden
entfallen nur 1,8 Studierende. Dabei werden sie, so Dekan Prof. Eysel,
"pro Kopf für weniger als die Hälfte der in Deutschland sonst üblichen
Kosten ausgebildet."

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ulf Eysel, Dekan der Medizinischen Fakultät,
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/700-4960, Fax:
0234/7094-190.





RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB