Vorlesung | 020 110 | BA VI | M 4

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Dialog zwischen Gott und Mensch - Einführung in die Liturgiewissenschaft

 

Zeit: Mo 14 - 16 Uhr
Raum: GA 03/149
Beginn: 15.10.2018
eCampus-Anmeldung: bis: 01.02.2019

In einem breiten Spektrum von Gottesdiensten feiern Christen ihren Glauben. In Wort und Zeichen, in Gebet, Gesang und vielen anderen ritualisierten Elementen kommt das Bekenntnis zu Gott und seinem Heilshandeln in Jesus Christus zum Ausdruck. Mit der Umschreibung, die Liturgie sei ‚Quelle und Gipfel allen kirchlichen Handelns' hat das Zweite Vatikanische Konzil das Bewusstsein dafür erneuert, dass das christliche Leben in der Feier wie unter einem Brennglas verdichtet wird. Keine andere Lebensäußerung der Kirche ist so sehr Ausdruck christlich-kirchlicher Identität wie die Liturgie: "Der eigentliche Existenzort von Kirche ist nicht irgendeine Bürokratie, auch nicht die Aktivität einer Gruppe, die sich zur ‚Basis' erklärt, sondern die ‚Versammlung'" (J. Ratzinger). Die Vorlesung fragt nach den anthropologischen und theologischen Grundlagen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Strukturen gottesdienstlichen Handelns. Welche Sinngehalte bestimmen die äußere Feiergestalt? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Praxis?

Die Vorlesung stellt die Arbeitsmethoden der Liturgiewissenschaft vor, erläutert die Quellen und ordnet sie in den Kontext der Theologie als übergeordnete Disziplin ein. Die Lehrveranstaltung ist begleitet durch ein Online-Tutorium über die ELearning-Plattform Moodle.

Literaturhinweise:
  • Gerhards, Albert/ Kranemann, Benedikt, Einführung in die Liturgiewissenschaft, 3. Auflage, Darmstadt 2013.
  • Meßner, Reinhard, Einführung in die Liturgiewissenschaft, 2. überarb. Auflage, Paderborn 2009.
  • A. Saberschinsky, Der gefeierte Glaube. Einführung in die Liturgiewissenschaft, Freiburg 2006.
  • M. Stuflesser/St. Winter, Wo zwei oder drei versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1), Regensburg 2004.
  • K. H. Bieritz, Liturgik, Berlin 2004

 

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Vorlesung | 020 112 | MEd NEU C | MED ALT E | MA VIII | M 23

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Gottesdienste in der Öffentlichkeit

 

Zeit: Do 16-18 Uhr
Raum: GA 6/131
Beginn: 11.10.2018 bis einschließlich 29.11.2018
eCampus-Anmeldung: 29.11.2018

 

Die erste Vorlesung beginnt am 11.10.2018 und die letzte Vorlesung findet am 29.11.2018 statt.

Auch wenn die Kirchenbindung geringer zu werden scheint, so zeigt sich doch, dass ein Bedürfnis nach Spiritualität und Sinngebung weiter existiert. Besonders deutlich tritt dies hervor, wenn im Rahmen größerer Veranstaltungen nach Gottesdiensten gefragt wird, z.B. nach Katastrophen oder anlässlich von Festen. Vielerorts steht dann die Frage im Raum, inwieweit bei diesen Anlässen des öffentlichen Lebens gemeinsame Feiern von Christen, Angehörigen anderer Gemeinschaften und Konfessionslosen abgehalten werden können. Neben der Begegnung mit anderen Religionen sehen sich Christen einer ausgeprägten säkularen Ritualfreudigkeit gegenüber, in denen die Suche nach Lebensdeutung ihren Ausdruck findet. So genannte ‚Ritualdesigner' sind hier nur ein Beispiel dafür, wie mit neu entworfenen Zeichenhandlungen individuelle Bedürfnisse aufgegriffen werden. Zudem sind die Religionslosen nicht außer Acht zu lassen, auch sie sind kulturelle Akteure. Kann sich die liturgische Praxis in diesem Umfeld allein auf ihre Hochformen zurückziehen? Worin kann der Beitrag christlicher Liturgie für die Gestaltung eines Miteinanders der Religionen und Kulturen bestehen? Welche Anforderungen ergeben sich im Hinblick auf die Pluralität der Gegenwart an Gottesdienste, die in der Öffentlichkeit gefeiert werden? Im Blick auf die Praxis wird es entscheidend sein, Kriterien zu erarbeiten.

Literaturhinweise:

  • Kranemann, Benedikt, Rituale in Diasporasituationen. Neue Formen kirchlichen Handelns in säkularer Gesellschaft, in: Böntert, Stefan (Hg.), Objektive Feier und subjektiver Glaube? Beiträge zum Verhältnis von Liturgie und Spiritualität. Regensburg 2011 (Studien zur Pastoralliturgie 32) 253-273.
  • Böntert, Stefan, Gottesdienste »in der zweiten Reihe«. Einige Perspektiven für Liturgiewissenschaft und Praxis angesichts neuer Feierformen, in: Merz, Birgit Jeggle- / Kranemann Benedikt (Hg.), Liturgie und Konfession. Grundfragen der Liturgiewissenschaft im interkonfessionellen Gespräch, Freiburg/Br. 2013, 77-96.
  • Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen. Eine Handreichung der deutschen Bischöfe, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. 2., überarb. und aktualis. Aufl. (Arbeitshilfen 170), Bonn 2008 (Download unter www.dbk.de)
  • - Benz, Brigitte / Kranemann, Benedikt (Hg.), Trauerfeiern nach Großkatastrophen. Theologische und sozialwissenschaftliche Zugänge (Evangelisch-katholische Studien zu Gottesdienst und Predigt, Bd. 3), Würzburg 2016.
  • -Kranemann, Benedikt, Liturgie im öffentlichen Raum - eine Herausforderung rituell-liturgischer Bildung, in: Pastoraltheologische Informationen 35 (2015) 35-48.

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Vorlesung | 020 111 | BA VII | M 10| MEd NEU B

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Die Feier der Eucharistie

 

Zeit: Do 10 - 12 Uhr
Raum: GABF 04/714
Beginn: 11.10.2018
eCampus-Anmeldung: bis 01.02.2019

 

Bereits nach biblischem Zeugnis ist die Eucharistie, die Feier des Herrenmahles, die wichtigste Feier der Christen. "Tut dies zu meinem Gedächtnis" – Diesen Auftrag Jesu bei seinem letzten Mahl mit seinen Jüngern hat die Kirche durch die Zeiten weitergetragen. In der ganzen Feier, insbesondere im Teilen von Brot und Wein, weiß sie sich von Christus zusammengerufen, zu einer umfassenden Gemeinschaft geeint und hingeführt zum endzeitlichen Heil: "Die Kirche lebt von der Eucharistie" (Papst Johannes Paul II. im Jahr 2003). Bis heute sind das Glaubensleben und das Empfinden der Kirchenzugehörigkeit vieler Christen entscheidend bestimmt durch die Eucharistiefeier, insbesondere am Sonntag. Das entspricht ihrer Zentralstellung. Einen ersten Schwerpunkt der Vorlesung stellen die biblischen Grundlagen und Querbezüge zum jüdischen Kontext dar. Welche Anhaltspunkte geben die neutestamtlichen Schriften? Welche Feierelemente haben sich in den ersten Jahrhunderten nach Christus durchgesetzt und welchen theologischen Akzenten folgten sie? Im Weiteren steht die Entwicklung bis in die Gegenwart im Mittelpunkt des Interesses. Durchgehend kommen sowohl theologische Linien in den Blick wie auch ihre Beziehung zu den konkreten Feiergestalten. Es wird sich zeigen, dass die Eucharistiefeier zahlreichen theologischen Deutungen und äußeren Umgestaltungen unterworfen war. Wesentliches Augenmerk erhält die heutige Gestalt der Eucharistie, wie sie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefeiert wird. Ein Ausblick befasst sich schließlich mit der Frage, welche neue Situation sich mit der Tatsache einstellt, dass mancherorts keine Eucharistie mehr gefeiert werden kann.

 

Literaturhinweise:
  • Böntert, Stefan (Hg.), Gemeinschaft im Danken. Grundfragen der Eucharistiefeier im ökumenischen Gespräch (Studien zur Pastoralliturgie 40), Regensburg 2015 .
  • Emminghaus, Johannes H., Die Messe. Wesen-Gestalt-Vollzug, 5. Auflage, Klosterneuburg 1992.
  • Meyer, Hans-Bernhard, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft Bd. 4), Regensburg 1989.
  • Koch, Kurt, Eucharistie. Herz des christlichen Glaubens, Freiburg/Schweiz 2005.
  • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan, Geladen zum Tisch des Herrn. Die Feier der Eucharistie, Regensburg 2004.
  • Stuflesser, Martin, Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung, Regensburg 2013.
  • Saberschinsky, Alexander, Einführung in die Feier der Eucharistie. Historisch - Systematisch - Praktisch, 2. Auflage, Freiburg 2015.

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Hauptseminar | 020 113 | BA VI und VII | MA VIII | Mag. Theol. außermoduläres HS| M 11 und 23

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/131
Tel.: 0234/32-22614

 

Liturgie und Theologie des Gebetes

 

Zeit: Mo 10 - 12 Uhr
Raum: GA 6/134
Beginn:15.10.2018
eCampus-Anmeldung: 03.10.2018

 

Das Gebet ist der Kern des geistlichen Lebens. In keiner anderen Ausdruckshandlung tritt anschaulicher zum Vorschein, in welcher Beziehung ein Mensch zu Gott steht. Dabei ist Beten nur unzureichend beschrieben als eine ‚Rede zu Gott'. Weitaus umfassender stellt es einen Begegnungsraum dar, in dem der Mensch bittend, dankend, zweifelnd oder auf vielerlei andere Weise in der Gegenwart Gottes weilt. Hier ereignen sich Selbstbegegnung ebenso wie Gottesbegegnung. Darum ist Beten eine Quelle sowohl geistlicher als auch theologischer Erkenntnis. Neben dem persönlichen Gebet nimmt das Gebet innerhalb der Feier der Liturgie eine Vorrangstellung ein. Beten ist eine Grundsäule eines jeden Gottesdienstes. In diesem Zusammenhang knüpft es nicht an der Subjektivität des Einzelnen an, sondern fußt auf der Heilserfahrung der Gemeinschaft der Kirche. Diese Rückbindung führt zu verschiedenen Gebetsformen, die ihrerseits bestimmten Strukturen folgen und darin die Begegnung von Gott und Mensch zur Sprache bringen. Das Seminar fragt in einem ersten Schritt nach den Grundlagen christlichen Betens. Dann kommen die Gebetsweisen und –strukturen des Gottesdienstes in den Blick: Welche Kennzeichen bestimmen liturgisches Beten? Wie sprechen sie von/zu Gott? Welchen Schwierigkeiten, welchen Aufgaben sehen sich das persönliche und das liturgische Gebet gegenüber?

 

Literaturhinweise:
  • P. Ebenbauer, Mehr als ein Gespräch. Zur Dialogik von Gebet und Offenbarung in jüdischer und christlicher Liturgie, Paderborn/München 2010.
  • W. Haunerland: "Du aber geh in deine Kammer!" Das Gebet der Glaubenden und der Gottesdienst der Gemeinde, in: Heiliger Dienst 57 (2003), 8-22.
  • Haunerland, Winfried, Immer leicht verständlich? Zu den Kriterien liturgischer Gebetssprache, in: Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Hildesheim, Köln, Osnabrück 65 (2013), 67-74.
  • Iff, Markus: Was geschieht, wenn wir beten? Dogmatische Überlegungen zum Gebet / Markus Iff. - In: Theologisches Gespräch 38 (2014), 134-144.
  • B. Kranemann/A. Gerhards: Einführung in die Liturgiewissenschaft, Darmstadt 2006, 166-179.

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Lektürekurs | 020 115 | MA VIII

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/132 Tel.: 0234/32-28614

 

Gliederung der Zeit. Theologie und Gestalt der Tagzeitenliturgie

 

Zeit: n. V. 14tägig, 15.11. und am 29. 11.18 um 17.45 s.t. in GA 7/131
Raum:n.V.
Beginn: n. V.
Termin für die Vorbesprechung: Do., 11.10.2018, 18 Uhr s.t.
eCampus-Anmeldung: bis 01.02.2019

 

Die Tagzeitenliturgie gehört zu den ältesten Formen des gemeinsamen Gebetes. Mit ihren einzelnen Feiern erstreckt sie sich über die einzelnen Abschnitte eines jeden Tages und setzt Akzente, die jeweils den Tag geistlich charakterisieren. Psalmen, Hymnen und Lesungen aus der Bibel bilden das Grundgerüst. Hinzu treten rituelle Ausdrucksformen, die das Geschehen zu einem sinnlich ausdrucksstarken Gottesdienst machen. Das II. Vatikanische Konzil hat die regelmäßige Pflege der Tagzeitenliturgie empfohlen, faktisch hat sie sich über die Praxis in den Klöstern hinaus jedoch nur an wenigen Orten als ein fester Bestandteil des gottesdienstlichen Lebens etabliert. Der Lektürekurs fragt nach den theologischen Fundamenten, setzt sich mit der liturgischen Gestalt auseinander und untersucht die (meistens noch zu wenig berücksichtigten) Möglichkeiten, die diese Gottesdienstform für die Ökumene bereithält. Vorgesehen ist zudem ein gemeinsamer Besuch in einem Kloster, bei dem die Teilnehmenden die Tagzeitenliturgie praktisch kennenlernen.

Der Lektürekurs findet 14-tägig statt.

Termin für die Vorbesprechung: Do., 11.10.2018, 18 Uhr s.t.

Literaturhinweise:
  • • Martin Klöckener, Betende Menschen – betende Kirche: Utopie oder Zukunft christlicher Existenz, in: Ders./Bruno Bürki (Hgg.), Tagzeitenliturgie. Ökumenische Erfahrungen und Perspektiven. Liturgie des Heures. Expériences et perspectives oecuménique, Fribourg 2004, 339–364
  • • Martin Klöckener/Heinrich Rennings (Hgg.): Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe (FS Lucas Brinkhoff), Freiburg u.a. 1989
  • • Robert F. Taft, Die Theologie der Liturgie des Stundengebetes, in: Heiliger Dienst 56 (2002), 71–82
  • • Erich Zenger, "Du thronst auf den Psalmen Israels" (Ps 22,4). Von der Unverzichtbarkeit der jüdischen Psalmen im christlichen Wortgottesdienst, in: Benedikt Kranemann/Thomas Sternberg (Hgg.), Wie das Wort Gottes feiern. Der Wortgottesdienst als theologische Herausforderung (Quaestiones Disputatae 194), Freiburg/Br. 2002, 16–40

 

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Oberseminar | 020 115 | für alle geöffnet

 

Prof. Dr. Stefan Böntert
Sprechstunde: montags 16-17 Uhr
GA 7/131 Tel.: 0234/32-22614

 

Oberseminar

 

Zeit: Es findet am 23.11.2018 ab 14 Uhr s.t. und 25.01.2019 ab 14 Uhr s.t. in GA 7/131 statt.
Raum: n. V.
Beginn: n. V.
eCampus-Anmeldung: bis 01.02.2019

Am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft werden Studierende, die größere wissenschaftliche Arbeiten verfassen, intensiv begleitet. Das Seminar ist Teil der Begleitung und eröffnet den Raum, das eigene Projekt in die Debatte zu bringen. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Bitte entnehmen Sie die Termine den Ankündigungen auf der Homepage des Lehrstuhls.

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