[ vorherige ][ nächste ][ Übersicht Pressemitteilungen ]

Germanist Klussmann wird 75



Bochum, 24.02.1998
Nr. 45

75 und kein bißchen müde
Germanist und Deutschlandforscher
Paul Gerhard Klussmann - einer der aktivsten Emeriti


Seit zehn Jahren ist er zwar entpflichtet (,emeritiert"), aber Arbeit
hat er noch genug. Am 25. Februar 1998 vollendet der Bochumer
Germanist und emeritierte Professor für Neuere Deutsche
Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft, Paul Gerhard Klussmann,
sein 75. Lebensjahr. Zu Ehren des angesehenen und allseits beliebten
Hochschullehreres findet am Geburtstag ein kleiner Festakt statt, auf
dem nach Grußworten von Prof. Manfred Eickelmann, Prof. Dr. Dr. h.c.
Knut Ipsen und einer Laudatio von Prorektor Prof. Dr. Harro
Müller-Michaels, Prof. Klussmann angenehm überrascht werden wird. (25.
Februar 1998, 14 Uhr, GB 5/160 - Die Medien sind herzlich willkommen)

Von der Romantik bis St. George

Klussmann, der vor allem als Stefan George-Forscher und als Experte
für die deutsche Literatur der Romantik und der Biedermeierzeit
hervorgetreten ist, war von 1971 - 1987 Lehrstuhlinhaber an der
Ruhr-Universität Bochum in der Fakultät für Philologie. Seit 1989
leitet er als Geschäftsführender Direktor das von ihm mitbegründete
Institut für Deutschlandforschung, eine Einrichtung mit
Wissenschaftlern aus sieben Fakultäten, die Forschungsschwerpunkte im
Bereich der deutschen Frage in Geschichte und Gegenwart gebildet
haben.

Das Klischee vom "faulen Professor" straft er Lügen

Der akademische Lehrer, Literaturforscher und Protagonist in
zahlreichen Einrichtungen der literarischen Kultur und Kritik, Paul
Gerhard Klussmann, straft alle Klischees vom ,faulen Professor"
Lügen. Auch zehn Jahre nach seiner Emeritierung ist er immer noch
aktiv im Bereich des Hochschulunterrichts, führt regelmäßig
Lehrveranstaltungen durch und ist, nicht zuletzt wegen seiner
Routine und der von ihm ausgehenden Ruhe und Freundlichkeit, ein
gefragter Prüfer in Magister-und Doktorexamen. Doch damit nicht
genug: In seinem Forschungsinstitut zu Deutschlandfragen ist er
vielfältig aktiv durch die Gestaltung und Durchführung größerer und
kleinerer Projekte und Arbeitsvorhaben, die unser Wissen um die
Probleme des Zusammenwachsens von Westdeutschland und Ostdeutschland
bereichern.

Schüler von Benno von Wiese und Wolfdietrich Rasch

Als Angehöriger der Kriegsgeneration studierte Paul Gerhard
Klussmann in den späten 40er und frühen 50er Jahren in Münster, u.
a. bei so bekannten und unvergessenen Literaturhistorikern wie Benno
von Wiese und Wolfdietrich Rasch. Der preisgekrönten Dissertation
und einiger Zeit im Schuldienst folgten Assistentenjahre bei Rasch
in Münster. 1965 wurde der gebürtige Bielefelder als Professor an
die Pädagogische Hochschule in Siegen berufen, um wenige Jahre
später seinen Werdegang quer durch Westfalen an der RUB
fortzusetzen. Hier entfaltete er rasch eine breit angelegte Lehr-
und Forschungstätigkeit, und insbesondere auch auf dem Gebiet der
Förderung des akademischen Nachwuchses und der Pflege
internationaler wissenschaftlicher Konktake erwarb er sich
beträchliche Verdienste.

In jüngster Vergangenheit die jüngste Vergangenheit im Blick

In seinen Lehrveranstaltungen wie in seinen Publikationen hat
Klussmann nahezu das gesamte Feld der deutschen Literatur des 19.
und 20. Jahrhunderts durchmessen. Wichtige Forschungsbeiträge
steuerte er, neben seinen zahlreichen George-Studien, unter anderem
bei zu den Romantikern, etwa zu Tieck, Wackenroder und Eichendorff,
zu Heine und Hebbel, und vor allem zu den Künstlern der
Jahrhundertwende wie Hofmannsthal, Wolfskehl oder Kandinsky. Von den
großen Prosaautoren dieses Jahrhunderts hat er besonders Thomas Mann
und  Feuchtwanger mit mehreren Studien gewürdigt. Doch seit längerem
hat Klussmann vor allem die Gegenwartsliteratur zu einem
Hauptarbeitsgebiet ausgebaut, und hier waren es nicht zuletzt
Schriftsteller aus der DDR, auf die er aufmerksam gemacht hat. Dabei
wendet er sich sowohl großen Namen wie Heiner Müller oder Christa
Wolf zu als auch wichtigen Autoren, die nur einem kleineren Kreis
geläufig sind, wie etwa Gert Neumann oder Walter Kaufmann.




RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB