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18. Mintrop-Seminar



Bochum, 07.05.1998
Nr.  94


Nicht nur zur Endlagerung geeignet
Salzvorkommen und ihre Bedeutung
18. Mintrop-Seminar zum Thema ,Salzerkundung"


Die ,Salzerkundung" ist zentrales Thema des 18. Mintrop-Seminars
(10.-12. Mai 1998, im Schloßhotel Hohenfeld, 48161 Münster). Unter
wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Dresen
(Institut für Geophysik der RUB), Prof. Dr. J. Fertig (TU Clausthal),
Dipl.-Geophys. F. Jordan (Wintershall AG, Kassel), Dipl.-Geophy. P.
Krajewski (Preussag Energie, Lingen) und Prof. Dr. H. Rüter (Deutsche
Montan Technologie, Bochum) diskutieren Experten aus Wirtschaft und
Wissenschaft aktuelle Fragen und Aspkte - von der ,Endlagerung
radioaktiver Abfälle in Salz" bis zu Fragen der Erkundung von
Salzstöcken mit Hilfe moderner seismischer Methoden. Die Tagung
organisiert die DGMK - Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für
Erdöl, Erdgas und Kohle in Zusammenarbeit mit Unikontakt -
Kontaktstelle Universität/Wirtschaft der RUB.

Lange Tradition in Deutschland

Die Erforschung und Nutzung von Salz hat in Deutschland, bedingt
durch die reichen Salzvorkommen, eine lange Tradition. Meilensteine
waren die Salzgewinnung im Mittelalter, der Aufbau einer bedeutenden
Kaliindustrie vor rd. einhundert Jahren, die Suche nach
Kohlenwasserstoffen an Salzstöcken und im präsalinaren Untergrund
sowie die Anlage von Salzkavernen und Salzstollen zur Speicherung und
Lagerung von Nutz- oder Abfallstoffen. In dieser langen Zeit wurden
viele Erkenntnisse über das Salz und seine Bewegungen gewonnen,
entsprechende Theorien und Modelle dazu entwickelt.

Geophysiker auf der Suche nach Salz

Die wissenschaftlich-technische Entwicklung der Salzerkundung ist
heute keineswegs abgeschlossen. Entscheidend verbessert hat sich der
Wissensstand in letzter Zeit durch 3D-Seismik, neue
Datenbearbeitungs-Methoden, kombinierte Anwendung verschiedener
geophysikalischer Verfahren, 3D-Modelling und 3D-Bilanzierung von
Salzstrukturen, durch Laborexperimente und zahlreiche neue
Untersuchungsbohrungen. Ein bedeutender Schritt ins wissenschaftliche
Neuland hinein konnte getan werden. Das aus älterer Seismik bekannte
Bild von zumeist diffusen Salzstöcken hat nun deutlich an Schärfe
gewonnen. Dazu bedurfte und bedarf es aber nach wie vor der
Zusammenarbeit aller an Salzvorkommen interessierter Fachvertreter und
Fachvertreterinnen in den verschiedenen wissenschaftlichen und
technischen Bereichen.

Geophysiker auf der Suche nach Salz

Frühere Theorien müssen derzeitig modifiziert, neue Ideen können
entwickelt werden. So wird zum Beispiel das von der BGR in Hannover
für das Nordwestdeutsche Becken kürzlich erstellte Kartenwerk, das
auch viele geologische Schnitte mit Salzstöcken enthält, sicherlich
eine hervorragende Grundlage zur Kenntniserweiterung bilden. Auch
sind inzwischen, neben den klassischen Salzregionen, durch die
Kohlenwasserstoff-Exploration weitere Salzbecken erschlossen worden.
Globale Aspekte der Salztektonik treten dadurch immer stärker in den
Vordergrund. Die Fülle neuer Publikationen zeigt das lebhafte
Interesse an diesen Fragen.

Weitere Informationen und Programm

Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Dresen, Ruhr-Universität Bochum, Institut
für Geophysik, 44780 Bochum, 0234/700-3292



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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