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Arbeitskreis "Rheuma - Schmerz - Psyche"



Bochum, 06.02.1996
Nr. 32

Lassen Sie sich nicht haengen!
Schmerzbewaeltigung in Selbsthilfegruppen erfolgreich 
26. Tagung des Arbeitskreises Rheuma - Schmerz - Psyche


Es ist erwiesen: Schmerzen lassen sich leichter in Gesellschaft
ertragen bzw. in Selbsthilfegruppen bewaeltigen. Sie motivieren,
machen den Patienten aktiver und erwecken verlorengegangene
Hoffnung. Krankheit- und Schmerzbewaeltigung bei Polyarthritis und
Osteoporose sind die beiden Schwerpunkte der 26. Tagung des
Arbeitskreises "Rheuma - Schmerz - Psyche" am 9./10. Februar 1996 in
der RUB. Organisiert und geleitet wird die Tagung von Dr. Joachim
Kugler und Dr. Harald Seelbach (Abteilung fuer Medizinische
Psychologie, Medizinische Fakultaet der RUB). Die Medien sind
herzlich willkommen.

Schmerzen wegdenken

Zwei Drittel der Probanden waren nach aktiver Selbstsuggestion
deutlich schmerzunempfindlicher. Das hat eine Studie ueber
Schmerztoleranzgrenzen in Bochum ergeben. Als Begleitreaktion
stellten Prof. Dr. em. Gertrud Krueskemper (Medizinische
Psychologie) und ihre Mitarbeiter bei den Probanden deutlich
geringere Verspannungen fest. Fuer sie ist erwiesen, dass z.B.
Entspannungsuebungen, autogenes Training oder andere Formen der
Selbst- und Fremdsuggestion den Patienten aus seiner Hilflosigkeit
befreien helfen. Er verlaesst die passive Rolle des Empfaengers von
Medikamenten oder Spritzen, wird selbst aktiv und tut was gegen
seine Schmerzen. 

Knochen wieder dicker

Dass Selbsttherapieform auch bei der schmerzhaften Osteoporose
hilft, zeigen andere Bochumer Studien: Deutlich zu nahm die
Knochendicke bei Osteoporose-Patienten schon ein halbes jahr nach
aktiver Teilnahme in Selbsthilfegruppen. Fuer die AErzte und
Psychologen haengt das damit zusammen, dass die Patienten aktiv
gegen ihre Krankheit vorgehen. 

Rheumaliga unterstuetzt Selbsthilfegruppen

Was bislang als Aussenseiterverfahren galt, gewinnt so Zustimmung.
Nicht zuletzt  diese positiven Ergebnisse haben den Zentralverband
der Rheumaliga veranlasst, Mittel in seinen Haushalt einzustellen,
mit denen er Selbstbewaeltigungsgruppen und
Schmerzbewaeltigungstherapien unterstuetzt.

Weitere Informationen und Programm

Dr. H. Seelbach, Dr. Kugler, B. Bettenhausen, Ruhr-Universitaet
Bochum, Medizinische Fakultaet, Abt. fuer Medizinische Psychologie,
44780 Bochum, Tel. 0234/700-7286, -5438.





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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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