Politik der Zunkunft

Politik der Zukunft

Utopisten

Schon anhand der „klassischen“ Utopien (Platon, Morus, Bacon) und Anti-Utopien (Orwell, Huxley) lässt sich zeigen, dass die Zukunft eine Geschichte und jeweilige politische Funktion hat, d. h. dass die angesprochenen gesellschaftlichen Gegenwelten zugleich Ausdruck kultureller Selbstdeutung sind. Aber auch in der gegenwärtigen Populärkultur repräsentiert der Science-Fiction-Film kulturelle Zeitdeutungen von hohem jeweiligem diagnostischen Potential. Mit Überlegungen solcher Art geht die Philosophie sozusagen in der Tradition von „Platos picture show“ ins Kino. Es entsteht ein Philosophieren mittels dieses Genres und im Ausgang von ihm, das seine Möglichkeiten nutzt, ohne die Grenzen eines solchen Vorgehens zu übersehen und das zugleich antritt, die Deformationen und Ignoranzen, aber auch die Möglichkeiten einer Arbeit der Vernunft im Zeitalter des Populären anzusprechen.

Diese Seite versammelt einige Beiträge zu einem auf studentische Initiative hin zustande gekommenen Seminar. „Die Politik der Zukunft. Zur Reflexion über Kulturprozesse im Spiegel von Utopie und Science-Fiction“ (Ruhr-Universität Bochum, WS 2004/2005). Autorinnen und Autoren: Teilnehmende des Seminars.



Artikel