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Frauen in Naturwissenschaft und Technik



Bochum, 31.01.1996
Nr. 24

Verleugnet und verkannt 
Wissenschaftlerinnen damals und heute
Ausstellung und Vortraege Portraets von Wissenschaftlerinnen


"Frauenportraets aus Naturwissenschaft und Technik: Von der Antike
bis zur Neuzeit - der verleugnete Anteil der Frauen an der Physik"
ist an der RUB eine Ausstellung und eine Aktionswoche mit
Begleitveranstaltungen ueber gewidmet.  Veranstalter sind das
Projekt BELMA an der RUB in Zusammenarbeit mit der Regionalstelle
"Frau und Beruf" Mittleres Ruhrgebiet, der VDI - Arbeitsgruppe "Frau
im Ingenieurberuf" und dem Bochumer Planetarium. Die Ausstellung ist
vom 5. 2. - 10. 2. 1996 in der Zeit von 10.00 bis 19.00 Uhr im Audi
max der RUB zu sehen. Termine der Vortraege siehe unten. Die Medien
und die OEffentlichkeit sind herzlich willkommen.  

Natur und Technik keine Maennerdomaene

Wer weiss schon, dass Albert Einsteins Frau Physik und Mathematik
studierte? Oder wer hat schon von  Ada Lovelace gehoert, die im Jahr
1840 erste Programme fuer eine "analytische Maschine" schrieb, den
Vorlaeufer des modernen Computers? Oder von Ilse Knott - ter - Meer,
der  ersten habilitierten Diplomingenieurin Deutschlands? Zu allen
Zeiten wurden Naturwissenschaft und Technik als Maennerdomaenen
betrachtet. Dabei hat man die Frauen, die trotz aller sozialen und
gesellschaftlichen Schwierigkeiten wissenschaftlich gearbeitet und
ihr Wissen in Naturwissenschaft und Technik eingebracht haben, aus
dem Blick verloren.

Von der Antike bis zur Gegenwart 

Schon im alten Griechenland und Rom waren Frauen als
Medizinwissenschaftlerinnen taetig, im Mittelalter verfassten sie 
Buecher ueber Astronomie und Physik und in der Neuzeit bekamen sie
Nobelpreise fuer ihre wissenschaftlichen Leistungen. Besonders seit
der Aufklaerung, in der eine wissenschaftliche Revolution stattfand
und wissenschaftliches Forschen und Experimentieren regelrecht in
Mode kam, praegten Frauen wissenschaftliche Entwicklung und Denken
entscheidend mit. Obwohl nun die Leistungen der Frauen erkannt und
sie sogar uebernommen wurden, wurde nur wenigen - wie z.B. Marie
Curie - die gebuehrende Anerkennung zuteil.

30 Portraets

In den 30 Frauenportraets der Ausstellung der TU Darmstadt an der
RUB: "Von der Antike bis zur Neuzeit - der verleugnete Anteil der
Frauen an der Physik" werden die wissenschaftlichen Leistungen der
Frauen in den Naturwissenschaften und auch in der Technik, sowie ihr
Beitrag zur Entwicklung dieser Wissenschaften vorgestellt. Dadurch
soll gezeigt werden, dass Frauen in Naturwissenschaft und Technik
genauso selbstverstaendlich arbeiten  und wissenschaftlich
Hervorragendes leisten koennen, wie ihre maennlichen Kollegen. Denn
der geringe Anteil der Frauen in der Physik und im Ingenieurstudium
und -beruf ist heute noch weitgehend auf das klassische
Rollenverstaendnis und fehlende weibliche Vorbilder zurueckzufuehren
und dies trotz des besonders breiten Ausbildungsspektrums und einer
ausserordentlichen Vielfalt der Berufsmoeglichkeiten.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus dem
Bereich der Frauenforschung sowie der Studienorientierung und
-beratung begleitet. Ausser an die Mitglieder der Universitaet
richtet sich damit die gesamte Aktionswoche an alle Interessenten,
insbesondere an die Schuelerinnen und Schueler der Bochumer
Gymnasien und Gesamtschulen.

Informationen auch fuer Schuelerinnen

Zahlreiche Vortraege an der RUB und im Planetarium, dazu
Laborbesichtigungen und Diskussionsrunden mit Studienberatern und
berufstaetigen Ingenieurinnen sollen die jungen Leute bei ihrer
Enscheidung fuer ein Studium unterstuetzen und insbesondere den
Frauen weibliche Vor- und Identifikationsbilder aus den
Wissenschaften und der Berufspraxis liefern.

Naehere Auskuenfte 

ueber Ausstellung und Begleitveranstaltungen, sowie
Informationsmaterialien: Dr.-Ing. Anna Kuschke, Ruhr-Universitaet
Bochum, Tel. 0234/700-5993 

Rahmenprogramm:

5.2.1996

10.00 Uhr, Audi max, Hoersaal 1, Eroeffnung, Begruessung, Projekt
BELMA, Rektorat, Regionalstelle ,Frau und Beruf"

10.30 Uhr, Audi max, Hoersaal 1: ,Sonja Kovalewskaja   erste
Professorin derNeuzeit", Prof. Dr. G.Wassermann   Fakultaet fuer
Mathematik, RUB

11.30 Uhr, Audi max, Hoersaal 1: ,Frauen im Ingenieurberuf", Dr.
Ing. J.Albrecht   Fakultaet fuer Elektrotechnik, RUB

6.2.1996

10.00 Uhr, Audi max, grosser Hoersaal: ,Ingenieurstudium und 
beruf", Dr. Ing. H. P. Mueller, Fakultaet fuer Maschinenbau, RUB)

7.2.1996

10.00 Uhr, Audi max, grosser Hoersaal: ,Bauingenieurwesen   Studium
und Beruf", Dipl. Ing. H. B. Einck, Fakultaet fuer
Bauingenieurwesen, RUB)

16.00 Uhr, Hoersaal HIA. Eine Ingenieurin berichtet aus der
Biomedizinischen Technik, Dipl. Ing. K. Beck zu Gast in der BELMA  
Seminarreihe, ,Interdisziplinaeres Wissen"

8.2.1996

11.30 und 19.30 Uhr, Vortrag im Bochumer Planetarium: ,Frauen in der
Astronomie", Prof. Dr. J.Feitzinger   Planetarium Bochum, (Anmeldung
unter Tel.: 0234/910 3691, Schueler 3,50 DM; Erwachsene 7,00 DM)

9.2.1996

12.30 Uhr, Audi max, Hoersaal 1: ,Frauen in der Mathematik   eine
Spurensuche", T. Meyer, Universitaet Goettingen


10.2.1996

10.00 Uhr, Audi max, Foyer,  Info Treffen: ,Schuelerinnen fragen
Ingenieurinnen", VDI Arbeitsgruppe ,Frau im Ingenieurberuf"

Dieses Programm wird durch Laborbesichtigungen, Diskussionen und
viele andere Informationsangebote ergaenzt (taeglich um ca. 14.00
Uhr, Treffpunkt: Audi max - Eingang).




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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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