Kontakt Kulturphilosophie

Kontakt Kulturphilosophie

Ein zentrales Rätsel der Gegenwartsphilosophie ist das Verhältnis unseres Bewusstseins, der Perspektive der ersten Person mächtig und Urheber der Kultur zu sein, zu den Erkenntnissen der Kognitions- sowie der Evolutionswissenschaften seit Darwin. In diesen scheint von der Natur her auf die Kultur ein neues Licht zu fallen. Dies ist ebenso faszinierend wie interessant. Es ist aber auch eine Herausforderung: Wie steht es demgegenüber mit den Beiträgen von Kulturphilosophie und Kulturwissenschaften? Der „Kontakt Kulturphilosophie“ entstand im Anschluss an die Tagung „Kultur und Bildung“ im November 2016 an der Ruhr-Universität Bochum, um den gedanklichen Austausch fortzuführen.

  • PD Dr. Katharina Bauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150, derzeit Universität Groningen. Unter den Publikationen: Einander zu erkennen geben: Das Selbst zwischen Erkenntnis und Gabe, Alber, Freiburg 2012.
  • Dr. Jörn Bohr, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Grundlagenforschung zur Philosophiegeschichte: Wilhelm Windelband (DFG) und Geschäftsführer der AG Philosophischer Editionen bei der DGPhil, Bergische Universität Wuppertal, Gaußstr. 20. Unter den Publikationen, gemeinsam mit Klaus Christian Köhnke: Ernst Cassirer, Davoser Vorträge, Meiner, Hamburg 2014 (ECN Bd. 17).
  • Ralf Glitza, i.d.H. abgeordneter StR an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150, vormalig DAAD-Lektor an der Guangdong University of Foreign Studies in Guangzhou und an der Tongji-Universität in Shanghai. Unter den Publikationen: Globalisierung – Über die Notwendigkeit interkulturell-interdisziplinärer Wissenschaften, in: A. Burkhardt, J. Zhao u. J. Zhu (Hrsg.): Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt, Frankfurt 2014.
  • Dr. Kinga Golus, Wissl. Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld, Universitätsstraße 25. Unter den Publikationen: Abschied von der Androzentrik. Anthropologie, Kulturreflexion und Bildungsprozesse in der Philosophie unter Genderaspekten, Berlin 2015.
  • Julia Gruevska, MA, Mercator Research Group Spaces of Anthropological Knowledge an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Herausgeberin von: Körper und Räume. Exkurse in die „Anthropogeographie“, (vorauss.) Berlin 2018.
  • Dr. Helmut Hühn, Germanist und bei Michael Theunissen promovierter Philosoph, Mithrsg. des Historischen Wörterbuchs der Philosophie, zahlreiche Publikationen zu Goethe, Schiller, Herder, Droysen u.v.a.; leitet die Forschungsstelle Europäische Romantik sowie Schillers Gartenhaus und die Goethegedenkstätte in Jena. Seine Dienstadresse kannte Goethe schon: Frommannsches Anwesen, Fürstengraben, Jena.
  • Prof. Dr. Ralph Köhnen, Germanist an der Ruhr-Universität Bochum. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen: Das optische Wissen. Mediologische Studien zu einer Geschichte des Sehens. München 2009 und: Die Zauberflöte und das „Populare“. Eine kleine Mediologie der Unterhaltungskunst, Frankfurt 2016.
  • Dr. Gudrun Kühne-Bertram, Dilthey-Forschungsstelle an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen: Wilhelm Dilthey, Briefwechsel, Bd. 1 ff., Göttingen 2011 ff., Otto F. Bollnow, Schriften (beides mit H.-U. Lessing); Konzeptionen einer lebenshermeneutischen Theorie des Wissens, Würzburg 2015.
  • Prof. Dr. Hans-Ulrich Lessing, Dilthey-Forschungsstelle an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen: Die Autonomie der Geisteswissenschaften. Studien zur Philosophie Wilhelm Diltheys, 2 Bde. Nordhausen 2015-16; Mensch und Kultur (mit V. Steenblock), 3. Aufl. Hannover 2015.
  • Dr. Kevin Liggieri, MA, M.Ed., Mercator Research Group Spaces of Anthropological Knowledge an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Unter den Veröffentlichungen: „Fröhliche Wissenschaft“: Zur Genealogie des Lachens, bei Alber erschienen, Freiburg 2015.
  • Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Orth, Philosoph an der Universität Trier. Unter den zahlreichen Veröffentlichungen: Von der Erkenntnistheorie zur Kulturphilosophie. Studien zu Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen, Würzburg 1996; Die Spur des Menschen, Würzburg 2014.
  • JProf. Dr. Annika Schlitte, Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg. Promotion unter dem Titel: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur. Georg Simmels ,Philosophie des Geldes’, München 2012.
  • Prof. Dr. Gunter Scholtz, Philosoph an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem zur Theorie und Geschichte der Geisteswissenschaften. Zuletzt: Philosophie des Meeres, Hamburg 2016.
  • Prof. Dr. Volker Steenblock, Kulturphilosophie und Philosophiedidaktik an der Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150. Veröffentlichung u.a. als Hrsg. (mit Hans-Ulrich Lessing): Vom Ursprung der Kultur, bei Alber erschienen, Freiburg 2014.
  • JProf. Dr. René Torkler, Universität Eichstätt, Ostenstraße. Promotion unter dem Titel: Philosophische Bildung und politische Urteilskraft. Hannah Arendts Kant-Rezeption und ihre didaktische Bedeutung, bei Alber erschienen, Freiburg 2015.

Hinweis auf Kulturphilosophische Studien im Alber-Verlag:
Die Ergebnisse der Tagung „Kultur und Bildung“ werden veröffentlicht in der Reihe Kulturphilosophische Studien im Alber-Verlag. Im Zentrum der Reihe stehen Arbeiten im Horizont der deutschen kulturphilosophischen Tradition (Herder, Humboldt, Dilthey, Simmel, Cassirer) und im Kontext aktueller Entwicklungen in Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften (Monographien, Sammelbände, Editionen grundlegender Schriften zur Kulturphilosophie).
Herausgeber: Proff. Dres. Hans-Ulrich Lessing, Volker Steenblock
Beirat: Proff. Dres. Gerald Hartung, Ernst Wolfgang Orth, Frithjof Rodi, Jörn Rüsen, Gunter Scholtz.

Weitere Hinweise zur Kulturphilosophie und Theorie der Geisteswissenschaften:
Neben Wilhelm Dilthey, Gesammelte Schriften (GS), 26 Bde. und 4 Briefbände, Leipzig, später Göttingen 1914 ff.; ab Bd. XVIII hrsgg. von Frithjof Rodi, Hans-Ulrich Lessing, Gudrun Kühne-Bertram u.a.) ist in unseren Augen disziplinprägend: Ernst Cassirer, Gesammelte Werke (ECW), hrsgg. von Birgit Recki, Hamburg 1998-2009; Nachgelassene Texte und Manuskripte (ECN), hrsgg. von John M. Krois und Oswald Schwemmer, Hamburg 1995 ff. Wir verweisen ferner auf: Ralf Konersmann (Hrsg.), Handbuch Kulturphilosophie, Stuttgart 2012, Zeitschrift für Kulturphilosophie, Hamburg 2011 ff., Netzwerk Kulturphilosophie, siehe  http://www.nkph.uni-kiel.de.