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Wei Jingsheng an der RUB



Bochum, 08.04.1998
Nr. 71

Denk ich an China in der Nacht . . .
Chinas bekanntester Dissident bereist Europa
Wei Jingsheng an der RUB: Über Demokratie und Menschenrechte


Die Menschenrechtssituation in China habe sich entgegen manchen
Behauptungen nicht gebessert, erklärt Wei Jingsheng. Der Kämpfer für
Demokratie in China setzt sich nun im Exil unermüdlich für die Belange
seines Volkes bei westlichen Regierungen und Parteien ein. In dieser
Mission bereist er derzeit Europa und ist auf Einladung der
Friedrich-Naumann-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung erstmals
auch in Deutschland. Trotz des umfassenden Besuchsprogramms ist es
Prof. Dr. Helmut Martin (Sprache und Literatur Chinas, Fakultät für
Ostasienwissenschaften der RUB) gelungen, Wei Jingsheng für einen
Vortrag an der RUB zu gewinnen. Zu diesem besonderen Termin - Vortrag
und Diskussion zum Thema ,Demokratie und Menschenrechte - China auf
dem Weg ins 21. Jahrhundert" (Mittwoch, den 15. April 1998, 19.30 Uhr,
Hörsaal Zentrum Ost, HZO 40) - sind die Medien und die breite
Öffentlichkeit herzlich eingeladen!

Biographisches

Wei Jingsheng wurde 1950 in Beijing geboren. Er war Wortführer des
kurzen ,Pekinger Frühlings", initiierte 1978 die Bewegung ,Mauer der
Demokratie" und forderte auf Wandzeitungen zu den ,Vier
Modernisierungen" Deng Xia- opings den ,fünften" Punkt
,Demokratisierung" ein. Wei gehört zu den Demokraten der ersten
Stunde der Nach-Mao-Ära und erwarb sich als prominentester
Regimegegner die Bezeichnung ,Vater der Demokratiebewegung". Von da
an begann für ihn ein langer und einsamer Kampf gegen die Mächtigen
in Beijing. 17 Jahre, die längste Zeit seines erwachsenen Lebens,
verbrachte er in Gefängnissen und Arbeitslagern in China. Die Freude
über die Freilassung Weis ist getrübt durch die erzwungene Ausreise
(im November 1997 in die USA). Mit der Abschiebung von Dissidenten
ins Exil soll der Demokratiebe- wegung in China die geistige Quelle
entzogen werden, doch Wei Jingsheng setzt den Kampf für die
Demokratisierung Chinas auch im Exil fort. Sein Engagement fand immer
wieder internationale Anerkennung (Auszeichnung durch Demokratie und
Bildungsverein der Auslandschinesen in San Francisco, 1992; Preis der
Gleitsman Foundation (USA), 1993; Kennedy-Prize (USA), 1994;
Olof-Palme-Preis (Schweden), 1995; Preis des Landes und der Stadt Los
Angeles, 1996; Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments, 1996;
Menschenrechtspreis der Demokratie-Stiftungt des US-Kongresses,
1998).

Weitere Informationen

Prof. Dr. Helmut Martin, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für
Ostasien- wissenschaften, Sektion Sprache und Literatur Chinas, Tel.:
0234/700-6253,-4699, Fax: 0234/7094-265,-663 und außerhalb der
Dienstzeit Tel.: 02302-71707, Fax: 0202-71683



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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